Mein Hochzeitsknigge: 10 Dos und Don’ts für den Gast

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Also ohne dass ich jetzt ein absoluter Profi bin was Hochzeiten betrifft, kommen seit meiner Verlobung doch recht viele Freunde und Bekannte auf mich zu, wenn sie Fragen haben zum Thema Hochzeit. Sei es betreffend Organisation, Outfit, Geschenke, Pflichten (ja die gibts auch) oder das generelle Verhalten. Deshalb gibt es eine kleine 4-teilige Serie, die ich plakativ Hochzeitsknigge nenne und für folgende Themenbereiche sein wird: Hochzeitsknigge für den Gast, die Trauzeugen, die Brautjungfern und die Poltergruppe bzw Junggesellinnenabschied-Gruppe. Für Braut oder Bräutigam lasse ich das bewusst weg, weil da kenn ich mich noch gar nicht aus, wie ihr euch gut vorstellen könnt. Und weil ich einfach schon am häufigsten Gast auf einer Hochzeit war und mich momentan hauptsächlich Gäste immer wieder Dinge fragen zu unserer Hochzeit und zu Hochzeiten wo sie eingeladen sind, starte ich heute – taraaa – mit dem Hochzeitsknigge für den Gast. Freue mich über euer Feedback, wie ihr das so seht oder ob ihr anderer Meinung seid!

1. Pünktlich zu- oder absagen
Wenn man eine Einladung erhält, dann kann man davon ausgehen, dass sich das Brautpaar tatsächlich wünscht, dass man kommt. Ja tatsächlich. Denn ein Brautpaar überlegt sich in der Regel recht gut, mit wem sie an ihrem Freudentag feiern wollen. Es ist somit eigentlich eine Ehre, dass man eingeladen ist und antwortet innerhalb der gesetzten Antwortfrist über den vom Brautpaar gewünschten Weg. Sei es per Antwortkarte, Mail, Website, Zuruf oder Rauchsignalen.

2. Wer kein +1 bekommen hat, fordert auch keines ein
Oft feiert das Brautpaar in einem räumlich begrenzten Rahmen und kann deshalb nur eine bestimmte Anzahl an Gästen einladen. Wenn du kein +1 auf deiner Einladung stehen hast, dann hat das seine Gründe. In der Regel werden die langjährigen Partner und natürlich Ehepartner soundso eingeladen, aber nur weil du Single bist und dich unter all den Pärchen nicht wohl fühlst, heißt das nicht, dass du jetzt eine Zufallsbekanntschaft mitnehmen sollst. Singletische sind soundso aus der Mode gekommen und ich bin mir sicher, dass jedes Brautpaar einen tollen Gesprächspartner an die Seite eines jeden Singles setzt.

3. Dresscode
Bei manchen Hochzeiten wird um das Einhalten eines Dresscodes gebeten und ganz ehrlich: Ich finde das toll, so lange er nicht zu sehr einschränkt. Eine Mittelalterhochzeit würde da dazugehören bspw. Aber wenn sich das Brautpaar wünscht, dass alle im Vintage-Style kommen, find ich das spitze und sollte man zu Ehren des Paares auch umsetzen. Und wenn das Paar will, dass man in weiß kommt, dann zieht man was Weißes an und nichts Cremefarbenes oder Pastellrosafarbenes oder etwas mit schwarzen Kontraststreifen.
Dass man nicht in Jeans und T-Shirt kommt, oder in einem langen weißen Kleid, das liegt glaube ich auf der Hand – es sei denn, das Paar sagt explizit, dass das so in Ordnung ist. Und wer auf Nummer sicher gehen will, trägt keine enganliegenden Kleider in knalligen Farben, die knapp unterm Popo enden.

4. Pünktlich
Das ist ein Punkt, bei dem ich mich selbst an der Nase nehmen muss, da ich bereits 2x unpünktlich zu einer Hochzeit erschienen bin – unverzeihlich! Ich schwöre es war nicht aus Trödelei, aber trotzdem ist es nicht in Ordnung. Deshalb unbedingt an die Uhrzeit halten, schon mindestens 15 Minuten vor Zeremoniebeginn ankommen und sollte man doch zu spät kommen, dann so reinschleichen, dass es niemandem auffällt. Viel Glück.

5. Voll dabei sein
Ja das kann etwas schwer sein bei einer etwas längeren kirchlichen Zeremonie. Musste mich selbst schon ein paar Mal zusammenreißen. Aber vergesst nicht: Es gibt Fotografen, die da herumschwirren und Videomenschen, die das aufzeichnen können, dass du gerade zum 10. Mal gähnst und total verträumt die bemalte Kirchendecke anstarrst. (Wie wohl das Gerüst ausgesehen haben muss, um da oben zu malen?)
Und wenn sich die engen Freude des Brautpaare eine richtig tolle Überraschungsaktion ausgedacht haben, bei der ihr mitmachen sollt, dann macht ihr da mit. So einfach ist das. Denn auch wenn es anfangs vielleicht etwas peinlich sein mag, ich garantiere euch, dass ihr Spaß haben werdet!

6. Nicht nörgeln
Es kann ja mal passieren, dass einem die Canapes beim Empfang nicht so munden, ja dann legt man das Stückchen bei Seite und nimmt einen großen Schluck aus dem Glas mit dem Gratis-Sekt drin. Und es kann natürlich auch sein, dass die Agape sich etwas zu lang hinzieht, aber auch da kann das Glas mit Gratis-Sekt helfen. Aber niemals, zieht man darüber vor Ort her und schon gar nicht bei anderen Gästen. Man weiß nie, ob grad die Mutter der Braut hinter einem steht und das alles mithört.

7. Das Brautkleid ist IMMER traumhaft schön
Genau, selbst wenn es abgrundtief hässlich ist und die Braut wohl eher eine Größe größer hätte wählen sollen. Niemals wird über das Brautkleider hergezogen und schon gar nicht vor Ort (siehe Punkt 6). Denn die Braut hat sich bestimmt viele Gedanken über das Kleid gemacht und sie ist der Meinung, dass sie traumhaft schön darin aussieht und deshalb ist eine Braut soundso immer traumhaft schön. Egal wie das Kleid aussieht. Und man macht der Braut immer ein Kompliment über das Kleid und wie toll sie in dem Kleid aussieht und wie sehr sie doch strahlt. Auswendig lernen und am 24.7. zu mir sagen. Bitte. Danke.

