Fanfarella
Life & Styleblog von Julia Schicho

Weil ich will, dass es weitergeht


Ich habe lange und oft überlegt, was mein nächster Beitrag sein würde. Einige Wochen war es ruhig hier und das lag nicht daran, dass ich keine Lust hatte oder keine Zeit, sondern dass mir kein Thema würdig genug war, meinem letzten Beitrag zu folgen. Es fühlt sich falsch an, ein neues Rezept auszuprobieren, den 893. Shoppingtipp abzugeben oder witzige Text über die Hochzeit zu schreiben. Selbst Fotos von der Hochzeit habe ich als nicht würdig genug empfunden, denn das empfundene Glück an diesem Tag, stand für mich in einem zu krassen Unterschied, zu der Traurigkeit die ich während des Verfassens des Abschiedstextes von Fanfarella empfunden hatte. Und das, obwohl ich mittlerweile wieder viel lache, die Hochzeit dank so vieler toller Freunde und unseren Familien genießen konnte und den Neustart mit der neuen Wohnung als positiv aufregend erlebe. Es gibt zwar täglich Momente in denen ich nachdenklich werde und Fanfarella schrecklich vermisse, die schlimmen Bilder wieder im Kopf habe, aber ich will sie so nicht in Erinnerung haben, deshalb schüttle ich sie weg und zwinge mich, nur an die vielen schönen Momente zu denken. Stelle mir vor, sie wäre noch hier, leise über den Parkett trippelnd oder laut bellend, wenn es an der Tür klingelt...

In Gedenken an meine Fanfarella, meinen Schatten, meinen Augenstern


Heute vor einer Woche hast du deinen letzten Atemzug gemacht. Ich weiß leider nicht genau wann, ob es noch auf meinem Schoß im Vorzimmer war, auf der Straße während ich verzweifelt auf das Taxi gewartet habe oder auf der Fahrt zur Tierklinik. Es war ein schlimmer Tod für dich, den du nicht verdient hast, den kein Hund verdient hat und es tut mir so unendlich leid, dass ich in diesem Moment nicht auf dich aufgepasst habe, dich nicht retten konnte, obwohl ich es versucht habe, geschrien, gekämpft und viel zu spät auch um mich geschlagen habe.

Mein Hochzeitsknigge: 10 Tipps für Brautjungfern


Ich war bereits vier Mal Brautjungfer in meinem Leben, aber so richtig erkannt, was es bedeutet eine Brautjungfer zu sein, das habe ich erst bei den Hochzeiten von Sophie und Claudia. Und warum erst so spät? Weil es sich dabei 1. um langjährige Freundinnen handelte, die mir richtig am Herzen liegen, 2. ich persönlich die Bedeutung einer Hochzeit erst durch den richtigen Mann an meiner Seite verstehen konnte und 3. es mir schlicht und einfach niemand gesagt hat. Und das möchte ich nun gerne für jene tun, die vielleicht selbst zum ersten Mal Brautjungfer sind und weil ich es für die anderen zwei Bräute schade finde, dass ich da nicht mein Ganzes gegeben habe. Brautjungfer sein bedeutet nämlich nicht, einfach nur ein Kleid in einer bestimmten Farbe anzuziehen und den Gang zum Altar vor der Braut zu beschreiten.

Rezept: Kibbeh, Kubbe oder Köfte?


Wenn man mich fragt, was für zypriotisches Essen typisch ist, dann behaupte ich immer ganz schnell: Fleisch! Viel Fleisch und am liebsten Fleisch zu Fleisch. Auf einer zypriotischen Hochzeit von letztem Jahr, konnte ich die Gemüsebeilagen mit der Lupe suchen, dafür gab es gefühlt 10 verschiedene Fleischspeisen. Für meinen halbzypriotisch-stämmigen Freund sind Kubbes, sein liebstes zypriotisches Essen und bilden genau das ab, was ich mit Fleisch zu Fleisch essen meine: Es handelt sich dabei nämlich um konische Fleischbällchen, die mit Hackfleisch gefüllt sind und zusätzlich noch umhüllt sind von einer Hackfleisch-Bulgurmasse. Das wäre so, als würden wir unser Wiener Schnitzel, noch mit einem Schnitzel panieren. Oder ein Cordon Bleu vielleicht, wenn ichs mir recht überlege. Egal. In anderen Ländern kennt man Kubbe auch als Kibbeh oder Köfte und es gibt sie in vielen verschiedenen Varianten. Meine liebste Version ist aber definitiv jene mit Pinienkernen und Minze in der Füllung, die ich bereits ausprobiert habe und demnächst anlässlich zum Geburtstag meines Freundes wiederholen werde. Die Zubereitung fordert leider ein bisschen Geschicklichkeit, aber so wie ich meine Leser kennen, nehmt ihr die Herausforderung bestimmt an, stimmts?

