Traveldiary: 10 Tage Bali und zurück

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Traveldiary: 10 Tage Bali

 

B

ali stand eigentlich nie auf unserer Travel-Bucket-List und auch der Lobesgesang von vielen Freunden und Bekannten über diese Insel, ließ mich nicht neugierig werden. Bali schien mir von Menschen geradezu überlaufen, wenn schon so viele dort waren. Dass es Bali wurde, haben der Reisetermin und auch unser Budget entschieden. Was für wenig aufregende Gründe sich für eine Destination zu entscheiden, für die so viele Herzen höher schlagen. Um dem Ende vorwegzugreifen: Ich kann nun verstehen, weshalb der Typ neben uns im Flieger voller Vorfreude eröffnete, dass er bereits zum 4. Mal nach Bali fliegt. Wer so oft zur gleichen Destination fliegt, der ist entweder sehr einfach gestrickt und begnügt sich mit dem, was er kennt oder, es ist dort einfach verdammt toll. Letzteres trifft auf Bali zu, falls jemand noch Zweifel haben sollte.

Meine Vorfreude auf Bali steigerte sich mit meiner Reiseplanung. Leicht überfordert gab ich auf, allzu viel im Voraus zu planen, was wirklich ungewöhnlich ist. Eine, die normalerweise eine Excel-Tabelle für jeden Urlaubstag anlegt, zwang Bali still und heimlich in ein ungeplantes Urlaubsabenteuer.

Es gibt einfach so unglaublich viel zu entdecken, dass 10 Tage nicht ausreichen. Nichtmal ansatzweise.
Deshalb entschied ich mich, diesen Urlaub mit den Tripadvisor-Favoriten zu organisieren und favorisierte wild durcheinander Sightseeingspots, Restaurants, Touren, usw. Vor Ort half uns das dann ob der Fülle doch ein wenig, aber im Grunde genommen, haben wir uns sehr treiben lassen. Nach einem längeren Zwischenstopp in Singapur startete unser kleines Baliabenteuer mit drei Nächten in Ubud. Unser Fahrer Komang holte uns vom Flughafen ab und da wir ihn recht sympathisch fanden, haben wir ihn dann gleich für die nächsten Tage als Fahrer weitergebucht.Gemeinsam stellten wir dann eine recht gemütliche Route zusammen und düsten durch die Dörfer von einem Tempel zum nächsten.
Abends schlenderten wir durch Ubud, aßen fantastisch (Top: Ibu Rai und Cafe Wayan), shoppten ein bisschen und sahen uns einen Frauen Kecak und Fire Dance an. Übernachtet haben wir in dem kleinem Hotel Graha Moding, das etwas außerhalb von Ubud lag, aber jeweils 2x täglich einen Shuttleservice nach Ubud und retour anbietet. Wir schliefen im großen Holzhaus im oberen Stock und in der Früh wurde uns das Frühstück auf der Terrasse mit Blick auf den Dschungel serviert – wirklich traumhaft!

 

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Weiter ging es dann nach Pekutatan, an einen schwarzen Sandstrand! Eine meiner besten Freundinnen verbrachte dort einen Teil ihres Honeymoons und sie hat mich auf den Geschmack gebracht, einen weißen Strand mal gegen einen schwarzen einzutauschen. Gut wars, denn der Strand war die meiste Zeit menschenleer, nur abends kamen ein paar Fischer und Jugendliche auf ihren Mopeds an den Strand. Genau so soll für mich Strandurlaub aussehen: Keine Menschenmassen, keine großen Hotelketten die alles zubetonieren und ein wildes Meer mit einsamen Sonnenuntergängen. Unser kleines aber feines Hotel, das Kelapa Retreat, war das einzige an diesem Strand und auch das Dörfchen Pekutatan ist sehr verschlafen aber dafür authentisch, weshalb ich nur jenen einen Aufenthalt dort empfehlen würde, die Ruhe suchen und diese nur durch gelegentliches Bodyboarden unterbrechen wollen, denn dieser Ort ist sehr abgelegen und die meisten bekannten Tempel und Sightseeingspots sind weit entfernt. Oder ihr seid Surfer, dann ist dieser Spot für euch auch interessant, denn das nahe gelegene Medewi ist angeblich einer DER Surfspots von Bali und bietet offenbar die längste linke Welle dort. Wir haben es geliebt dort und werden bestimmt wiederkommen!