8. Geldgeschenke sind Geldgeschenke und keine Origami-Weltmeisterschaft
Wenn sich ein Brautpaar Geld wünscht, was heutzutage ja sehr oft der Fall ist, dann wünscht es sich Geld. Es wünscht sich keinen Betonsockel mit einbetonierten Golddukaten zum Rausmeißeln, es wünscht sich keinen Regenschirm mit herunterhängenden, wutzidutziwinzigklein zusammengerollten Geldscheinchen, keinen bald dahinsiechenden Bonsai mit schwebenden Origami-Kranichen oder eine Sandkiste mit lauter 50 Cent-Stücken zum raussieben. Ich sag euch wie das geht: Schöne Karte mit lieben Worten füllen, Geldschein reinlegen, ins Kuvert stecken, fertig. Gecheckt?
Und noch ein Zusatz zu der Höhe des Geldgeschenkes: Seit meine Hochzeitsplanung im vollen Gange ist weiß ich, dass ich in der Vergangenheit zu wenig geschenkt habe, nämlich 50€-70€ pro Nase. Wer also nicht gerade knapp bei Kasse ist, sollte diesen Betrag als Minimumbetrag betrachten, denn viele Brautpaare hoffen, mit diesen Geldgeschenken so viel wie möglich an Hochzeitskosten wieder reinzubekommen.
Edit: Ich habe mal gelesen, dass ein Brautpaar die Geldscheine umtauschen lassen mussten, weil vom vielen Falten die Sicherheitsmerkmale nicht mehr erkennbar waren, deshalb meine etwas pragmatische Sicht des Geldschenkens. Aber offenbar habe ich sehr bastelbegeisterte LeserInnen, die diesen Punkt ganz anders sehen und deshalb: Viel Spaß beim Basteln 😉
Und auch die Meinung zu der Höhe des Geldbetrages bei Geldgeschenken scheint recht zwiegespalten zu sein: Die einen sind dankbar dass jemand eine Summe nennt und andere finden es ein No-Go über Geld zu sprechen. Die Höhe basiert übrigens auf meinen Überlegungen immer zumindest meine Konsumationskosten bei einer Hochzeit abzudecken, also Essen und Getränke. Mein Antrieb war somit immer, das Brautpaar finanziell zu entlasten. Diesen Ansatz zu verurteilen kann ich nicht nachvollziehen. Jeder kann natürlich schenken was er will, wenn er denn überhaupt schenken will, denn mein erwähnter Geldbetrag ist ein „sollte“, aber kein muss. Weil: Geschenke sind ja in der Regel freiwillig und werden von Menschen gemacht, die dem Beschenkten eine Freude bereiten wollen.

9. Tanzmaus
Der größte Schrecken eines jeden Brautpaares ist, dass die Stimmung schlecht ist und die Tanzfläche leer bleibt. Jeder Gast sollte deshalb zumindest einmal auf der Tanzfläche gewesen sein und ein Tänzchen mit oder neben dem Brautpaar hingelegt haben. Etwas zur Stimmung beitragen und dem Brautpaar dadurch zeigen, dass man sich wirklich freut und mit ihm wirklich feiert und nicht nur da sitzt und futtert. Und wer weiß, vielleicht steckt die Stimmung ja an und man kommt gar nicht mehr von der Tanzfläche runter.

10. Der liebe Alkohol
Etwas über den Durst trinken, dagegen wird niemand was haben, deshalb hoch die Tassen! Aber schade wäre es schon, wenn man so viel trinkt, dass man sich dann gar nicht mehr daran erinnern kann, wie toll die Hochzeit doch war. Deshalb unbedingt mit dem Brautpaar und dem ganzen Tisch anstoßen, aber rechtzeitig die Bremse ziehen.

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36 Responses
  • Anja
    Mai 27, 2015

    Ein toller Beitrag und so wahr! Da freue ich mich schon auf die anderen Beiträge und sollte ich irgendwann mal heiraten, drucke ich am besten diese Liste mit aus und lege sie den Einladungen bei 😀
    Liebe Grüße, Anja
    http://www.modewahnsinn.de/

    • Fanfarella
      Mai 27, 2015

      haha na ich bin gespannt, ob sich da nicht ein paar auf die Füße getreten fühlen 😀 Sind zwar viele Punkte dabei, die eh selbstverständlich sind, aber man weiß ja nie 😉

  • Birgit
    Mai 27, 2015

    Ich muss leider dem Punkt 8. aus den Tiefen meines Herzens wiedersprechen – sorry! Man läd doch Gäste zu einer Hochzeit ein um mit ihnen diesen großartigen Tag zu feiern und nicht um Geld zu verdienen!!!!! Sicher, wenn man sich Geld wünscht ist ein Reisegutschein oder dergleichen nicht gangebracht, ein Gutschein ist kein Geld, aber kreativ gefaltete Geldscheine sollten kein Problem sein 😉 Münzen sind eines weil sie Kosten beim Eintauschen verursachen können, aber das ist auch noch ok.
    Wir haben selbst nie, nie, nie erwartet dass wir mit den Geschenken unsere Hochzeit finanzieren könnten, nicht einmal ansatzweise! Wir wollten einfach so feiern wie es uns gefällt und mit den Leuten die wir gerne haben, egal ob die jetzt nichts, einwenig oder gar viel (oder sogar viel zu viel) schenken konnten – eine Hochzeit ist doch nicht da um Geld zu verdienen … und wir haben die Leute auch nicht nach dem beurteilt was sie geschenkt haben – wie sie sich benommen haben ist eher hängen geblieben… – sorry, wenn man auf die Geldgeschenke angewiesen ist und daran die Wertschätzung für die Gäste aufhängt dann sollte man doch eher die Feier umplanen …
    Ach ja, und falls es ein Gästebuch gibt sollte man auf jeden Fall etwas hineinschreiben, auch wenn es nur „Danke für die Einladung ist“ und nicht herumdrucksen und sagen „nein, sowas mache ich prinzipiell nicht“, das kommt nicht gut an und bleibt beim Brautpaar sehr wohl hängen …
    Alles Liebe und gute Nerven für den Endspurt bis zur Hochzeit! Birgit