Wenn ich mal nicht so glücklich bin


Glücklich sein, das muss man sein. Unglücklich sein, das bedeutet nicht stark genug zu sein, etwas daran zu ändern, denn wie heißt es so schön: Jeder ist seines Glückes eigener Schmied. Habe nur ich diesen Eindruck? Und ich rede hier nicht von Depressionen, sondern davon, dass man auch einfach mal unzufrieden ist über eine Situation oder keine Lust auf Glücklichsein hat und man sich lieber zu Hause verkriecht, die Jalousien runterlässt, keinen Gedanken darüber verschwendet, wie man denn in diese Situation geraten konnte und dort mal bleibt. Es hinnimmt, wie es gerade ist. Weils einfach gut tut in dem Moment. Aber man weiß, dass es so nicht bleiben wird.

Rezept: Heidelbeer-Basilikum-Limonade


Im Sommer gibts bei mir immer wieder mal gerne selbstgemachte Limonaden und zwar nicht, weil sie so viel gesünder sind, sondern weil sie einfach richtig lecker sind! Natürlich ist es einfach loszuziehen und eine fertige zu kaufen, aber wenn ihr sie selbst macht, dann wisst ihr was drin ist und irgendwie schmecken die viel mehr nach Sommer und Urlaub, findet ihr nicht? Deshalb suche ich auch immer auf jeder Getränkekarte selbstgemacht Limonaden und koste mich da dann durch. Vor einiger Zeit habe ich euch ein Rezept für die Grüntee-Zitronen-Limonade gezeigt und heute kommt die Heidelbeer-Basilikum-Limonade dran. Kling gut, schmeckt gut! Und hier kommt das Rezept.

Mein Hochzeitsknigge: 10 Dos und Don’ts für den Gast


Also ohne dass ich jetzt ein absoluter Profi bin was Hochzeiten betrifft, kommen seit meiner Verlobung doch recht viele Freunde und Bekannte auf mich zu, wenn sie Fragen haben zum Thema Hochzeit. Sei es betreffend Organisation, Outfit, Geschenke, Pflichten (ja die gibts auch) oder das generelle Verhalten. Deshalb gibt es eine kleine 4-teilige Serie, die ich plakativ Hochzeitsknigge nenne und für folgende Themenbereiche sein wird: Hochzeitsknigge für den Gast, die Trauzeugen, die Brautjungfern und die Poltergruppe bzw Junggesellinnenabschied-Gruppe. Heute starte ich mit dem Hochzeitsknigge für den Gast!

Verzweifelt gesucht: Goldene Brautschuhe


Manche Punkte bei der Hochzeitsplanung erledigen sich wie von selbst und passieren quasi im Vorbeigehen. Mein Brautkleid beispielsweise war gar nicht so kompliziert zu finden, auch wenn ich ein paar probiert hatte, Fotograf und Torte waren sofort klar und auch wer mich am großen Tag stylen wird. Aber ausgerechnet die vermeintlich kleinen Dinge, die Details, die entpuppen sich plötzlich als Herausforderung. Darunter fällt mein gesamter Schmuck und insbesondere meine Schuhe, von denen ich eine recht genaue Vorstellung habe: Sie müssen goldfarben sein, kein Keilabsatz und am liebsten ein Peeptoe oder eine Sandale. Klassische Brautschuhe kommen für mich absolut nicht in Frage somit.

Beziehungskiste: Den hast du aber gut erzogen!


Kennt ihr das eigentlich, wenn euch euer Liebster einen Gefallen tut oder er einfach nur toll ist und dann jemand kommentiert: "Na nicht schlecht, den hast du aber gut erzogen". Ich blicke daraufhin jedes Mal leicht dümmlich drein und frage mich, was wohl schief gelaufen ist im Leben meines Gegenübers, dass er der Überzeugung ist, mein Liebster tue das nicht freiwillig, sondern weil ich ihn mir zurechtgebogen habe. Wieso werde ich so eingeschätzt? Wieso wird Andreas so eingeschätzt? Sind wir nach außen hin kein so ein tolles, gleichberechtigtes und bedingungslos verliebtes Paar, - also das allertollste Paar überhaupt, you know - wie ich uns sehe? Ich will ja nicht abstreiten, dass Frauen ihre Männer in manchen Bereichen versuchen zu optimieren - ich sage nur Kurzarmhemden und Tischmanieren - aber sorry Leute, mein Freund liebt mich einfach so sehr, dass er das alles ganz freiwillig macht. In your face!

Do it yourself: Weil es noch ein DIY für Flowercrowns braucht!


Ja braucht es denn tatsächlich noch ein DIY für Flowercrowns? Gibt es denn nicht schon genügende davon? Egal! Meine sind nämlich ganz besonders toll geworden, jawohl, und von tollen Dingen kann niemand genug bekommen, stimmts? Und schon gar nicht von tollen Dingen, die ich mache, oder? Sagt ja! Ja? Ja! Sehr gut, wusste ichs doch.