Das Frühstücks-Dilemma

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Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Das hat doch schon Mama gesagt. Also sollten wir diesem auch eigentlich entsprechend Zeit schenken und es, wenn möglich, zelebrieren. Aber wie sieht es in der Welt aus, in der ich lebe? Da gibt’s Joghurt mit Honig und Früchten in der Früh. Liest sich natürlich total lecker, weil gesund – und gesund ist ja soooo in gerade. Aber wenn ich es mir aussuchen könnte, dann würde ich am liebsten jeden Tag so frühstücken, wie sonntags. Denn dann geht es meist auswärts zum Frühstücken.

Doch bis man zum tatsächlichen Sonntagsfrühstück kommt und es dann auch gebührend zelebrieren kann, braucht es Zeit. Man stellt sich den Wecker. Quasi schon als Einstimmung auf den Montag. Dann quält man sich aus dem Bett, um den 4 Tage im voraus reservierten Tisch auch ja pünktlich zu besetzen. Und dann erst mal unter die Dusche, damit man nicht wie aus dem Bett gefallen aussieht beim Frühstück. Und dann meldet sich viel zu früh der Hunger. Eigentlich würde ich ja an dieser Stelle die Kaffeemaschine anwerfen und mir zur Feier des Sonntags ein Croissant in den Backofen schieben. Das tu ich dann auch. Immerhin habe ich Hunger und muss mir noch ein casual Outfit raussuchen, das chic ist, aber nicht gezwungen aussieht. Ein Sonntagsoutfit eben, das gemütlich ist, aber nicht nach Couch-Potato aussieht. Und dann muss ich mich noch schminken. Nicht zu stark – es ist immerhin Sonntag – aber trotzdem ein bisschen, man bewegt sich ja in Gesellschaft. Frühstück ist also noch in langer Sicht, also her mit einem schnellen Croissant und einem Kapsel-Espresso.

Es ist 11:30 Uhr bis ich das Haus verlasse, auf dem Weg zum Frühstückslokal. Dort treffe ich mich mit einer Freundin. Die nicht pünktlich ist. Einen Latte Macchiato, ein Glas Orangensaft und ein paar verstaubte Schokodrops aus der Handtasche später, tanzt die Gute dann nicht minder frisch gestyled an und wir können bestellen. Und irgendwie, es ist mir ein Rätsel, bin ich plötzlich nicht mehr hungrig. Trotzdem wird groß bestellt, mit allem Firlefanz, den ich mir daheim nie zubereiten würde, aber ich bin jetzt geduscht, chic angezogen und geschminkt, sitze in netter Gesellschaft in einem Bobo-Lokal und dann bestelle ich eben mein „Earth“-Frühstück.

Und dann frühstückt man endlich. Also so richtig. Um 12:15 Uhr. Nachdem ich bereits gefrühstückt hatte. Und was gibt es? Joghurt mit Früchten, Honig und Müsli. Habe gerade ein Deja-vu…



7 Comments on Das Frühstücks-Dilemma

  1. somnııQ
    14. August 2012 at 14:48 (2 years ago)

    kuckuck! ich bin gerade über deinen blog gestolpert & erkenne mich in deinem sonntags-dilemma wieder… das schönste am tag – wird zum stress! freu mich deine neue leserin zu sein. vielleicht schaust ja auch mal bei mir vorbei: http://www.somniiQ.blogspot.com

    sent with love ♥ somnııQ

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  2. caro
    18. August 2012 at 09:53 (2 years ago)

    ich glaub, das einfachste ist, das fühstück dann eben doch als mittagessen zu sehen, und ein bissi später anfangen ;)

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  3. Svenja
    20. August 2012 at 01:29 (2 years ago)

    oh man. plan b, nächsten sonntag zuhause rührei mit schinken zubereiten und dazu frische brötchen? ist das beste, was einem frühstück passieren kann und wohl ein bisschen unkomplizierter :D

    http://irgendwomittendrin.blogspot.de/

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  4. Alice
    20. August 2012 at 13:24 (2 years ago)

    Na geh, so Bobo ist das Augustin doch gar nicht. Immerhin ist es im 15. Bezirk und der ist (noch) alles andere als Bobo ;)

    Deine Überschriften haben sich übrigens verflüchtigt.

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    • Fanfarella
      20. August 2012 at 17:45 (2 years ago)

      Ach diese Bobos, die breiten sich ungehindert aus :D
      Was meinst du denn mit “verflüchtigt”? Sind sie nicht sichtbar??

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  5. Veronique
    21. August 2012 at 13:45 (2 years ago)

    Witzig geschrieben.
    Auswärts frühstücken ist absolut nichts für mich. Ich habe morgens beim Frühstück am liebsten meinen Schlafanzug oder Schlafshirt an, stelle die Kaffeemaschine an, bereite alles vor und wir essen gemütlich (oder ich, wenn der Lieblingsmensch noch schläft). Alles andere wäre mir zu stressig und zu ungemütlich.

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  6. Susanne
    26. August 2012 at 18:43 (2 years ago)

    aaah du hast soo recht! deshalb- mach den ganzen firlefanz zuhaus mit der freundin dann hat man alles auf dem tisch was man mag und muss sich trotzdem nicht stylen. und wenn sie zu spät kommt, wird halt einfach angefangen^^

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