    • Fanfarella
      Mai 27, 2015

      Hi Birgit, ich stimme dir da voll zu, man sollte keine Hochzeit feiern um Geld zu verdienen, aber ich denke das ist eh eher unrealistisch, weil Hochzeiten sooo teuer sind. Auch unsere Hochzeit wird keinesfalls mit Geldgeschenken abgedeckt sein, aber wenn jemand was schenken will, dann wünschen wir uns Geld und ich finde da gar nichts daran auszusetzen. Ich finds toll, wenn man sich eine Hochzeit leisten kann, ohne auf Geldgeschenke angewiesen zu sein, aber meine Beobachtung ist leider, dass das oft nicht der Fall ist und eine Hochzeit dann auch manchmal mit vielen Kompromissen organisiert wird, damit die Geldgeschenke ausreichen könnten. Dass an der Höhe des Geldgeschenkes die Wertschätzung festgemacht wird habe ich zwar nicht geschrieben, aber fände ich auch schade. Vor allem weil ich das Gefühl habe in der Vergangenheit zuwenig geschenkt zu haben und das nicht heißen sollte, das ich das Brautpaar nicht wertschätzte.
      Und guter Hinweis mit dem Gästebuch! Stimmt, das ist auch wichtig!

      • Birgit
        Mai 27, 2015

        Liebe Julia, Geldgeschenke an sich sind in den meisten Fällen die besten Geschenke (sowohl für die Beschenkten als auch die Schenkenden), die wenigsten brauchen heute den fünfundzwanzigsten Suppentopf ;), nur waren bis jetzt die Hochzeiten die besten, die nach dem vorhandenen (oder auch nicht vorhandenen, um ehrlich zu bleiben) Kontostand ausgerichtet worden sind, nicht die nach dem „was würde ich mir gerne wünschen wollen“. Das Heiraten heute schon verdammt, verdammt teuer ist wenn man ein paar kleine (ok, können auch größere) Wunschvorstellungen hat, das ist mir bewusst (ich erinnere mich selbst an das tiefe – ok, sehr sehr tiefe Loch am Sparkonto nachdem alles gezahlt war, aber die Erinnerung ist unbezahlbar), aber ab und zu ist nach der Decke strecken die bessere Variante 😉 Und ich würde nie behaupten dass sich so eine Hochzeit von selbst bezahlt, so eine hätte ich auch gerne gehabt 😉 Noch dass man das Brautpaar nicht schätzt wenn man weniger herschenkt!! Auch hier kann nicht jeder aus dem Vollen schöpfen, aber positive Stimmung mitbringen ist immer gut, und sogar unbezahlbar für das Brautpaar! Ich durfte nur schon eine Hochzeit erleben bei der das über die Verhältnisse Feiern zu einem unrühmlichen Ende (der Hochzeit) geführt hat, vielleicht deswegen mein Roman zu dem Thema 😉 Liebe Grüße, Birgit

        • Fanfarella
          Mai 27, 2015

          Oje da hast du recht, verschulden sollte man sich bestenfalls nicht mit einer Hochzeit, da feiert es sich dann wahrscheinlich nicht so beschwingt. Aber möchte es trotzdem nicht verurteilen, wenn jemand sich bspw einen sg. Hochzeitskredit nimmt, damit dieser den besonderen Tag in einem besonderen Rahmen feiern kann. Danke dir jedenfalls für deine Meinung zu dem Thema 🙂

  • anonym
    Mai 27, 2015

    ‚Geldschein reinlegen, ins Kuvert stecken, fertig. Gecheckt?‘
    aber unfreundlicher gehts nicht oder? Ich sehe das Ganze nicht als einen Knigge, der allgemein auffassbar ist, sondern einfach als Befehle an deine Gäste, die zudem nicht besonders freundlich ausgedrückt sind.
    Wünsche dir trotzdem ne schöne Feier

    • Fanfarella
      Mai 27, 2015

      Ich fürchte das habe ich etwas unglücklich formuliert. Schreibe gerne etwas überspitzt und das ist offenbar übers Ziel geschossen, da es eine rein persönliche Meinung ist. Habe nämlich mal gelesen, dass ein Brautpaar ganz klein gefaltete Geldscheine umtauschen gehen mussten, weil die Echtheitsmerkmale defekt geworden sind und dass es eine richtig ungute Arbeit war, all die Beton/Gipsreste von den Münzen zu reinigen. Aber habe schon mitbekommen, dass es viele ganz toll finden, wenn sie Geld kreativ geschenkt bekommen.

  • anonym
    Mai 27, 2015

    Nimm es nicht persönlich, aber dein Ton ist total ätzend. Deine Gäste tun mir leid!
    Du willst Leute zwingen zu tanzen, dämlich Spiele mitzuspielen und schreibst auch noch vor, wie das Geldgeschenk verpackt sein soll. Hammer!
    Mit Leuten die durch die Geldgeschenke ihre Hochzeit finanzieren wollen, feiere ich erst gar nicht! Gott sei Dank, habe ich solche Freunde nicht!

    Viel Spaß bei deiner Feier!

    P.S. und wenn die Braut sch**** in ihrem Kleid aussieht, dann sage ich ihr auch nicht, dass sie toll aussieht, strahlt oder sonst was…

    • Fanfarella
      Mai 27, 2015

      Naja zwingen kann man natürlich niemanden, aber meiner Meinung nach wäre es sehr unhöflich bei einer Feier nur am Tisch zu sitzen und sich vielleicht sogar über die von dir genannten „dämlichen“ Spiele lustig zu machen. Vielleicht hat sich das Brautpaar ja so gewunschen, Freunde haben sich viele Mühe gemacht und Zeit investiert das vorzubereiten. Das Brautpaar hat sich vielleicht die Zeit genommen und viele Lieder rausgesucht, von denen sie hoffen, dass die Gäste Spaß haben und die Hochzeit in guter Erinnerung haben. Das zu würdigen gehört meiner Meinung nach zum guten Ton.
      Und ich kann dich natürlich auch nicht zwingen, ein Verständnis für Brautpaare zu haben, denen es finanziell nicht so gut geht und sich deshalb einen Geldbetrag wünschen.

