Einfach glücklich sein

Einfach glücklich sein

Manchmal sind die scheinbar einfachen Dinge so verflixt schwierig zu erreichen. Einfach mal nein sagen, von der viel zu weichen Couch aufstehen oder glücklich sein. Gerade letzteres ist doch das Ziel von uns allen und trotzdem kenne ich viele, die nicht von sich behaupten, dass sie glücklich sind. Auch ich gehöre dazu, die immer wieder Trübsal blasend die Einsamkeit sucht und einfach nur mal Ruhe haben will. Weg von allem, von den Pflichten und den Erwartungen, die ich an mich selbst stelle oder andere an mich haben, vom Lärm des Alltags, von der ungewissen Zukunft, den Sorgen und der Verantwortung und auch weg von der immer enger werdenden Jeans und der Vergangenheit, in der so manches scheinbar besser war.

Ich habe mich vor ein paar Monaten aber entschieden, dass diese Phasen eigentlich richtig unnötig sind, denn in dieser Zeit könnte ich auch glücklich sein. Denn eigentlich bin ich ja meines Glückes eigene Schmiedin und wenn ich mir die – sagen wir mal – Rahmenbedingungen meines Lebens ansehe, habe ich gar keinen Grund dazu, unglücklich zu sein.

Ich habe begonnen mich nur noch mit Menschen zu umgeben, die ich mag und von denen ich weiß, dass sie mich auch mögen und schätzen. Ich durchbreche immer öfters Regeln, die ich mir meist selbst auferlegt habe und mache mehr nur das, was ich wirklich will. Und wenn ich etwas nicht will, dann tu ich es nicht. Ich gönne mir gutes Essen und versuche nicht allzu sehr aufs Geld zu schauen, auch wenn in mir ein kleiner Sparfuchs lebt. Aber wenn es da ist, dann gebe ich es aus wenn es mir Freude bereitet. Und ich nutze meine freie Zeit effektiver um vor allem schöne Projekte durchzuziehen, die Erinnerungen schaffen und von denen ich zehren kann, wenn  ich mal doch ein kleines Tief haben sollte.

Natürlich kommen Zeiten, in denen man mal etwas nachdenklicher ist und man sein Leben mal Review passieren lässt. Dann hat man die Möglichkeit den Fokus vielleicht zu ändern, zu erkennen, was anders vielleicht besser wäre. Aber ganz oft muss nur die Sichtweise auf Dinge verändert werden, dass man glücklicher ist und gar nicht erst tatsächlich Taten gesetzt werden. Wenn wir uns erst bewusst werden, wie glücklich wir sein könnten, wenn wir all die Dinge erkennen würden, die soundso schon da sein, dann wäre die Welt plötzlich dauerrosa. Denn es gibt so viele wunderbare Dinge, weshalb wird glücklich sein können! Ich spreche hier vor allem von Dankbarkeit, die wir viel bewusster erleben müssten. Dankbar sein dafür, was wir eigentlich alles haben – nicht nur materiell sondern auch emotional. Wie wir aufgewachsen sind, wie wir unser Leben gemeistert haben und zu dem geworden sind was wir sind, mit all unseren Stärken vor allem. Wir sollten dankbar sein für unsere Lieben und für das Essen, für das Dach über den Kopf und die Freuden in der Vergangenheit und all jene, die noch folgen werden. Erkennen, dass Geld und Status nicht wichtig sind, dass beruflicher Erfolg nicht der Sinn des Lebens sein kann und dass Liebe nicht nur in einer Liebesbeziehung zählt, sondern vor allem auch zwischen Freunden und Familie. Dass man in erster Linie sehr wohl auf sich schauen soll und nicht auf andere. Optimistisch sein und positiv denken, es aussprechen und hören und daran glauben, dass es tatsächlich so kommt.

Bei mir kündigen sich gerade Änderungen im Alltag an, aber auch wenn ich damit doch etwas zu kämpfen habe, weil die Zukunft so ungewiss ist, versuche ich es positiv zu sehen. Denn es gibt so viele tolle Dinge, weswegen ich glücklich bin und diese sollen im Vordergrund stehen. Und glücklich lassen sich all die tollen Pläne und herausfordernden Projekte viele leichter meistern, davon bin ich überzeugt!