Unsere Hochzeit: Die Zeremonie und ein kleiner Einblick in die Feier

Unsere Hochzeit: Die Zeremonie und Feier | Ja sagen Ja

Wenn ich mich an die Planungsphase zurückerinnere, welche Momente mir von der Hochzeit die wichtigsten sind, so waren es immer jene drei: Wenn wir einander zum ersten Mal als Braut und Bräutigam sehen, wenn wir zueinander Ja sagen und wenn wir getraut vom Altar Hand in Hand in die Zukunft schreiten. Und genau diese drei Momente waren auch tatsächlich die schönsten. Unseren First Look Moment habe ich euch ja schon gezeigt, jetzt kommt wohl der persönlichste Teil der Hochzeit dran – die Zeremonie. Und meiner Meinung nach erkennt man auf den Fotos sofort, dass sie für uns wirklich von Bedeutung war und wir überglücklich waren. Ich kann nun immer weniger verstehen, weshalb Paare nicht heiraten wollen – sorry. So ein Versprechen ist einfach etwas Wunderbares und so Bedeutsames in einer Beziehung, und das mit seinen Lieben zu feiern, macht es zu einem Fest der Liebe für alle. Ach wie kitschig, ich hör schon auf damit und los gehts mit den Fotos der Zeremonie.

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Aufgrund des schönen Wetters konnten wir die Zeremonie im Garten der Location mit Blick über Wien machen. Es war leider auch ganz fürchterlich heiß und da ich mir für die standesamtliche Trauung eingebildet habe, dass keine störenden Stühle das Bild zerstören sollen und bei der direkt anschließenden griechisch-orthodoxen Trauung generell nicht gesessen wird, standen wir über 1 Stunde in der prallen Sonne bei 34 Grad. Aber dank der Glückshormone oder warum auch immer, war das für uns gar kein Problem und es schien für uns auch gar nicht so lange zu dauern.

Ein kleiner Fehler passierte bei der Trauung und zwar vergaß die Standesbeamtin, dass Andreas und ich individuelle Schwüre vorbereitet hatten. Das holten wir aber später bei unseren Reden bei Tisch einfach nach. Generell war ich recht gelassen, wenn ich bemerkte, dass etwas nicht nicht so war, wie von mir geplant bzw eingebrieft. Ursprünglich dachte ich, ich würde die Wände hochgehen, sollte etwas auch nur einen Zentimeter abweichen, aber stattdessen registrierte ich die Fehler ziemlich emotionslos und sah darüber hinweg. Es war mir richtiggehend egal. Vielleicht auch weil mir bereits während der Planung bewusst geworden ist, dass es für eine schöne Hochzeit gar nicht so viel Perfektion braucht.

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Direkt nach der standesamtlichen Trauung wurden wir griechisch-orthodox getraut. Andreas ist nämlich griechisch-orthodox, da eine Hälfte seiner Familie aus Zypern stammt. Ich selbst bin zwar katholisch, aber das stellte kein Problem dar, außerdem war mir eine katholische Trauung sowieso schon seit langem nicht mehr so wichtig. Für mich zählt am meisten das Versprechen, das wir einander geben, egal ob vor Gott oder dem Standesamt. Für die kirchliche Trauung haben wir uns den Ringtausch aufgehoben, weil es dafür eine schöne Zeremonie gibt, die die Aufgabe meiner Trauzeugin Sophie war. Danach bekam wir vom zweiten Trauzeugen miteinander verbundene Kronen aufgesetzt und mussten dreimal um den „Altar“ gehen. Ein klassisches Ja-Wort gab es nicht, aber das hatten wir ja schon bei der standesamtlichen Trauung.

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GESCHAFFT!!! Los gehts in einen neuen Lebensabschnitt. Aber vor allem wollte ich dann einfach nur noch schnell was trinken, weil es so unglaublich heiß war in der Sonne und ich wusste, dass jetzt mal ein bisschen fotografiert wurde. Erstaunlich wie schnell die Zeremonie vorüber war und das war’s jetzt. Das war der Teil des Tages, der mir am wichtigsten war und der ist jetzt vorbei. Das ist etwas, was ich auch heute noch nicht ganz verstehe, dass alles so unglaublich schnell passierte und ich mich nur dank der Fotos und des Videos an manche tolle Momente erinnere, die scheinbar an mir vorbeigezogen sind und ich gar nicht richtig bewusst wahrgenommen habe.

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Nach der Zeremonie verschwanden wir nur für wenige Minuten, um ein paar Fotos zu machen, kamen aber dann recht bald wieder zurück, weil die Sonne noch zu hoch stand. Vorteil: Ich konnte wieder was trinken. Nachteil: Die Zeit für die Fotos wurde wirklich knapp, weil später auch noch das Dinner begann, währenddessen ich auch nicht fotografieren wollt, sondern essen und die Reden hören und einfach nur genießen. Denn das ist auch etwas was ich nicht gedacht hätte: Fotos sind wichtig, aber den Moment genießen ist wichtiger.

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Aufgrund der hohen Temperaturen haben wir die Tanzfläche deutlich später eröffnet als geplant, weil es einfach wie schöner war, so lange als möglich draußen zu sitzen. Erst als die Türen geschlossen werden musste, eröffneten wir die Tanzfläche mit jenem Lied, das zufällig im Radio gespielt hat, als Andreas mir den Antrag gemacht hat: I dig everything about you von The Mob. Einen Tanz haben wir dafür nicht einstudiert, weil wir uns auf uns konzentrieren wollten und nicht aufs Schritte zählen.
Besonders viele Fotos von der Feier im Anschluss zeige ich nicht, weil ich nicht weiß, wie alle Gäste dazustehen, deshalb nur ein paar wenige. Es war drinnen noch viel heißer, als draußen, deshalb Hut ab vor allen die trotzdem ihren Spaß hatten. Und vor allem ein Dankeschön an die besten Trauzeuginnen und Freundinnen, die alle mit mir getanzt haben, sogar einen griechischen Tanz einstudiert hatten und die Zyprioten auf die Tanzfläche lockten. Wir hatten riesig Spaß und ich denke wir waren nicht die einzigen!

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Photos: Tony Gigov