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Fanfarella Beiträge

5 Tricks um die Hochzeitskosten besser zur verdauen, oder wie man sich erfolgreich selbst belügt

Hochzeit planen macht ja so viel Spaß! Alle sind so freundlich zu einem, machen alles möglich und sagen nie Nein zu meinen Ideen und Vorschlägen, alles läuft wie am Schnürchen und eigentlich wünschte ich, diese Planung nimmt nie ein Ende, weil es ist die tollste Zeit in meinem Leben. Ähm naja, nicht so ganz. Denn ich möchte ehrlich mit euch sein und gestehen, dass ich einen ziemlichen Durchhänger bei der Hochzeitsplanung hatte. Eigentlich erwartet jeder der mich fragt, wie es denn mit der Planung aussieht, eine euphorische Julia. Aber ich erkannte keinen Sinn mehr darin, so viel Geld für einen Tag auszugeben, an dem es eigentlich hauptsächlich um Liebe geht. Warum muss ausgerechnet ein Fest der Liebe soviel kosten, nur weil man es mit seiner Familie und Freunde gemeinsam feiern will? Klar, man könnte auch einfach eine Grillparty machen, statt ein gutes Restaurant mit toller Aussicht zu mieten und natürlich könnte man mal flott ins Standesamt huschen um dort zu heiraten, anstatt die ganze Zeremonie an einen individuellen Ort zu verfrachten, statt eines teuren Kleides sich ein hübsches von Zalando & Co. bestellen und anstelle des ganzen Deko-Schnickschnacks auf die Besonderheit des Momentes vertrauen, der keine Deko benötigt. Und während ich das schreibe denke ich mir schon wieder: Warum das ganze eigentlich? Bin ich wirklich so ein spießiger Sparefroh, der sein Geld lieber für sich alleine ausgibt, anstatt für andere? Oder merke ich schlichtweg gerade, dass ich bisher am vollkommen falschen Dampfer war, was Hochzeitsplanung betrifft? Wenn ich unlimitiertes Budget hätte, würde ich dann ähnlich denken oder bin ich schlicht geizig?

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10 Dinge die ich mich frage, wenn ich den Bachelor auf RTL ansehe

Also angenommen, ich hätte mich aus wahrscheinlich purer Verzweiflung als Kandidatin für den Bachelor angemeldet gehabt. Also damals in meiner Singlezeit, oder wahrscheinlich in der Singlezeit, nach meiner Singlezeit in der ich verzweifelt auf der Suche nach Aufmerksamkeit bin und gar nicht mehr richtig auf der Suche nach der Liebe, weil bitte das können die ihrer Oma und dem Kameramann on set erzählen, dass sie tatsächlich auf der Suche nach der Liebe sind, wenn sie sich für den Bachelor anmelden. Und angenommen ich bin tatsächlich unter die 22 Kandidatinnen gekommen (yes, ich wusste, ich habe das Zeug zum Star und zur potentiellen Dschungelcamp-Kandidatin) und bereite mich auf die Buhlschaft um einen unbekannten Mann vor, von dem RTL ausgeht, dass der Großteil der Frauen voll auf ihn abfährt, was würde ich mir wohl denken? Wahrscheinlich nicht so viel, weil mir ziemlich viel egal sein muss, wenn ich bei so einem Format mitmache. Also nicht nur die Meinung der anderen über mich (was einem eigentlich soundso egal sein soll, aber mal ehrlich, die meisten legen trotzdem viel zu viel Wert darauf. Schuldig.), aber auch die Meinung über mich selbst. Und deshalb habe ich mir JETZT Gedanken darüber gemacht, die sich von Folge von Folge wiederholen. Aber nur 10, weil wir wollens ja nicht übertreiben.

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Beziehungskiste: Wenn die Fetzen fliegen

Es soll ja Paare geben, die sich nie streiten. Habe ich gehört. Und das, obwohl es doch so schön heißt, dass man in einer gesunden Beziehung auch mal streiten MUSS. Aber vielleicht sagen sich das ja auch nur die etwas streitlustigeren Pärchen gebetsmühlenartig vor sich her, weil ja jeder die beste Beziehung führen will, am Ende des Tages. Man will das coolste Pärchen sein, das harmonischste, oder auch das lustigste oder emanzipierteste oder zumindest das Paar, das den besten Versöhnungssex hat. Deshalb werden Paare die sich angeblich nie streiten, manchmal wie im Zoo angesehen: Das muss doch langweilig sein, so… glücklich zu sein.

