Roadtrip durch Südafrika mit Baby: Die Reiseplanung

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Ich war noch gar nicht schwanger, da stand für uns bereits fest, dass wir mit unserem Baby eine richtig tolle Reise machen wollen, bevor es 1 Jahr alt wird. Was noch nicht feststand, war das Reiseziel. Und dieses klassische first world problem war so lange ungelöst, da war Viola schon auf der Welt.

Nach Bali, Australien, Japan, Seychellen und Malediven als mögliches Reiseziel, steht nun Südafrika für 4 Wochen final fest. Die Flüge sind gebucht, eine Route fixiert und die wichtigsten Unterkünfte reserviert. Aber warum ausgerechnet nun Südafrika und was haben wir alles geplant? Das verrate ich euch jetzt!

Warum Südafrika?

Ebenfalls im Rennen waren Bali, Australien, Japan, Seychellen und Malediven. Südafrika wurde es, wegen der geringen Zeitverschiebung, weil die medizinische Versorgung recht gut ist und es einen Direktflug gibt. Außerdem sind sowohl Luftfeuchtigkeit, als auch Temperatur im Februar angenehm – nicht zu feucht und nicht zu heiß. Die Sicherheitslage ist besser, als ihr Ruf, sofern man nicht mit Gold behängt durch die Townships läuft. Und man bekommt für Babys alles, was es hier auch gibt. Außerdem gibt es alleine in Kapstadt so viel zu sehen, was auch mit Baby gut vereinbar ist, zusätzlich die Garden Route und die Karoo und natürlich die vielen tollen Strände. Und es gibt Pinguine! Ich erwarte mir eine schöne Mischung zwischen Aktivitäten und Relaxen somit.

Unsere Route

Kurz habe ich überlegt, dass wir nur in Kapstadt bleiben. Uns ein Home away from Home mieten und einfach nur Alltag in einer fremden Stadt haben. Aber diesen Plan verwarf ich sehr schnell, als ich mich ein bisschen mit möglichen Routen beschäftigte. Und schwupps war unser Round Trip fixiert: Die kleine Karoo wird es sein, mit langem Stopp am Meer und dann die berühmte Garden Route wieder zurück nach Kapstadt, wo wir wieder etwas länger bleiben. Die Fahrdistanzen sind mit 1 bis max. 5 Stunden überschaubar und die langen Routen sind immer mit einem mehrstündigen Zwischenstopp geplant.

Der Flug

Wir fliegen mit Austrian Airlines nonstop nach Kapstadt, wobei Viola keinen eigenen Sitzplatz hat. Leider sind die Flugzeiten nicht besonders ideal, aber wir sind optimistisch, dass Viola ihre üblichen Schläfchen beibehält und das Brummen vielleicht sogar einschläfernd wirkt. Außerdem werden wir neues, kleines Spielzeug mitnehmen, das hoffentlich interessanter ist, als das bereits bekannte.
Bei Austrian muss man eine Sitzplatzreservierung mitbuchen und -bezahlen, um sich fix einen Platz in der 1. Reihe mit Babybettchen zu sichern. Das sind Zusatzkosten, die ich nicht bedacht hatte und in unserem Fall in Summe 240€ ausmachten.
Gepäck dürfen wir 3 große Koffer aufgeben, 2 Handgepäck und einen Kinderwagen unter 10kg mitnehmen. Ob wir dieses ganze Gepäck tatsächlich ausreizen werden, weiß ich noch nicht. Immerhin muss ja das alles auch in ein Auto passen.

Unser Mietwagen

Einen Mietwagen werden wir uns irgendwann in den ersten Tagen in Kapstadt holen und in Kapstadt auch wieder retournieren. Für Viola werden wir einen Autositz mieten, für den ich einen Bezug vorab besorgen möchte, da Viola bestimmt nicht das einzige Baby sein wird, das da drinnen schwitzt. Den Mietwagen haben wir uns noch nicht organisiert, habe aber gute Erfahrungen bei billiger-mietwagen.de gemacht, wo wir immer das Rundum-Sorglos-Paket buchen.
Da wir auch im Addo Nationalpark eine Selbstfahrersafari planen und dort die Straßen nicht alle asphaltiert sind, werden wir uns höchstwahrscheinlich einen SUV mieten. Da sollte dann auch hoffentlich unser gesamtes Gepäck reinpassen.

Die Unterkünfte

Wir werden so lange wie noch nie unterwegs sein und on top noch mit einem Baby, das gerade Zähne bekommt, evt. noch in unserem Schlafzimmer schläft und Beikost isst. Da sind die Ansprüche an die Unterkünfte doch andere: 1.  müssen sie günstiger sein, da bei 4 Wochen sich die Unterkunftskosten ganz schön summieren, 2. sollen sie so oft als möglich einen abgetrennten Wohnbereich mit möglichst einer Terrasse oder einem Balkon haben, damit Andreas und ich abends auch unsere Paarzeit haben und 3. bestenfalls mit einer kleinen Küche ausgestattet sein. Außerdem haben wir Unterkünfte mit Pool bevorzugt, da das Meer recht frisch zum Baden ist. Das sind alles Gründe, weshalb wir uns für einige Airbnbs entschieden haben. Aber diese Entscheidung fällt auch nicht so schwer, da die meisten der etwas netteren Pensionen und Hotels, Kinder nicht willkommen heißen, was wir sehr schade finden. Wir sparen häufig bei den Unterkünften zu Beginn eines Urlaubes und wenn wir herumreisen, aber am Ende eines Urlaubes lassen wir es dann doch gerne noch bisschen krachen und gönnen uns etwas schickeres. Das ist in Südafrika nicht so easy. Entweder kostet die Nacht ab 400€ aufwärts (was unser Budget bei dieser Reise sprengt), oder es ist bereits ausgebucht oder Kinder sind nicht erlaubt. Sehr enttäuschend!
Momentan haben wir fast alle Unterkünfte gebucht, vom kleinen Bed and Breakfast bis hin zum tollen Ferienhaus, haben wir kunterbunt ausgesucht und ich bin schon sehr gespannt, wie mir diese neue Art des Reisens und Urlaubens gefällt.

Impfungen

Besondere Impfungen sind keine notwendig, auch nicht für Viola. Unsere Kinderärztin meinte, dass wir einfach so weit impfen, wie möglich, aber es nicht tragisch ist, dass sie die 6-fach-Impfung noch nicht komplett durch haben wird. Einzig die Pneumokokken-Impfung hat sie uns empfohlen, aber ist kein Muss.

Und das ist der momentane Stand unserer Vorbereitungen. Einige Sachen müssen wir noch besorgen, insbesondere alles was mit UV-Schutz zutun hat (Strandmuschel, UV-Anzug usw.) und wie wir den 11-Stunden-Flug gut schaffen bezüglich Essen und Entertainment, aber ein bisschen Zeit haben wir ja noch bis dahin. Zum Glück, denn was wir bei all unseren Stopps unternehmen, das wissen wir noch nicht. Ein bisschen Treibenlassen wird bestimmt dabei sein, aber andererseits gibt es so unglaublich viel zu sehen und zu erleben dort, dass man schnell den Überblick verliert.

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