Fanfarella
Life & Styleblog von Julia Schicho

Warum ich mich bei Germanys next Topmodel nicht bewerben kann


DSC08056klklDie Grundvoraussetzung einen Fuß vor den anderen zu setzen erfülle ich, ich kann auch ganz hysterisch zu weinen anfangen, wenn mich jemand als falsch bezeichnet und beim Zickenterror wäre ich ganz vorne mit dabei, versündige mich und keife die Tussi, „die mich von Beginn an kopiert“ mit „du dickes Mädchen“ an. Ich bin ein Multitasking-Naturtalent – kann gehen, atmen und die Augen offen halten, ich stürze mich vom Bungeeturm in die Tiefe und tauche unter Wasser ohne mit den Wimpern zu zucken, ich mutiere zum Männertraum und pose halbnackt in den Straßen von New York, lasse mich mit kaltem Wasser berieseln und hoffe eine Lungenentzündung zu bekommen – um dann nur umso mehr Gas zu geben, ich mache ordinäre Posen im Doppeldeckerbus an den Stangen, lasse meine Nippel bunt bemalen und mich mit Schokosauce übergießen, kuschle mit einer Würgeschlange und laufe auf Luftmatratzen übers Wasser, damit auch wirklich alle was zu Lachen haben. Beim Umstyling dürfen sie meine Haare gerne raspelkurz abschneiden, rot färben und mich als T-Shirt verkleidet zum Kik-Shooting schicken. Meine Mappe werde ich natürlich nie vergessen, dafür brav die der anderen verstecken. Ich verspreche, heiliges Indianer-Ehrenwort, ich werde bei der Entscheidungsansprach von Heidi nicht brüllen „NA MACH SCHON UND RÜCK RAUS MIT DER SPRACHE!“ Wenn es der Quote hilft, dann würde ich mich opfern und mit dem männlichen Model am Strand herummachen, mit meinem imaginären Freund Schluss machen, meine Bikinifigur und Cellulite am Sunset Boulvard allen Schaulustigen präsentieren, mit Heidis Louboutin Schuhen den Laufsteg auf und ab staksen, den Vogerltanz aufführen und mit Q knutschen. Und zu allerletzt: Ich hab einfach das Zeug dazu, wie ihr euch am Foto selbst überzeugen könnt!

Sehen wir also den Tatsachen ins Augen – ich bin die perfekte GNTM-Kandidatin! Aber, da war doch was, warum ich mich nicht bewerben kann, was mir leider TOTAL gegen den Strich geht und weswegen ich mich bevormundet, entmachtet, gedemütigt und ungerechtfertigt behandelt fühle:

Die Schweine, die sammeln da die Handys ein!

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