Archive for the ‘Thoughts’ Category

Mit Handtaschen ist es so wie mit Männern

Bei Fashionpuppe bin ich gestern auf den Post “Die Handtaschenproblematik” gestoßen und wurde bei diesen Sätzen von der Muse geküsst:

“Und ich stelle mal die gewagte These auf, dass es die Eine und perfekte Tasche gar nicht für alle gibt. Die Auswahl und Vielfalt machts und gerade das ist es, was Frau antreibt Handtaschen zu kaufen. Oder ist es mit Handtaschen etwa so, wie mit Männern? Für die eine Frau ist diese Handtasche perfekt, die andere kann damit nichts anfangen…”

Aber wie ist es denn so mit den Männern, äh.. ich meine mit den Handtaschen?

  • Also ich besitze sie gerne. Es geht doch immer ums besitzen, oder? Man sieht sie, will sie, hat sie und manchmal merkt man dann plötzlich, dass sie gar nicht zu einem passt. Aber egal, man besitzt sie. Und wenn ich sie nicht geschenkt bekomme, dann kaufe ich sie mir. Letzteres trifft häufiger zu, geht einfacher und man bekommt was man wirklich will. Mensch, reich müsste man sein…
  • Es gibt Frauen, die Taschen sammeln. Sie können nicht genug davon bekommen. Eine nach der anderen. Na gut, manchmal auch mehrere gleichzeitig. Maßlosigkeit regiert. Zu jedem Anlaß muss eine her, immer passend, immer genau abgestimmt auf die Laune und Vorlieben. Keine Ahnung, fühle mich gar nicht angesprochen…
  • Und sie fotografieren und archivieren sie, stecken sie in Schutzhüllen oder drapieren sie in offenen Regalen, damit man sie immer ansehen kann, wenn man will. Bei Zeiten werden sie dann ausgeführt, und es fühlt sich dann an, als wäre es das erste Mal. Sind sie doch viel zu schade, um sie einfach wo verstauben zu lassen und sie der Vergangenheit zu überlassen. Mach ich natürlich nicht. Nein, also ich meine,… nicht in einem offenen Regal.
  • Rucksäcke sind praktisch, aber klammern, Clutches sind wunderschön und richtige Eyecatcher, aber gehen einem schnell verloren, die Klassiker sind teuer oder schwer zu finden, Modetaschen sind nur für eine Saison tragbar und danach will man sie nur noch loswerden, Kunstledertaschen sind Schwindler und Reisetaschen gehören einem nie alleine. Na toll, und welche soll man sich nun bitte zulegen? Wahrscheinlich alle, eine passt immer…
  • Jetzt geht’s den inneren Werten an den Henkel. In Handtaschen ist Geld drinnen! Flugtickets nach Paris, wenn man Glück hat. Ein Schlüssel zu einer Wohung. Mit einem Bett drinnen und einem Nachttischchen daneben mit ganz viel Spielzeug in der Lade. Manchmal mehr, manchmal weniger davon. Ich hoffe doch mehr, ich war noch nie in Paris und Spiele fand ich immer schon toll.
  • Und was macht man eigentlich mit Handtaschen? Ich benutze Handtaschen! Oh ja, wie ich es liebe sie zu benutzen! Immer dann, wenn ich sie will und sie können sich gar nicht wehren – das liegt nicht in ihrer Natur. Wenn ich mal so richtig im Öl bin, kanns passieren, dass es auch mal schmutzig wird, da kanns passieren, dass Wachs auf sie tropft oder Champagner über sie geschüttet wird. Am nächsten Tag, wenn ich mit einem Kater aufwache, sehe ich sie mir an, ärgere mich wie sie bei Tageslicht nun aussieht, aber ich erinnere ich mich auch, wieviel Spass ich hatte. Welche scheißteure, tolle Tasche muss ich mir bitte kaufen, die ich mal endlich wieder so richtig versauen kann????

Ok, es steht nun außer Frage, dass die These vorübergehend verifiziert ist.

Eine Muschi für die Muschi

Ha erwischt, ja da klickt ihr auf meinen Blog, wenn ihr diese Überschrift lest!

Es geht aber um etwas ganz Unspektakuläres, um Hello Kitty Klopapier nämlich. Warum ich das haben MUSSTE? Weil ich wohl eine der wenigen bin, die Hello Kitty wirklich scheiße findet und da kommt mir dieses Klopapier gerade richtig hrhr Habs in Österreich bei Bipa gekauft.

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PS: Jetzt verstehe ich wenn ich bei manchen Affilates Programmen aufgrund sexualisierter Sprache (?) nicht angenommen werde. Aber die Überschrift musste einfach sein. Hätte auch “Hello Kitty says hello to my Popschi” schreiben können, oder “Eine Katze auf Umwegen” oder “Hello Kitty fürn Arsch”,…

Wie plane ich einen Feldzug im Ausverkauf?