Das sind dann Paare, die unaufgefordert immer den angebrannten Topf einweichen oder erst gar nicht den Topf anbrennen lassen, weil sie sich Monate vorher einstimmig für den richtigen Topf entschieden haben und nicht für den falschen, der leichter anbrennt. Die sofort den Wecker beim ersten Klingeln abdrehen, oder sogar vor dem Klingeln bereits auf Zehenspitzen ins Badezimmer schleichen, wo die bereits vorbereitete Wäsche katzenartig angezogen wird. Die die Eingangstür in der Früh geräuschlos schließen können, den Klodeckel immer runterklappen, die leeren Klopapierrollen sofort in den Müll werfen und wenn es die letzte war, sofort eine Küchenrolle als Ersatz für den nächsten vorbereiten. Paare, bei denen nie jemand das übrige Wasser im Wasserkocher für 1 Woche stehen lässt, niemand seine eigenen Schuhe auf die des anderen stellt und genauso wenig die dicke Daunenjacke über die empfindliche Lederjacke hängt. Wochenendplanungen werden immer schon mindestens einen Tag vorher abgesprochen und nie eine halbe Stunde zu spät bekanntgegeben und man findet immer gleich viel Schutz unter dem kleinen, geteilten Regenschirm und nicht nur ein Drittel. Bei diesen Paaren ist es dann auch total üblich, dass wenn man mal schlechte Laune hat von der Arbeit, man einfach mit einem süßen Augenaufschlag ankündigt, dass man wohl heute lieber den Abend ruhig und alleine im Arbeitszimmer verbringen möchte. Niemand wird dann skeptisch und sieht es als seine Aufgabe, den Miesepeter in bester Zirkusmanier aufzuheitern und mit vermeintlich lustigen Fragen zu nerven, warum denn der Tag so scheiße war und man das nun ziemlich unfair findet, dass man jetzt mit der schlechter Laune angesteckt wird. Wie kann man bitte nur so egoistisch sein?

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Unsere Verlobungsfotos von Tony Gigov

Kaum verlobt, war eine meiner ersten Handlungen Tony Gigov anzurufen, damit er unseren Verlobungs-Glow auf Fotos einfängt und wir uns für immer an diese schöne Zeit erinnern können. Für die einen sind Verlobungsfotos vielleicht nicht so wichtig, aber wann hat man schon einen passenden Grund, mit seinem Liebsten schöne Fotos zu machen? Also welche, bei denen man kein Brautkleid trägt meine ich? Genau, deshalb wurde schnellstmöglich ein Termin gesucht, damit die Bilder nicht zu herbstlich werden und jetzt endlich zeige ich euch ein paar von meinen Lieblingsfotos! Fotografiert wurde im Schönbrunner Schlosspark, wo ich am Vortag auf Locationsuche war und das perfekte Plätzchen mit Sonnenuntergang gefunden hatte. Tony hat wie immer seinen Zauber spielen lassen und traumhaft schöne Fotos geschossen, die wir nun auch für unser Gästebuch, die Website und für die Save the Dates verwenden. Wer also noch auf der Suche nach einem fantastischen Fotografen ist für seine Hochzeit, so kann ich ihn euch absolut ans Herz legen! (Und das ist kein bezahlter Beitrag ;))

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Verliebt, verlobt und jetzt ist’s anders als erwartet

Beinahe 4 wunderbare Jahre bin ich mit meinem Liebsten zusammen und wir haben viele schöne und unvergessliche Momente erlebt, sind viel gereist und haben gemeinsam gelacht, manchmal auch über den anderen, haben uns auch gestritten und dann wieder versöhnt, wissen die vielen liebenswerten Seiten des anderen zu schätzen und die anderen zu respektieren. Unsere immer noch zelebrierten Date-Nights sind jedes Mal aufs Neue wie beim ersten Mal, wenn ich mich für ihn hübsch anziehe und wir uns auf einen romantischen Abend freuen mit Händchen halten und verliebten Blicken. Dass es Liebe ist und wir zusammenbleiben wollen, war uns sehr schnell klar. Und dann passierte vor 1 Monat das, was für mich schon von Anfang an klar war, das ich mir wünsche: Er kniete plötzlich nieder, fragte und ich sagte natürlich Ja. Genauer gesagt „Aber ja natürlich!“. Viele Freudentränen, ein Tänzchen im Hotelzimmer und einen Sonnenuntergang später merken wir dann, dass es jetzt anders ist. Aber gut anders.

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Wenn Schuhe sprechen könnten, dann…

Letztens musste ich mal wieder Schuhe ausmisten. Alleine diesen Satz zu lesen, das tut weh, stimmts? Aber es musste sein, weil neue Schuhe einziehen wollten, deshalb müssen alte und gebrechliche Platz machen. Tja, mein Schuhschrank ist nunmal kein Sozialstaat, sondern dort herrscht beinharte Diktatur. Wer ich bin, ist ja wohl klar, oder? Genau, ich bin das Opfer! Denn immerhin muss ich mich dann nicht nur von alten, im besten Fall gar nicht mehr vorzeigetauglichen Schuhen trennen, sondern auch von Abenteuern, die ich in den Schuhen erlebt hatte. Na gut, die Erinnerungen bleiben, aber es hilft, wenn man die alten Schuhe immer wieder im Regal stehen sieht und sich dann denkt: „Hach ja, in diesen Pumps bin ich betrunken durch den Tiefschnee gestolpert und sie haben super gewärmt. Oder es war der Alkohol“.