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Unser letzter Stop war Jimbaran, ein deutlich touristischerer Ort, aber noch mit Atmosphäre am Strand meiner Meinung nach, wo nämlich immer noch lokales Leben stattfindet. Viele Fischer leben dort und ihre Boote stehen in Reih und Glied am Strand entlang. Abends gibt es dann in den zahlreichen Strandlokalen frische Fische und Meeresfrüchte vom Grill und gratis dazu gibts wohl einen der schönsten Sonnenuntergänge der Insel. Das wissen auch die vielen asiatischen Brautpaare, die täglich zu diesem Strand pilgern, um Sonnenuntergangsfotos zu schießen. Aufpassen übrigens mit Sitzplätzen in der ersten Reihe der Strandlokale, die stehen bei Flut nämlich irgendwann im Wasser. Außerdem empfehle ich euch eher die Lokale in der Mitte des Jimbaran Beach und nicht jene im oberen Strandbereich.

Jimbaran Beach / Fanfarella / http://www.fanfarella.at/traveldiary-10-tage-bali-und-zurueckJimbaran Beach / Fanfarella / http://www.fanfarella.at/traveldiary-10-tage-bali-und-zurueckJimbaran Beach / Fanfarella / http://www.fanfarella.at/traveldiary-10-tage-bali-und-zurueckJimbaran Beach / Fanfarella / http://www.fanfarella.at/traveldiary-10-tage-bali-und-zurueckJimbaran Beach / Fanfarella / http://www.fanfarella.at/traveldiary-10-tage-bali-und-zurueck

Jimbaran Beach ist ziemlich lang und auf den ersten Blick hat man den Eindruck, dass ein Hotel neben dem anderen steht, aber das stimmt nicht. Zwischen den Hotels gibt es immer noch Bereiche die wild bewachsen sind oder wo einzelne Häuser stehen und dementsprechend gibt es auch ruhige Strandabschnitte, außerdem gibt es zahlreiche kleine Lokale, die die Atmosphäre auflockern. Wir machten einen kurzen Ausflug nach Nusa Dua und nahmen sehr schnell wieder Reißaus, weil dort tatsächlich eine Bettenhochburg neben der anderen steht und der Strand mit Liegen vollgepflastert ist.

 

Unser Highlight neben dem tollen Strand, war definitiv noch unser Hotel, das Kayumanis Jimbaran Private Estate & Spa. Wir hatten eine eigene Villa mit einem open air Wohnzimmer und Bad und einem traumhaft schönen Pool. Der Butlerservice brachte uns zu jeder Uhrzeit alles was wir wollten und sie waren so freundlich und zuvorkommend, wie ich es noch in keinem anderen Hotel erlebt hatte. Wir dachten ständig an unsere Hochzeitsreise, die um einiges teurer war, bei der wir aber nicht solch einen Service erlebt hatten. Da das Kayumanis in Jimbaran nicht direkt am Strand lag, konnten wir im Partnerhotel Belmond Puri Bali die Pool- und Strandanlage mitnutzen. Das Belmond war eigentlich unsere ursprüngliche erste Wahl gewesen, jedoch war unsere Wunschkategorie leider ausgebucht gewesen zu unserem Reisezeitraum. Als ich dann recherchierte, dass wir als Gäste des Kayumanis die Anlage des Belmond mitnutzen durften, war das für uns die perfekte Kombi. Wichtig zu wissen ist aber, dass dieses Angebot nur dann gilt, wenn das Belmond nicht ausgebucht ist.

Kayumanis Jimbaran Private Estate Hotel / Fanfarella / http://www.fanfarella.at/traveldiary-10-tage-bali-und-zurueckimg_6722Traveldiary: 10 Tage BaliTraveldiary: 10 Tage BaliTraveldiary: 10 Tage Bali

Ich kann nun sehr gut nachvollziehen, weshalb so viele mehrmals nach Bali kommen, denn diese 10 Tage waren einfach viel zu wenig und wir müssen unbedingt wieder zurück! Wir haben so viel von Ubud nicht entdecken können, der ganze hohe Norden ist noch offen und auch im Landesinneren gilt es noch vieles zu entdecken. Mein erster Kontakt mit Asien war Thailand und dieses Land hat mich etwas enttäuscht nach Hause geschickt. Bali aber, hat mich mit Asien wieder versöhnt, denn die Balinesen sind wohl eine der freundlichsten Menschen überhaupt. Egal wo und wann, uns wurde weitergeholfen, wir wurden freundlich begrüßt und obwohl Bali von Touristen geradezu überschwemmt wird in manchen Gegenden, werden sie immer noch mit offenen Armen empfangen.

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13 Responses
  • Lux und Poppy
    November 20, 2016

    Super schöner Reisebericht! Das macht echt Lust auf Bali!