Ausverkauf. Das heißt Krieg. Strategischer Krieg. Kein Blitzkrieg. Jahrelange Erfahrung ist gefragt, wenn es um die Auswahl des passenden Kampfanzuges geht, ein geschultes Auge zum freien Erkennen der Schuhgrößen überlebenswichtig und Insiderinformation wann es die nächsten Reduktionen gibt unverzichtbar.
Wenn sich Horden von hysterischen Frauen um ein Paar Jimmy Choo beim H&M prügeln, dann belächle ich das. Geht es um den Start des Ausverkaufs bei Zara, stürze ich mich mitten rein ins Getümmel, beobachte argwöhnische meine Shopping-Konkurrentinnen, auf welche Teile sie denn ihr Auge geworfen haben und schieße vor ihnen zum Objekt der Begierde. Penisneid war gestern, Schnäppchenneid ist heute. Ein Feldzug muss geplant werden…

Nicht Geld ist Macht, sondern Information! Soll heißen, wer weiß, wann der Ausverkauf startet und wann die neuen Reduktionen kommen, steht ganz vorne an der Front. Über Facebook und Twitter bekommt man zwar den Start des Sales in der Regel mit, aber wann von 20 Prozent weniger, auf 50 Prozent weniger reduziert wird, das passiert fließend. Scheinbar! Was tun? Na an die Quelle gehen, man frage eine Verkäuferin. Gewissenhafte Verkäuferinnen werden mit der Information nicht so schnell rausrücken, daher ist psychologische Kriegsführung gefragt. Ihr ganz beiläufig ein bisschen zur Hand gehen, über die achtlosen Kunden herziehen, ihr tolles Make-up loben und wie arm sie sei im Ausverkauf arbeiten zu müssen. Verständnis zeigen. Und dann: “Ach, und dann kommen ja noch weitere Reduktionen, oder? Dann wird es noch viel schlimmer für dich. Weißt du vielleicht wann das sein wird?” Bingo!

Als semiprofessionelle Schnäppchenjägerin habe ich natürlich auch schon den perfekten Kampfanzug : Leggings, ein Oversizeshirt mit einem eng anliegenden Shirt darunter, ein Taillengürtel, an dem man die Kleiderbügel mit der Beute hängen kann und natürlich flache Schuhe. Röcke und Hosen können schnell über die Leggins auch außerhalb einer Kabine probiert werden. Falls man sich doch bei der Kabine eine Stunde anstellen möchte, um dann in der nach Käsefüßen duftenden, Cellulitefreundlich beleuchteten Kabine einen Probiermarathon zu starten, ist das Oversize-Shirt schnell ausgezogen. Das eng anliegende Top ist dafür da, dass man auch mal außerhalb der Kabine mit einer potentiellen neuen Hose auf und ab stolzieren kann, ohne seinen transparenten BH präsentieren zu müssen (uuuuuhhh, ja ich trage transparente BHs). Meist helfen die beobachtenden Blicke der anderen Schnäppchenjägerinnen, ob die Hose gut ist, oder man schnell wieder dorthin sollte, wo die Hose hingehört, in die Käsefußkabine.

Kommen wir nun zum Nahkampf, dem Duell Frau gegen Frau. Täuschen, Tarnen und Ablenken heißt es da. Hat der Feind ein Teil in Geiselhaft genommen, das sich in seinen einen Reihen viel besser machen würde, dann gehe man wie folgt vor:
- Täuschen: Man greift sich ein ähnliches Teil, inspiziert es eingehend, freut sich darüber, legt es an, legt es es wieder weg. Nimmt es wieder, seufzt, schaut auf den Preis, freut sich, sieht sich nach der Freundin um, präsentiert es stolz, lächelt dabei den Feind an. Der Feind ist verunsichert und will nun doch DIESES Teile haben. Der Schnäppchenneid wurde geweckt.
- Tarnen: Jetzt schnell sein! Untertauchen, den Feind sich mit dem anderen Teil beschäftigen lassen, er soll sich in Sicherheit wähnen.
- Ablenken: Und nun blitzschnell wieder auftauchen, den Feind ansprechen, wie toll das neu gewählte Teil sei und dabei heimlich das eigentliche viiiiel tollere Teil kidnappen.

Hat Frau nun all ihre Kriegsbeute beisammen, heißt es nun die heiße Ware am Freund vorbeizuschleusen. Wer den nicht hat, wie meinereins, ruft im heimischen Kleiderschrank die Monarchie aus und krönt sich zur einzig wahren Königin des Ausverkaufs.

