Mit Handtaschen ist es so wie mit Männern

Bei Fashionpuppe bin ich gestern auf den Post „Die Handtaschenproblematik“ gestoßen und wurde bei diesen Sätzen von der Muse geküsst:

„Und ich stelle mal die gewagte These auf, dass es die Eine und perfekte Tasche gar nicht für alle gibt. Die Auswahl und Vielfalt machts und gerade das ist es, was Frau antreibt Handtaschen zu kaufen. Oder ist es mit Handtaschen etwa so, wie mit Männern? Für die eine Frau ist diese Handtasche perfekt, die andere kann damit nichts anfangen…“

Aber wie ist es denn so mit den Männern, äh.. ich meine mit den Handtaschen?

  • Also ich besitze sie gerne. Es geht doch immer ums besitzen, oder? Man sieht sie, will sie, hat sie und manchmal merkt man dann plötzlich, dass sie gar nicht zu einem passt. Aber egal, man besitzt sie. Und wenn ich sie nicht geschenkt bekomme, dann kaufe ich sie mir. Letzteres trifft häufiger zu, geht einfacher und man bekommt was man wirklich will. Mensch, reich müsste man sein…
  • Es gibt Frauen, die Taschen sammeln. Sie können nicht genug davon bekommen. Eine nach der anderen. Na gut, manchmal auch mehrere gleichzeitig. Maßlosigkeit regiert. Zu jedem Anlaß muss eine her, immer passend, immer genau abgestimmt auf die Laune und Vorlieben. Keine Ahnung, fühle mich gar nicht angesprochen…
  • Und sie fotografieren und archivieren sie, stecken sie in Schutzhüllen oder drapieren sie in offenen Regalen, damit man sie immer ansehen kann, wenn man will. Bei Zeiten werden sie dann ausgeführt, und es fühlt sich dann an, als wäre es das erste Mal. Sind sie doch viel zu schade, um sie einfach wo verstauben zu lassen und sie der Vergangenheit zu überlassen. Mach ich natürlich nicht. Nein, also ich meine,… nicht in einem offenen Regal.
  • Rucksäcke sind praktisch, aber klammern, Clutches sind wunderschön und richtige Eyecatcher, aber gehen einem schnell verloren, die Klassiker sind teuer oder schwer zu finden, Modetaschen sind nur für eine Saison tragbar und danach will man sie nur noch loswerden, Kunstledertaschen sind Schwindler und Reisetaschen gehören einem nie alleine. Na toll, und welche soll man sich nun bitte zulegen? Wahrscheinlich alle, eine passt immer…
  • Jetzt geht’s den inneren Werten an den Henkel. In Handtaschen ist Geld drinnen! Flugtickets nach Paris, wenn man Glück hat. Ein Schlüssel zu einer Wohung. Mit einem Bett drinnen und einem Nachttischchen daneben mit ganz viel Spielzeug in der Lade. Manchmal mehr, manchmal weniger davon. Ich hoffe doch mehr, ich war noch nie in Paris und Spiele fand ich immer schon toll.
  • Und was macht man eigentlich mit Handtaschen? Ich benutze Handtaschen! Oh ja, wie ich es liebe sie zu benutzen! Immer dann, wenn ich sie will und sie können sich gar nicht wehren – das liegt nicht in ihrer Natur. Wenn ich mal so richtig im Öl bin, kanns passieren, dass es auch mal schmutzig wird, da kanns passieren, dass Wachs auf sie tropft oder Champagner über sie geschüttet wird. Am nächsten Tag, wenn ich mit einem Kater aufwache, sehe ich sie mir an, ärgere mich wie sie bei Tageslicht nun aussieht, aber ich erinnere ich mich auch, wieviel Spass ich hatte. Welche scheißteure, tolle Tasche muss ich mir bitte kaufen, die ich mal endlich wieder so richtig versauen kann????

Ok, es steht nun außer Frage, dass die These vorübergehend verifiziert ist.