

“Wir gehen ins Theater, da bestellt man aus einer Karte sein Theaterstück in verschiedenen Separees. Willst du auch kommen?”"Ja klar!” Ich, rein in meine regenfeste Theaterkluft – intellektuelles schwarz-weiß, wasserfeste Heels und roter Lippenstift. Reaktionen von meinen Mädels bei der Ankunft: “Wohin gehst du denn nachher noch, dass du dich so aufgemaschelt hast?”"Äh, nirgendwohin, ist ja Theater, daher etwas hübscher und ich will meine neue Bluse ausführen. Außerdem, gehen wir nachher nichts Trinken?”"Getrunken wird dort.” Aha, hätte vielleicht vorher doch die Homepage www.mimamusch.at besuchen sollen, dann hätte ich gewusst, dass ich selbst mit meiner Couch-Potato-Kluft overdressed gewesen wäre.

Der Aufgang zu den Räumlichkeiten des “Theaters”
Am Ort des Geschehens, dem Ragnarhof im 16. Bezirk, angekommen, begrüßt uns ein freundliches Dreadlocks-Wickelkopftuch-Poncho-Dreitagebart-Kommitee, nimmt uns 6 Euro Eintritt ab und drückt uns Pokerspielgeld in die Hand. Gewinnen kann man eine mexikanische Tasche. Weiter geht’s in das mehrstöckige baufällige Haus, das aus meiner Sicht allen Sicherheitsbestimmungen und Brandschutzvorschriften widerspricht: Unebene Stiegen und Böden, lose Kabel, unfertige Wände, wackelige Gelände und Stiegenaufgänge, Türen die ins Bodenlose öffnen und Ausstattungen, die keinesfalls feuerfest sein können. Aber egal, no risk no fun und der allgegenwärte würzige “Spezial-Kräuterrauch-Duft” lässt es einem noch wurschtiger werden. (weiterlesen…)