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I show you something for your age

Die Überschrift verrät ja eigentlich eh schon alles, oder?  Es war zum Heulen und zum Lachen, als die Verkäuferin bei Victorias Secret mir einen Bikini quasi aus der Hand geschlagen hat und mich dann zu den Badesachen für „mein Alter“ zog. In geschätzt 5 Läden war ich, bis ich endlich den gewünschten Bikini der PINK Linie in meiner Größe entdeckte, nur damit mir dann eine Horde voreiliger Verkäuferinnen den Bikini madig sprechen und meinten, dass Victorias Secret doch viiiiel schönere Bikinis hätte und obwohl ich keinen einzigen entdeckt hatte, der mir gefiel, wollten sie mir beweisen, dass ich mich irre. Sie zogen mich von meinem gerüschten, kunterbunten Klein-Mädchenbikini weg und meinten mit einem Lächeln auf den Lippen: „Come on, I show you something for your age.“

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Einfach glücklich sein

Manchmal sind die scheinbar einfachen Dinge so verflixt schwierig zu erreichen. Einfach mal nein sagen, von der viel zu weichen Couch aufstehen oder glücklich sein. Gerade letzteres ist doch das Ziel von uns allen und trotzdem kenne ich viele, die nicht von sich behaupten, dass sie glücklich sind. Auch ich gehöre dazu, die immer wieder Trübsal blasend die Einsamkeit sucht und einfach nur mal Ruhe haben will. Weg von allem, von den Pflichten und den Erwartungen, die ich an mich selbst stelle oder andere an mich haben, vom Lärm des Alltags, von der ungewissen Zukunft, den Sorgen und der Verantwortung und auch weg von der immer enger werdenden Jeans und der Vergangenheit, in der so manches scheinbar besser war.

Ich habe mich vor ein paar Monaten aber entschieden, dass diese Phasen eigentlich richtig unnötig sind, denn in dieser Zeit könnte ich auch glücklich sein. Denn eigentlich bin ich ja meines Glückes eigene Schmiedin und wenn ich mir die – sagen wir mal – Rahmenbedingungen meines Lebens ansehe, habe ich gar keinen Grund dazu, unglücklich zu sein.

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10 Dinge die besser sind als online zu prokrastinieren

Prokrastinieren / www.fanfarella.at

Prokrastinieren war bis vor 5 Jahren noch ein Fremdwort für mich. Für mich hört es sich bis heute nach Kastration an und das hat ja laut Wikipedia etwas mit Berauben zutun. Das passt dann wieder recht gut zu Prokrastinieren – ich beraube mich selbst meiner wertvollen Zeit und verschwende sie meist online, statt sie effizient zu nutzen. Ich klicke mich durch die schier endlosen Weiten des Internets, von einem Wedding Blog zum nächsten (obwohl ich gar nicht verlobt bin), recherchiere die tollsten Urlaubsziele (obwohl mein Urlaub bereits fix und fertig geplant ist), erstelle die tollsten Warenkörbe beim Online-Shop meines Vertrauens (obwohl ich für die fix und fertig geplante Reise sparen muss), nur um sie dann wieder zu löschen. Und wenngleich das zeitweise etwas richtig tolles sein kann, solche hirnbefreiten Dinge zu tun, bemühe ich mich in den letzten Wochen das in meiner Freizeit konstant wachsende online Prokrastinierlevel etwas runterzuschrauben. Es gibt einfach viel zu viele tollere Dinge, die man stattdessen machen könnte und die einem am Ende des Tages Freude bereiten, sie endlich getan zu haben. Und da spreche ich gar nicht von den leidigen Rechnungen, die endlich bezahlt gehören, die Diplomarbeit, die wie ein Damoklesschwert über einem schwebt oder die immer versiffter werdenden Küchenschubladen. Nein, das Zeug kann ruhig weiter warten. Ich rede von den schönen Seiten im Leben, die man unverständlicherweise immer wieder aufschiebt, weil einem immer wieder Ausreden einfallen und man dann schlussendlich doch wieder gemeinsam mit dem Glatzen-Bachelor im TV auf der Couch landet und parallel dazu die Online-Shops leerräumt.

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Ich heiße Julia und ich bin ein Reiseplanungsfreak

Reiseplanung / www.fanfarella.at

Wenn einer eine Reise macht, dann packt er seinen Koffer und haut ab. Bei mir läuft das etwas anders. Fürs Abhauen brauche ich schon etwas Vorbereitungszeit, immerhin muss ich schon genau wissen, wann ich denn von Zuhause losfahren muss, um mit meinem exakt abgewogenen Gepäck gleich zum richtigen Gate zu kommen. Am Urlaubsort angekommen, habe ich bereits einen Schlachtplan, wie ich am schnellsten und günstigsten zum Hotel komme und wo die geheimen Taxis stehen, die einem um die Hälfte billiger ins Zentrum bringen. Die Auswahl des Hotel unterliegt ganz besonderer Kriterien und basiert auf wochenlanger Online-Recherche, wobei Wlan nur eines der wichtigsten Kriterien ist. Aber wie viele Zimmer hat das Hotel genau, wie lange braucht man laut Google Maps zum Strand/Zentrum/Shopping Paradies und ist das Hotel eh auf der Westseite gelegen, damit das geplante Sundowner Dinner tatsächlich mit einem Sonnenuntergang gekrönt wird?

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