Hello Monday! Wer will mit mir schlafen?

by

20121008-135641.jpg

Das bedeutet Krieg! Wer mir meine Decke stiehlt, der stiehlt mir meine Embriostellung. Und wer mir die stiehlt, der stiehlt mir meine Träume nach endlosen mit Schokobananebäumen gesäumten Punschkrapfenstraßen. So, oder so ähnlich könnte das Leiden meines Bettgenossen aka bessere Hälfte lauten. Also nicht meines. Denn der gemeine Bettdeckendiebstahl geht somit auf meine Kappe. Nacht für Nacht. Rücksichtslos, gedankenlos und wiederholt. Mit mir ist also nicht gut schlafen, wenn man Wert auf eine Bettdecke legt. Zum Glück zählen ja im Bett auch noch andere Werte, puh.

Wenn es darum geht genügend Platz in einem Bett zu haben, um seine unruhigen Träume auch motorisch ausführen zu können, so geht dieser Punkt ebenfalls an mich. Und an meinen Hund. Während ich im Laufe der Nacht immer schräger im Bett liege, sucht sich der Hund seinen Platz genau zwischen meinem Liebsten und mir. Das Ergebnis: Mein Hund hat es kuschelig warm, eingequetscht zwischen zwei Körpern und ich schlafe immer noch so, als wäre ich Single und hätte das ganze Bett für mich alleine. Klar, er könnte sich leicht beengt fühlen, andererseits kann er sich doch glücklich schätzen, dass ich seine Nähe suche. Ist also ein Ausdruck meiner Zuneigung zu ihm, weshalb ich mich an ihn kuschel. Oder ihn an den Abgrund des Bettrandes, hinab zum Bettvorleger, und hinüber auf die ursprünglich meinige Bettseite treibe.

Man könnte meinen, hier geht eindeutig einer als Sieger aus dem Krieg hervor und es gibt einen klaren Verlierer. Aber hier habt ihr die Rechnung ohne die Schlafengeh und Aufstehzeiten meines Bettgenossens gemacht. Dieser geht nämlich spät schlafen und steht früh auf. Als hätte er einen Kernreaktor irgendwo versteckt, der ihm heimlich Energie spendet, während ich mitten in der Tiefschlafphase stecke und anstelle von Schokobananenbaumalleen von Toffiffee-Rosenteichen träume. Und dann läutet der Kack-Wecker zwei Stunden bevor ich das erste Mal einen Gedanken ans Aufwachen verschwende. Einmal läutet er, zweimal läutet er, DREIMAL läutet er! Verdammt noch mal, kann jemand diesem Teufelsgerät den Gnadenschuß erteilen? Endlich steht er auf und ich darf noch ein bisschen dösen. Nicht bis mein Wecker läutet, sondern bis der Herr seine Straßenschuhe anzieht. Ungefähr 10 Minuten bevor er aus der Haustür geht und lautstark in der Wohnung auf und ab stapft. Zehn heilige Minuten!!! So hört sich also Rache an…

Diese und mehrere Kolumnen von mir findet ihr unter “Hello Monday” auf Styleranking!

Bild via

No tags 0
1 Response
  • Macs in the City
    Oktober 10, 2012

    Ha; wieder Mal eine dieser geistreichen, humorvollen Hello-Mondays – love it! Schatzi und ich stehen im Grunde zeitgleich auf – meistens er ein bisschen früher, um die Kaffeemaschine anzuwerfen und die Stubentiger zu füttern. Aber was das Überhören des Weckers (der natürlich auf seiner Seite liegt) angeht, ist er Weltklasse. Wenn es mir zu bunt wird, bzw. die beiden Fellmonster zu sehr nerven, hüpf ich halt als erste auf; kommt aber nicht allzu oft vor. :D

What do you think?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.