    • Brigitte Nada-Elisa
      Mai 27, 2015

      Hallo anonym!
      Warum schreibst du anonym? Wenn man den Beitrag „sachlich“ betrachtet, kann darüber lauthals lachen. Ich finde nicht den Ton der Autorin ätzend, sondern das Verhalten von „anonym“. Durch die Anonymität erkennt man was du von deiner Äußerung hältst. Die Autorin spricht hier vollkommen klar aus was sich viele Menschen nicht trauen so offen auf dem Tisch zu legen. Eine Braut kann niemals Sch … aussehen. Sie ist immer ein Abbild der Schönheit. Danke Julia

      • Fanfarella
        Mai 27, 2015

        Danke dir und ich habe tatsächlich von ein paar Bräuten schon Feedback bekommen, dass sie es gut finden, dass ich das angesprochen habe. Kann mir aber auch gut vorstellen, dass einige das anders sehen, immerhin ist ja jede Hochzeit anders und das hätte ich wohl noch berücksichtigen sollen.

  • Lena
    Mai 27, 2015

    Ich lese deinen blog schon sehr lange, mochte ihn immer sehr, aber heute bin ich geschockt!

    Bitte mindestens 100 € (50-70 sagtest du ja, seien zu wenig) in einen Umschlag stecken und gut…? Und als Begründung „eine Hochzeit ist teuer“ ? Und deshalb sollen die Gäste jetzt quasi „Eintritt zahlen“? Eure Unkosten relativieren? Euch gar zu einem Plus in der Bilanz verhelfen?

    Ich fand dich immer so sympatisch, ich jetzt bin total geschockt. Dass das ganz extrem schlechtes Benehmen ist, weisst du sicher selbst. Klar – euer Fest eure Regeln, und wenn mit Eintrittsgeld. Hoffentlich kommt keiner auf die Idee sich Gedanken zu machen und dir mit Liebe etwas wirklich Schönes, Passendes zu schenken… Muss die Person dann draussen bleiben?

    Trotzdem, hab ein schönes Fest. Aber denk daran; die glücklichsten Momente lassen sich nicht planen, indem man anderen ihre Reaktionen schon aufdiktiert. Dann hättest du besser Schauspiler bestellt (aber die Kosten ja Geld…). Ich hoffe es wird dennoch wunderschön und du wieder ein wenig charmanter wenn sich die Aufregung gelegt hat.

    • Fanfarella
      Mai 27, 2015

      Hallo Lena, das tut mir natürlich leid dass du geschockt bist und ich muss zugeben, dass ich mich missverstanden fühle und ich deinen Gedankengang nicht ganz folgen kann. Ich gehe bei dem Punkt Geschenke davon aus, dass die Gäste Freunde sind und gerne etwas schenken wollen. Denn ich als Gast – und diese Liste bezieht sich auf meine Erfahrungen als Gast – möchte jedenfalls zu einer Hochzeit meinen Freunden etwas schenken und am liebsten schenke ich etwas, das benötigt wird. Aber so sehe ich das auch bei Geburtstagen und Weihnachten, bin da vielleicht etwas pragmatischer 😀 Und wenn das Geld ist, das das Brautpaar sich wünscht um ihre Hochzeit oder Hochzeitsreise zu bezahlen, dann schenke ich es noch viel lieber, weil ich weiß, dass es Sinn macht. Wieso wird ein Geldgeschenk abgewertet, wenn es dem Zweck dient, die Hochzeit finanziell zu unterstützen? Ist das wirklich so ein Tabuthema? Und wie ich schon geschrieben habe, wenn wer knapp bei Kasse ist, dann ist das was anderes. Ich freue mich jedenfalls einen Beitrag beizusteuern und das hat nichts mit „Eintrittsgeld“ zutun, habe nicht geschrieben dass Gäste ohne Geschenke wieder kehrtmachen müssen, wobei ein Geschenk angebracht ist aber natürlich freiwillig! Und wenn das Paar alles hat und es sich wünscht, dass man anstelle eines Geschenkes lieber spendet, dann finde ich das auch toll und spende Geld.
      Möchte aber natürlich für deine Meinung danken und hoffe, dass ich dir meine Sicht der Dinge etwas besser vermitteln konnte, als in dem kurzen Absatz im Blogpost, der bewusst etwas überspitzt formuliert war 🙂

      • annika
        Mai 29, 2015

        Mein Gott, man kann aber auch alles stocksteif und humorlos ernst nehmen! Lass dich bitte nicht verunsichern, liebe Julia! Dein Beitrag ist mit Sarkasmus geschrieben und wer deinen Blog schon länger liest, kennt dich auch so. Ich finde (als sehr seltener Hochzeitsgast) deine Tipps sehr praktisch und zum Teil finde ich sie auch selbstverständlich. Natürlich sollte man während der Hochzeit nicht wie sieben Tage Regenwetter am Tisch herumsitzen und keinen Schritt auf die Tanzfläche tun. Das Brautpaar wünscht sich, dass die Hochzeit der schönste Tag des Lebens wird und nachdem man zu jenem idealerweise eine innige Beziehung hat, wird man auch versuchen, seinen Teil dazu beizutragen und halt einfach bei dem depperten Partyspiel mitzuspielen. Und, seien wir uns ehrlich: Kein Brautpaar wird einen Gast verschmähen oder ihn der Festtafel verweisen, wenn er aus gutem Grund nur ein kleines Geschenk machen konnte. Man weiß ja im Normalfall in etwa um die ökonomischen Umstände seiner Gäste Bescheid. Das sollte dieser Beitrag auch sicherlich nicht ausdrücken, ich fasse den Punkt eher als Anleitung für Leute wie mich auf, die sich mit solchen Sachen einfach nicht wirklich auskennen.

        • Fanfarella
          Mai 29, 2015

          Hallo Annika, danke dir, das ist wirklich so nett von dir!! Und ich finde ein Schlüsselsatz von dir ist wirklich „…zu jenem idealerweise eine innige Beziehung hat, wird man auch versuchen, seinen Teil dazu beizutragen…“ Denn genau dann, sind die meisten Punkte soundso selbstverständlich denke ich.