Was kostet sowas denn?

Mit “sowas” ist mein Hund gemeint, also ein Chihuahua. Und das werde ich fast täglich gefragt und jedes Mal stellen sich mir bei dieser Frage die Nackenhaare auf! Das ist nicht “sowas” sondern ein Hund! Gestellt wird die Frage immer von Leuten, die keine Ahnung haben und einer spontanen Eingebung nach plötzlich einen “Handtaschenhund” zum Spielen für ihre 2-jährige Tochter haben wollen, aber kein Geld für diese spezielle Rasse ausgeben wollen. Personen, die sich mit einer Rasse auseinander gesetzt haben und genau diese haben wollen, wissen in der Regel wieviel ein Hund kostet, und wenn jemand sich nicht auf eine Rasse festlegen möchte, dann bitte ab ins Tierheim!

Tja, also… was kostet denn “sowas” nun?

- Anschaffungskosten ab € 150,- ohne Papiere und ab € 1.000,- für einen Hund mit Zuchtpapieren
- Geldrücklagen in der Höhe von € 5.000,- für den Hund um € 150,- aus der Vermehrerstation
- Impfungen € 200,-
- Halsband, Leine, Spielzeug, Körbchen, Transportbox € 250,-
- Hypnosetherapie für den Freund, der ur-plötzlich eine Hundehaarallergie bekommt € 500,-
- Mitgliedsbeitrag für die Singlebörse “Frauchen sucht Herrchen”, nachdem die Beziehung in die Brüche gegangen ist € 150,-
- Wintermäntelchen für den Hund € 60,-
- Winterjacke fürs Frauchen, das zum Hundemäntelchen passt € 200,-
- Haftpflichtversicherung € 100,-
- versauter Parkettboden, da der Wauz nicht sofort stubenrein ist  € 500,-
- versauter Teppich, da der Wauz nicht sofort stubenrein ist € 500,-
- versaute Matratze, da der Wauz nicht sofort stubenrein ist € 500,-
- versaute Couch, da der Wauz nicht sofort stubenrein ist € 2.000,-
- zerkaute, angepieselte oder verschleppte Schuhe, Taschen und Klamotten, € 500,-
- Hundeschule (ja auch ein kleiner Hund möchte Sozialkontakte haben und soll erzogen werden) € 250,-
- Tierarztkosten für Zahnfehlstellungen € 400,-
- Tierarztkosten wegen einer gegessenen Tafel Schokolade € 100,-
- Tierarztkosten wegen eines Bienenstiches € 80,-
- Tierarztkosten wegen Rauf-Spiel-Verletzungen € 100,-
- Tierarztkosten wegen Kastration € 300,-
- Tierarztkosten wegen Asthma und Atemwegserkrankungen € 500,-
- Tierarztkosten … € 5.000,-
- Kopierkosten für die zum x-ten mal zerrissene Diplomarbeit € 100,-
- Ertragseinbußen bei ebay, da alle Kleidungsstücke voll mit Haaren sind € 500,-
- Schweigegeld für die vom Kläffen gequälte Nachbarn € 5.000,-
- Schmiergeld an die Hausverwaltung, da Hunde in der Wohnung eigentlich verboten sind € 1.000,-
- Tiersitterkosten bei einer professionellen Agentur für 14-Tage € 600,-
- Tiersitterkosten bei Freunden für 14-Tage: Überraschungsei, im schlimmsten Fall eine zerbrochene Freundschaft
- Tiersitter für den Mittagsspaziergang, da aufgrund Jobwechsel der Hund nicht mehr mit in die Arbeit darf € 3.000,-/Jahr
- Ein zweiter Hund zur Gesellschaft für den anderen, da man denkt, das sei günstiger, als der Tiersitter € 18.000,-
- Anwaltskosten wegen tätlichen Übergriffen auf die Frage hin: “Was kostet SOWAS denn?” € 10.000,-

Gesamt wären wir dann bei gerundeten € 50.000,-. Das ist doch mal eine konkrete Antwort auf diese Frage…