  • Sarah
    November 20, 2016

    Oh wow das sieht einfach atemberaubend aus! Ich wollte damals auch nach Bali, wegen der Traumstrände. Die Frau im Reisebüro sagte dann aber dass es die nur auf Dom Rep gibt. Vielleicht nächstes Jahr im März zu meinem 30. Geburtstag 😊

  • Vicky
    November 21, 2016

    Wooow! irklich super schöne Eindrücke!! da will ich sofort wieder nach Bali! meine letzte Reise sind jetzt auch schon wieder 2 Jahre her. wie die Zeit doch vergeht…

    ❥ Vicky | The Golden BunInstagram TGB

  • Kathi
    November 21, 2016

    Bali steht glücklicherweise noch auf meiner Bucketlist, jedoch eigentlich nach Thailand… Jetzt gerade überlege ich allerdings ob ich die Ziele vielleicht tauschen sollte 😉 Denn eigentlich sollte es im nächsten Jahr nach Thailand gehen… Deine Bilder machen auf jeden Fall richtig Lust auf mehr!!!
    Liebst Kathi
    http://www.meetthehappygirl.com

  • Eva
    November 22, 2016

    Julia, du bist und bleibst für mich die „Grande Dame“ des Bloggens….deine Berichte sind so wunderbar – abseits von den ewig gleichen 5 Stern Hotel Reviews mit typischem „Bloggerfrühstück“. Ich mag deine Art des Reisens und wie du darüber berichtest – das macht sooo große Lust, den Koffer zu packen und in den nächsten Flieger zu steigen….
    Gerne würde ich viel mehr von dir lesen – du bist witzig, intelligent, voller Selbstironie und hebst dich mit deiner feinen Klinge zu schreiben von vielen Bloggerinnen, die zwar kommerziell sehr erfolgreich sind, ab.

    • Fanfarella
      November 23, 2016

      Hallo Eva, das ist wohl einer der liebsten Kommentare ever, vielen vielen Dank dafür und fürs Lesen!

  • Christine
    November 29, 2016

    Wow, das sieht echt traumhaft aus 🙂 Bali steht aufgrund der vielen Schwärmereien, die ich schon gehört habe, auch auf meiner Reiseliste und wird definitiv mein erstes Reiseziel in Asien. Danke für den tollen Bericht und die traumhaften Fotos!

  • Tine
    Dezember 24, 2016

    woooaw wie geil die Fotos geworden sind. Bali oder ähnliche tropische Inseln stehen bei mir für nächstes Jahr auch noch auf der BucketList. Ich wünsche Dir ein frohes Fest!

  • Isabell
    Juli 10, 2017

    Ich verfolge deinen Blog ja bereits seit einigen Jahren und muss sagen das ich deine Posts immer mit sehr viel Freude lese. Vor allem die Selbstironie, wie Eva schon gesagt hat, hebt dich aus der breiten Masse heraus. Ich hoffe das du bald wieder ganz viel Lust aufs Bloggen bekommst, ich vermisse deine Beitraege 😉
    LG Isi
    https://readheadwiththebedhead.blogspot.co.at/

  • Nina
    Juli 20, 2017

    Liebe Julia,
    Vielen Dank für den wundervollen Reisebericht! Ich hab zu Bali auch nie so den Hang gehabt, aber da gerade ein sehr lieber Freund von mir dort war und auch so begeistert war, sind meine Augen und Ohren dafür gerade wieder sehr offen. Nach deinem Blogpost jetzt umso mehr! Wir sind auch gerade am überlegen, wo wir unseren Honeymoon nächstes Jahr verbringen möchten – und bei den Bildern und deinen Erzählungen kommt Bali jetzt direkt auf die Liste.
    Vielen Dank dafür!
    Liebe Grüße, nina // http://www.yourockmylife.com

  • Valerie
    August 16, 2017

    Hallo Julia – deine Beiträge sind immer sehr interessant und wirklich eine gelungene Abwechslung zu den sonstigen schlecht geschriebenen Beiträgen auf anderen Blogs. Gerade der Beitrag über deine ersten Erfahrungen im FKK Bereich fand ich spannend und erheiternd. Danke.
    Was mich interessieren würde – wie viel hat eure Reise ca. gekostet??

    • Fanfarella
      August 16, 2017

      Danke Valerie für deine lieben Worte 🙂
      Wegen deiner Frage: Das kann ich dir so ganz genau nicht mehr sagen, außerdem haben wir ja einen Abstecher in Singapur hingelegt und deshalb war unser Flug auch eine Spur teurer als wenn man direkt nach Bali fliegen würde. Aber alleine die Hotels in Bali haben ca. 1500€ inkl. Frühstück gesamt gekostet und dann kommen noch die Flüge, Transfers und das Essen dazu. In Summe vielleicht 3.000€-3.300€

  • Sophie
    September 19, 2017

    Oh man. Bali ist ein absoluter Traum von mir! Wie gerne würde ich dort mal hin reisen… ich darf mir deine tollen Bilder gar nicht so lange angucken um nicht direkt ins größte Fernweh zu geraten! 😮

    Liebe Grüße <3

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