Rezept: Kibbeh, Kubbe oder Köfte?

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Wenn man mich fragt, was für zypriotisches Essen typisch ist, dann behaupte ich immer ganz schnell: Fleisch! Viel Fleisch und am liebsten Fleisch zu Fleisch. Auf einer zypriotischen Hochzeit von letztem Jahr, konnte ich die Gemüsebeilagen mit der Lupe suchen, dafür gab es gefühlt 10 verschiedene Fleischspeisen. Für meinen halbzypriotisch-stämmigen Freund sind Kubbes, sein liebstes zypriotisches Essen und bilden genau das ab, was ich mit Fleisch zu Fleisch essen meine: Es handelt sich dabei nämlich um konische Fleischbällchen, die mit Hackfleisch gefüllt sind und zusätzlich noch umhüllt sind von einer Hackfleisch-Bulgurmasse. Das wäre so, als würden wir unser Wiener Schnitzel, noch mit einem Schnitzel panieren. Oder ein Cordon Bleu vielleicht, wenn ichs mir recht überlege. Egal. In anderen Ländern kennt man Kubbe auch als Kibbeh oder Köfte und es gibt sie in vielen verschiedenen Varianten. Meine liebste Version ist aber definitiv jene mit Pinienkernen und Minze in der Füllung, die ich bereits ausprobiert habe und demnächst anlässlich zum Geburtstag meines Freundes wiederholen werde. Die Zubereitung fordert leider ein bisschen Geschicklichkeit, aber so wie ich meine Leser kennen, nehmt ihr die Herausforderung bestimmt an, stimmts?

Ein Rezept zu finden war nicht so einfach, da es viele verschiedene gibt da draußen. Schließlich bin ich hier fündig geworden, habe jedoch statt Lammhackfleisch dann doch lieber Rinderhackfleisch genommen.

Zutaten für ca 15 Stück:

  • 235 g feiner Bulgur
  • 150 g mageres Rinderhack
  • 1 geriebe Zwiebel
  • 2 EL Mehl
  • 1 TL gemahlene Piment
    Für die Füllung:
  • 2 TL Olivenöl
  • 1 kleine fein gehackte Zwiebel
  • 100 g mageres Rinderhack
  • ½ TL gemahlener Piment
  • ½ TL gemahlener Zimt
  • 80 ml Rinderbrühe
  • 2 EL grob gehackte Pinienkerne
  • 2 EL gehackte Minze

1. Bulgur gemäß Anleitung zubereiten, Wasser fest ausdrücken und mit Küchenpapier abtrocknen.
2. Bulgur, Hackfleisch, Zwiebel, Mehl und Piment pürieren und kühl stellen. Das ist die Masse für die Hülle.
3. Für die Füllung Zwiebel anbraten, Fleisch, Piment und Zimt zugeben und anbraten. Mit der Brühe ablöschen und ca 6 Minuten kochen. Zum Schluss Pinienkerne und Minze hinzugeben und evt. mit Salz noch würzen.
4. Nun für den Mantel die Masse in 15 gleiche Kugeln aufteilen und mit feuchten Händen eine Rolle formen. Mit dem Daumen ein Loch eindrücken, so dass ausreichend Platz für ca 1 TL Füllung ist. Die Hülle dann vorsichtig schließen. Aufpassen dass keine Risse entstehen! Die Kibbeh dann für ca 1 Stunde kühlen.
5. Bei ca 180 Grad 2-3 Minuten frittieren und darauf achten, dass das Öl nicht zu heiß wird.

Und weil gerade das Formen für mich eine Herausforderung war, gibt es hier eine Bildanleitung wie ich es gemacht habe. Das heißt aber nicht, dass das nonplusultra ist! Wer eine bessere Technik hat – bitte her damit ;)

Rezept: Kibbeh, Kubbe und Köfte / www.fanfarella.at

Es ist wirklich wichtig, dass die Kubbe bzw Kibbeh oder Köfte bei nicht allzu heißem Fett schwimmend frittiert werden, da sie sonst zu dunkel werden. Das Öl soll nur ganz leichte Bläschen am Fleisch werfen! Meine Kubbes sind etwas grober geworden, weil ich den Bulgur nicht fein genug püriert habe, aber das hat mich nicht gestört – im Gegenteil sogar, ich fand es so besser.

Besonders authentisch wird es dann angeblich, wenn man in die angebissenen Kubbes etwas frischen Zitronensaft träufelt, das schmeckt dann noch mehr nach Urlaub meiner Meinung nach. Ich habe dann dazu noch Hummus gegessen, aber mein Liebster, der hat das Gemüse mal wieder verschmäht und ist beim Fleisch geblieben.

Rezept: Kibbeh, Kubbe und Köfte / www.fanfarella.at

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