    • Katrin W.
      September 26, 2015

      Ich komme aus Tirol und bei uns wird bei Hochzeiten “ gewiesen“. Das heisst man schenkt Geld in der Höhe von der Konsumation die man eigentlich bezahlen würde und legt sogar noch was drauf. Das verlangt bei uns die Sitte, das alte Ritual und der Anstand. Ich machte die Erfahrung bei der Hochzeit meiner Freundin, dass eine eingeladene Familie (also Mutter, Vater, ihre 2 Erwachsenen Kinder mit ihren 2 erwachsenen Partnern und ihren insgesamt 3 Kindern) NUR 50 Euro gewiesen haben.Also für 9 Personen nur 50 Euro! !! Und das meine Freunde steht in keiner Relation und ist einfach dreist und unverschämt. Wenn es den Gästen nicht Wert ist, bei einem lange geplanten tollen Fest Bestandteil zu sein und auch noch etwas dazu beitragen dass das Brautpaar auch danach noch eine Freude hat, soll lieber daheim bleiben. Denn ich kann nur für mich (als zukünftige Braut) sprechen wenn ich sage dass ich auf Gäste verzichte die nur kommen wollen weil sie einen Abend lang gratis (fr)essen und saufen wollen.

  • Claudia Noreia
    Mai 27, 2015

    hallo julia,

    ich freue mich schon sehr, gast auf eurer hochzeit zu sein! (hab ja auch brav zeitgerecht zugesagt 😉

    ich selbst war schon oft gast auf hochzeiten und lehne für mich diese art der verbindung ab – bzw. eben auch diese diskussionen um eine feier, die im prinzip nur 2 menschen betreffen, die eine entscheidung zu treffen haben, was für sie witzig, leicht und schön ist, was das feiern betrifft.

    ich danke dir für die klare ansage. ich war immer der meinung, dass ich lieber mehr scheinchen in das kuvert legen möchte, als 30-40 euro für das rundherum auszugeben und das wahre geschenk – nämlich eben die lieben kleinen süßen bunten geldscheinchen – zu kürzen. (für regenschirm, bonsai und co..)

    was die unterhaltung der gäste betrifft, aber auch die unterhaltung von braut und bräutigam sage ich ganz klar: ich entscheide mich auf eine hochzeit zu gehen um zu feiern. oder geht jemand ins theater, weil er schnitzel essen möchte???!!!???

    also einfach inneres kind oder den jugendlichen leichtsinn aus dem mottenschrank herausholen und ab geht die party – no risk no fun!!!!

    wir alle haben so viele stunden, tage, jahre, um herumzunörgeln und sich gedanken zu machen, was andere nicht anders machen sollten, wollten, könnten.

    lassen wir das NUR EINEN TAG BEISEITE – für das schönste fest, das es gibt – wenn 2 menschen ja zu ihrer einzigartigen liebe sagen!

    cu@the party

    • Fanfarella
      Mai 27, 2015

      Danke Claudia, ich freue mich auch schon darauf mit dir zu feiern 🙂 Und danke für deine Gedanken zu dem Thema!

  • Sandra
    Mai 28, 2015

    Liebe Julia!

    Ich find deinen Post so toll !! Werde ja selbst nächstes Jahr heiraten und finde es toll wie du dieses heikle Thema auf eine witzige Weise ansprichst – man merkt durchaus, dass du das mit viel Sarkasmus gemeint hast!

    Ich finde Origamie Geldkunst auch blöd – kleine Röllchen mit Geldscheinen sind auch das einzige was ich selbst jemals verschenkt habe! Geld wünschen finde ich auch ganz normal – machen wir auch so und da die Hochzeit genug kostet, werden wir uns von dem „geschenkten“ unsere Hochzeitsreise leisten. Man macht also jedem Brautpaar eine rießen Freude damit!

    Und ja jeder Gast sollte sich anständig verhalten – das ist DER Tag des Paares und ich finde, dass man sich das als Gast ruhig mal ein bisschen zurücknehmen kann und sich mit dem Brautpaar freuen kann!

    Jede Braut ist wunderschön – sie strahlt an diesem wunderbaren Tag einfach etwas bezauberndes aus und da kann man ruhig mal Komplimente machen, auch wenn vl das Brautkleid nicht jedem gefällt!

    Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und bei Hochzeiten gehen die Meinungen einfach extrem auseinander!

    Ich wünsche dir eine wunderbare Hochzeit, deinen Gästen und euch ein unvergesslich Fest und ich weiß, dass du eine wunderschöne Braut sein wirst ;)!

    Alles Liebe für eure gemeinsame Zukunft !!

    glg, Sandra

  • Grace
    Mai 28, 2015

    Hallo Ihr Lieben,
    als Julia’s Freundin ist es mir ein Anliegen, kurz ein paar Kleinigkeiten aufzuklären, in der Hoffnung richtig verstanden zu werden :).
    Es schein mir, als sollte der Geschenke-Punkt lediglich hervorheben, dass der Inhalt der Glückwunsch-Karte viel wichtiger ist als die Art und Weise wie das Geld überreicht wird. Mit ihrem Aufruf zum Tanz und zum Mitmachen ging es sicherlich darum aufzuzeigen, wie wichtig es einem Brautpaar ist, dass sich alle wohlfühlen und wie einfach es für den Gast sein kann, dies durch Mitmachen und Fröhlichkeit zu zeigen.
    Dass eine Braut immer traumhaft schön aussieht, ist irgendwie wirklich selbstverständlich. Sie ist glücklich und somit wunderschön, egal wie das Kleid geschnitten ist, und ich sehe keinen einzigen Grund dies als Gast in Frage zu stellen.

    Somit kann ich offiziell sagen, dass ich mich schon riesig auf die Hochzeit von Julia und Ihrem Liebsten freue und ich hoffe sehr, dass sie sich durch diese kleinen Mißverständnisse nicht kränken lassen, denn eines ist gewiss: Julia’s Freundinnen haben ihre Worte richtig verstanden und schätzen ihre Ehrlichkeit, denn genau dies ist es was bei vielen Feiern verloren geht: Authentizität.

  • Alexandra
    Mai 28, 2015

    Liebe Julia,

    ich bin momentan in der selben Situation wie du – als Braut-to-be sozusagen – und kann dir zu allen Gedanken nur vollstens zustimmen! Auch, dass du dich nicht scheust das Thema „Geldgeschenke“ anzusprechen finde ich super. Denn sind wir mal ehrlich, jemand der noch nie eine Hochzeit organisiert hat kann sich beim besten Willen nicht vorstellen wie unfassbar teuer das alles ist, auch wenn man nicht über seine „Verhältnisse“ plant. Um einige Kostenpunkte kommt man ja schließlich nicht herum, denn es ist einfach Fakt, dass alles, was in irgendeiner Weise mit dem Beiwort „Hochzeit“ tituliert wird schon mal 25% mehr kostet als sonst. Ist einfach so. Punkt.
    Und als Gast möchte ich doch gerne dem Brautpaar etwas schenken und wenn man über die Höhe des Geldgeschenkes diskutieren möchte, dann sollte man doch einfach mal folgende Rechnung anstellen:
    Man überlegt sich eine hübsche Location (vielleicht ähnlich der Hochzeitslocation des Brautpaares)zu der man einen Tagesausflug macht. Dann rechnet man sich einfach mal durch was es kosten würde, wenn man sich in dieser Location den ganzen Tag (bis spät in die Nacht) mit Essen und Trinken versorgt und das nicht zu knapp. Dann wird man feststellen, dass man kaum unter 70€ wegkommt. Und bei diesem Betrag sind übrigens nur die ganz normalen „Bewirtungskosten“ eingerechnet, da habe ich noch keinen tollen Tanzabend mit einer Live-Band oder einem Dj erlebt – nur mal so btw. Dementsprechend sind dann, meiner Meinung nach, 70€ eigentlich das Minimum, das in den Umschlag wandern sollte, hat dann aber mit Geschenk immer noch nichts zu tun sondern eher mit reiner „Kostendeckung“. Wenn ich aber etwas schenken möchte, dann sollte der Betrag doch eher in Richtung 100€ gehen.

    Ich habe das früher auch nicht gewusst, weil ich mir darüber einfach keine Gedanken gemacht habe und ich wäre dankbar gewesen wenn mir das einfach mal jemand genauso wie du erklärt oder gesagt hätte. Dann hätte ich dem Brautpaar nämlich auch ein Geschenk gemacht, dass angemessen gewesen wäre.
    Eine Hochzeit ist eben nicht mit einem normalen Fest zu vergleichen. Es ist ein Once-in-a-lifetime-Event, das mit sehr viel Aufwand organisiert wurde und da finde ich gebietet es der Anstand, dass man sich nicht auf Kosten des Brautpaares den ganzen Tag durchfuttert sondern dass man die Lebensentscheidung des Brautpaares feiert und sie mit einem finanziellen Beitrag unterstützt. Finde ich überhaupt nicht schlimm und es wird auch niemanden in den Ruin stürzen – das Brautpaar im Gegensatz womöglich schon, wenn es auf einem Großteil der Kosten „sitzen bleibt“.

    Also ich finde es gut, dass du es angesprochen hast und wenn es Brautpaare gibt, die den finanziellen „Support“ ihrer Freunde nicht nötig haben, dann ist das sehr, sehr schön für sie aber es haben leider nicht alle dieses Glück. Und ich finde die dürfen trotzdem festlich heiraten!

    Ich wünsche dir von Herzen ein schönes Fest und ich bin sicher das wird es auch werden!

    Alles Liebe,
    Alexandra

    • Birgit
      Mai 29, 2015

      und ich habe Einladung immer anders definiert als mit „Kostenbeteiligung“ – für mich ist eine Einladung immer noch ein bedingungsloses „kommt und feiert mit uns“ egal für welchen Anlass.
      Liebe Grüße, Birgit

    • Fanfarella
      Mai 30, 2015

      Hallo Alexandra, erstmal Gratulation zur Verlobung 🙂 Und danke für deinen ausführlichen Kommentar! Habe mir im Nachhinein Gedanken zu den kritischen Kommentaren gemacht und überlegt, wieso manche ein doch recht großes Problem damit zu haben scheinen, dass Brautpaare sich Geldgeschenke wünschen und diese dann für die Begleichung der Hochzeitskosten verwenden wollen. Eventuell liegt es ja auch daran, dass für doch sehr viele Menschen eine Hochzeit nicht besonders wichtig ist, nicht viel Geld dafür ausgeben wollen würden oder sich gar zu verschulden. Weil eine Hochzeit ja ein Fest der Liebe ist und nicht des Geldes. Und deshalb schenkt man dann vielleicht eher weniger gerne Geld. Da ist auch eine Aufschlüsselung der Kosten wie du sie gemacht hast, dann evt kein Argument dafür, sondern eher dagegen. Aber ich denke dass bei der Planung einer Hochzeit dann recht schnell auffallen wird, dass eine Hochzeit ein Fest der Liebe ist, das Geld kostet und man über sinnvolle Geschenke sehr dankbar ist.
      Wünsche dir jedenfalls eine ganz tolle Hochzeit und bin mir sicher, dass der Tag unvergesslich schön wird 🙂

      • Alexandra
        Juni 10, 2015

        Liebe Julia,

        das sehe ich ganz genaus so. Geld ist und bleibt ein schwieriges Thema egal ob bei Hochzeiten oder anderswo!

        So oder so: Ein Hoch auf die Liebe und die schönen Feste im Leben! 🙂

  • Eva
    Mai 29, 2015

    Liebe Julia,

    Ich finde diesen Post herrlich erfrischend – angenehm überspitzt und durchaus wahr.
    Ich verstehe nicht, warum sich so viele Leser hier offensichtlich an Kleinigkeiten aufhängen.
    Ich sehe es in Bezug auf die Geschenkefrage so: Das Geld, was ich dafür ausgebe um das Geldgeschenk professionell zu Origami Schwänen falten zu lassen, kann ich dem Brautpaar doch auch lieber direkt zukommen lassen. Eine schöne Glückwunschkarte mit liebgemeinten Wünschen ist doch auch eine Erinnerung, die bleibt, wenn so ein Bonsai etc. längst vertrocknet wäre, und die sich das Brautpaar auch noch Jahren gerne wieder anschaut. Über die Menge des Geldgeschenks muss natürlich jeder selbst entscheiden, je nach finanzieller Situation und Verbindung zum Brautpaar, aber gerade eine Hochzeit ist eigentlich der falsche Anlass um geizig zu sein.
    Und du hast auch in dem Punkt recht, dass eine Braut immer strahlend und wunderschön ist. Auch wenn das Kleid vielleicht nicht dem persönlichen Geschmack entspricht, ist es einfach ein Zeichen von guten Manieren ihr es an ihrem besonderen Tag nicht noch madig zu machen.
    Ich freue mich immer, solche Texte von dir zu lesen und finde es auch klasse, wie du mit der Kritik umgehst.
    Ich wünsche dir eine wunderbare Hochzeit und alles, alles Gute!
    Liebe Grüße,
    Eva

    • Fanfarella
      Mai 29, 2015

      Danke dir Eva für deine Meinung und ich freue mich dass dir mein Beitrag gefallen hat 🙂

  • Jitka
    Mai 29, 2015

    Hallo Julia,
    Ich fand deine To-Do-Liste super und musste schmunzeln beim lesen. Leider verging mir das Schmunzeln beim Kommentarelesen! Hilfe. Sehr, sehr schade, wenn man so missverstanden wird und der „lustig-überspitzte“ Ton nicht herausgelesen wird.
    Ich will dich aber ermuntern, weiter so zu schreiben und zu sein, wie du bist. Ich stimme dir definitiv in allen Punkten zu! Ich war selber auch schon oft Gast auf einer Party und habe leider einige Dinge nicht so gemacht, was ich auch bereut habe.
    Ich finde es wichtig und gut, dass du von jedem forderst er soll sich sich einbringen und voll dabei sein, ich finde das ist gerade unter den Deutschen (Österreichern?) leider zu selten der Fall. Sitzen, Futtern, bisschen nörgeln … das ist dann aber keine Hochzeit.
    Und zum Thema Geld: ich finde deine Maßstäbe schon recht gesund und angemessen. Man darf das auch so formulieren!!

    Weiter so!!

    Loebe Grüße, Jitka

    • Fanfarella
      Mai 29, 2015

      Danke für deinen aufmunternden Kommentar und freue mich, dass dir der Beitrag gefallen hat 🙂

  • Maria
    Juni 2, 2015

    Hallo,
    ich finde deine Beiträge auch immer schön zu lesen und kann mich deswegen der hier geäußerten Kritik grundsätzlich nicht anschließen. Dennoch bin ich mit dem Punkt der Geldgeschenke bei der Höhe nicht einverstanden. Denn was du und alle anderen übersehen, ist, dass auch der Gast einige Kosten hat. Und da ist das Geschenk nicht unbedingt das entscheidende. Ich muss zum Beispiel auch die Anfahrt und das Hotel bezahlen. Das läuft bei mir im Schnitt 70 Euro raus. Und dann soll ich noch ein Geschenk über 50 Euro bezahlen? Das sehe ich nicht ein und finde es auch anmaßend, das zu erwarten. Und ob jemand knapp bei Kasse ist, lässt sich nicht immer wissen. Denn jemand verdient vielleicht viel, aber muss z.B. einen Kredit für ein Haus abbezahlen. Ich finde, dass die Brautpaare mit gar nichts rechnen sollten. So können sie sich über alles freuen. Ich sehe es eher so, dass ich eine Veranstaltung für meine Freunde mache und die Anwesenheit macht mich glücklich. Man muss ja auch keine teure Hochzeit feiern, wenn sie es sich eigentlich gar nicht leisten wollen. Insgesamt finde ich es aber super, dass du zu deiner Meinung stehst und dich von negativen Reaktionen nicht abschrecken lässt.

  • klara
    Juni 8, 2015

    Also ich muss sagen, ich sehe es auch so wie Birgit: Wenn ich zu einem Fest einlade, möchte ich meine Gäste auch wirklich einladen – also etwas spendieren.

    Meine Schwester war im vergangenen Jahr auf zwei Hochzeiten eingeladen, zu denen sie einmal mit dem Zug und einmal mit dem Flugzeug anreisen musste, 2- bzw. 3-Tages-Programm. Wenn dann noch ein Kleidungsmotto ausgerufen wird, kommt mit Reise und Hotelkosten für Kind und Kegel (Hotel musste selbst bezahlt werden), Outfit und Geschenk eine Hochzeitsteilnahme schon auf stattliche Summen. Mittlerweile hofft sie schon, nicht mehr zu oft eingeladen zu werden.

    Da denke ich mir: Eine solche Hochzeit veranstalte ich nur, wenn ich a) weiss, dass alle meine Gäste finanziell gut aufgestellt sind oder b) ich sie auf Hotel usw. einladen kann.

    Das ist jetzt bei dir wahrscheinlich nicht der Fall, nur so meine Gedanken dazu…

    Ich wünsche dir eine wunderschöne Hochzeit!

  • Kristin
    Juni 17, 2015

    Liebe Julia,
    was für ein herrlicher Beitrag. Ich war bisher nur auf zwei Hochzeiten, ab diesem Sommer geht es aber fröhlich weiter und wir sind mehrmals eingeladen. Vielen Dank für die erfrischenden Worte und deine Ehrlichkeit. Genau diese Ehrlichkeit erwarte ich auch von Freunden, aber das liebe Geld wird leider noch oft tabuisiert.
    Habt eine ganz wundervolle Feier mit euren Freunden, die vielleicht hier mitlesen und den ein oder anderen Wink mit dem Zaunpfahl positiv auffassen und umfassen und sich keinesfalls auf den Schlips getreten fühlen.
    Alles Liebe, Kristin

  • Heidi
    August 12, 2015

    Ich finde die Liste toll und da ich selber bald heirate kann ich diese nur bejahen.
    Ich verstehe nicht, wieso sich hier manche wegen 50-70€ pro Kopf aufregen. Eine Hochzeit ist wirklich teuer. Und es soll ein Fest der Liebe für alle sein. Von Studenten oder Auszubildenden etc. erwartet man auch keine supereuren Geschenke. Aber so lange man nicht jeden Monat auf einer Hochzeit ist, sind 100€ pro Kopf normalerweise nicht zu viel.
    Ich stell es mir auch etwas frustrierend vor, wenn man beim Essen z.B. an alle Gäste denkt, sich für quasi jeden Gaumen was überlegt, die Musik auch ans Publikum anpasst etc. und man bekommt einen lieblosen kleinen Schein… Bitte vergesst nicht, es ist kein Geburtstag oder dergleichen.
    UND natürlich rechnet man mit gar nichts. Man besitzt das Geld für die Hochzeit und bezahlt diese anstandslos, d.h. aber nicht, dass ein Gast einen 10er in einen Umschlag packen sollte.

    • Karl
      Oktober 15, 2016

      Auch wenn drine Hochzeit schon lange her ist, kann ich es mir nicht verhalten zu deiner unverschämten Forderungsliste Stellung zu beziehen.
      Ich finde es letztklassig ein Hochzeit abzuhalten dich mir nicht leisten kann oder will und dann schon im Voraus meinen Gästen zu sagen wieviel und in welcher Form sie mich sponsern sollen!
      Wir haben ein Hochzeit gefeiert die damals nach unseren Möglichkeiten war uns haben nur Leute eingeladen die wir unbedingt dabei haben wollten.
      Auf die Einladung haben wir folgendes geschrieben:“Man lädt nicht ein zum Hochzeitsfest damit man sich beschenken lässt, darum lasst zuhaus die teuren Sachen, Freude könnt ihr durch euer Kommen machen“
      Damit konnte auch die Leute kommen die es nicht dicke hatten und brauchten kein schlechtes Gewissen haben. Wir haben uns über jeden Gast gefreut, manche haben uns etwas geschenkt, andere nicht. Alle hatten riesen Spaß und reden noch heute davon!
      Ich war schon auf Hochzeiten eingeladen bei denen ich mich gefragt habe, warum ich dort eingeladen bin – ich kannte das Brautpaar nicht sonderlich gut. Beim genauen hinsehen bekam man schnell das Gefühl dass einige Gäste nur eingeladen waren um die Einnahmen aufzubessern. Zu solchen Festen (das Phänomen gibts auch bei Geburtstagsfeiern udgl, nicht nur bei Hochzeiten) geh ich nicht – solche Leute können mir gestohlen bleiben.
      Ich hoffe deine Hochzeit war ein schönes Fest und die Einnahmen habrn gestimmt!
      Grüße Karl

  • M
    November 22, 2016

    Hallo zusammem.
    Also ich möchte etwas zu Punkt 5 sagen/fragen…..

    Wir haben dieses Jahr 2016 geheiratet und hatten rund 120 Gäste. Davon waren knapp 40 unsere Freunde der Rest Verwandte.

    Wir sind die 1. im Freundeskreis die geheiratet haben obwohl alle an die 30 sind.

    Ich muss ganz ehrlich noch sehr damit ärgern, beziehungsweise ich bin wirklich sehr enttäuscht… Dass Niemand, wirklich niemand unsere Freunde (Ansicht engen Freunde) sich eine nette Überraschung überlegt hat. Kein Spalier stehen, irgend eine lustige Einlage oder mal ein Spiel.
    NICHTS…

    Das bringt mich echt immer wieder nicht zum weinen.

    Also mein mann und unsere freunde kommen aus Salzburg.
    Ich komme aus Oberösterreich und ich selbst kenne es so dass man sich schon in der Gruppe abstimmt und zusammen etwas vorbereitet.
    Jeder hat doch daran Freude.

    Wir hatten auch einen Raum fürs „braut stehlen“ eingerichtet…. Dieser Raum wäre nicht genutzt worden hätte mich nicht meine taufpartin gegen 22h mit genommen.
    Die hat schon gemerkt das da nichts von unseren Freunden kommt.

    Ebenfalls aus der Affäre gezogen hat sich der Trauzeugen meines Mannes.
    Eigentlich wäre abgesprochen gewesen dass er durch den Abend führt und ein paar Punkte anspricht. Lieber hat er sich mit den andren Jungs betrunken wo dann zur späterer Stunde 1er auch noch mit Gläser herum geworfen hat.

    JETZT meine FRAGE an euch
    Reagiere ihr da über dass sich die Freunde nicht einfallen haben lassen und sich so gehen lassen oder war dad von unseren Freunden nicht angebracht?

    ( meine Schwestern haben sich super eingebracht und mich mit personalisieren Keksen und küchlein und einem weddingtree überrascht)

    LG

    • Fanfarella
      November 23, 2016

      Ich kann nachvollziehen, dass du traurig bist, aber ich würde an deiner Stelle versuche, mir den Tag, der sich um euch und eure Liebe drehte, nicht von deiner Erwartungshaltung an deine Freunde kaputtmachenzulassen. Erinnere dich stattdessen doch lieber an die vielen schönen Momente, die dich und deinen Mann verbinden und an die ihr euch ein Leben lang erinnert werdet, die gar nichts mit euren Freunden zutun haben. Meiner Erfahrung nach passiert sowas meist dann, wenn von den Freunden/Trauzeugen/Brautjungfern etc. noch niemand verheiratet ist oder Berührungspunkte zum Thema Heiraten eher gering sind bzw wenn man sich selbst so in eine Vorstellung der perfekten Hochzeit verrennt hat, dass die Erwartungshaltung an diesen Tag groß sind. Ich kann verstehen, dass ihr euch sowas gewunschen hättet, aber bei so vielen Leuten braucht es eine Person denke ich, die das leitet und organisiert und Leute einteilt. Aber der Tag ist vorbei und deshalb hilft auch kein hätte/wäre/wenn usw 😉

      Und ich würde mir auch nicht anmaßen zu behaupten, dass du übertreibst mit deinen Gefühlen. Das sind nunmal deine Empfindungen und wenn es so ist, dann ist es so. Du kannst den Ablauf des Tages aber leider nicht mehr ändern 🙁 Deshalb wäre es vielleicht eine Möglichkeit, das beste daraus zu machen und statt traurig zu sein, was alles nicht von deinen Erwartungen passiert ist, lieber glücklich und dankbar sein über all das, was passiert ist. Versuche vielleicht eine andere Sichtweise? Ich bin mir sicher, dass eure Hochzeit trotzdem schön war, sieh dir vielleicht die Fotos davon an und erinnere dich an das tolle Gefühl, als ihr zueinander Ja gesagt habt, denn im Grunde gehts ja darum, stimmt? 😉

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