Mein Brechmittel: Junge Liebe auf Facebook

Woran erkennt man auf Facebook, ob einer seiner Freunde frisch verliebt ist, mit denen man noch vor kurzem auf die grenzenlose Freiheit des Singlelebens mit ein, zwei, drei – na gut, ich habe keine Ahnung mehr wie viele – Vodka irgendwas angestoßen hat? Ein guter Hinweis ist natürlich die Änderung des Beziehungsstatus auf “Vergeben”. Darauf folgt dann ein Schwall an Gratulationen: “Endlich, ich freue mich so für dich!” “Du hast es dir verdient!” “Wann lernen wir deine Liebe kennen?” “Juhu, jetzt können wir endlich Pärchen-Spieleabende machen!”. Als wäre man zuvor ein armes Häufchen Elend gewesen, das jahrelang erfolglos Bewerbungsprozesse um ein Subventionierungsprogramm durchlaufen ist, und nun endlich aus dem Dreckszustand in die glorreichen Ebenen des Pärchendaseins aufgestiegen ist. Irgendwann, in ferner Zukunft, vielleicht, unter Umständen, frau weiß ja nie, könnte es passieren, dass auch ich meinen Beziehungstatus ändere und wehe, wenn da nicht mindestens eine Einladung zu einem Pärchen-Spieleabend dabei ist, nur um ihn absagen zu können. Spieleabende. Ich. Pffffff. Anfänger! Aber ich gönne es ja wirklich jedem, und klicke auf “Gefällt mir”. Bin ja gut erzogen.

Aber nein, daran erkennt man nicht immer, dass jemand frisch verliebt ist. Diese Meldung verschwindet glücklicherweise binnen 1 Stunde von meiner Timeline. Auch die Statusmeldungen a la Ich-bin-so-glücklich-wie-noch-nie sind nicht unbedingt ein Beweis. Und auch nicht die Herzerln und Blümchen und Teddys, die sich plötzlich auf deren Pinwänden unkontrolliert vermehren. Was einem monatelang, permanent, bei jeder Statusmeldung – und wenn es nur darum geht, dass diese Person gerade ihre Unfähigkeit verewigen muss, dass sie die Nudeln fürs Schatzi verkocht hat – ins Auge springt, ist natürlich das neue Profilfoto!

Das Profilfoto dient ab sofort nämlich nicht mehr ……..

Wie es weitergeht lest ihr hier. Es handelt sich nämlich um einen Gastbeitrag, den ich für Der Blogger verfasst habe, also klick! Klick hab ich gesagt!!!

Endstation Flohmarkt

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Wäre ich ein Kleidungsstück, ich wäre gern ein Einzelstück. Eines, das per Hand hergestellt wurde und aus einem weichen Material ist, das in einem schön beleuchteten Schaufenster auf seine zukünftige Besitzerin wartet. Ich würde gut gepflegt werden und nicht nur zu besonderen Anlässen getragen werden, sondern oft, so dass ich viel erlebe und meine Trägerin viele Erlebnisse mit mir verbindet.

Ich möchte dann bitte nicht auf einem Flohmarkt landen, am Wühltisch ganz unten, herausgezogen und dann doch nicht für passend befunden werden. Es soll auch nicht um meinen Preis verhandelt werden, an allen Stellen von vielen verschiedenen Händen begrapscht werden, unachtsam am Boden fallen gelassen, darauf herumgetrapelt werden und verdrecken. Mein Besitzer soll zumindestens den Anstand haben mich wieder aufzuheben und aufzupeppeln. Ich würde nicht zu jenen armen Kleiderseelen gehören wollen, die nach Flohmarktende zusammen mit sperrigen Gegenständen, schweren Büchern, fauligen Essensresten und durchnässten Kartonagen darauf warten, dass sich einer erbarmt und in mir einen kostenlosen Glücksfund sieht. Aber vielleicht läge gerade dort manch Glück und nicht in einem bewundernden Schaufenster.

Männer, Frauen und die Outfitfrage

Ein Freund holt mich von zu Hause ab. Ich bin natürlich noch nicht fertig. Frau eben. Aber die dürfen das ja.

Also, was zieh ich bloß an? Ein Gesprächsmitschnitt:

Ich: Wissen wir schon wo wir hingehen?
Er: In ein Bierlokal
Ich: Was soll ich da anziehen?
Er: ???
Ich werfe mich in schwarze Leggings, schulterfreies Top und Glitzerjäckchen.
Ich: So gut?
Er: Ja sicher
Ich: Aber ist das nicht zu overdressed?
Er: ???
Ich ziehe Jeans, Paillettenshirt und Blazer an.
Ich: So gut?
Er: Ja sicher
Ich: Aber da seh ich so fett aus
Er sagt gar nix. Oje. Also schnell wieder in ersteres Outfit zurück.
Ich: Glaubst kann ich offene Schuhe anziehen?
Er: Ja sicher
Ich suche mir mein Zipp-Heels raus und zieh sie an. Er sieht mich etwas ungläubig an.
Ich: Nein, das geht nicht. So kann ich nicht in ein Bierlokal gehen. Ich zieh andere an. Wir können schon gehen übrigens, ich bin schon fertig.
Ich gehe ins Vorzimmer, ziehe meine Zweitewahl-Schuhe an und stehe unschlüssig vor meinen Übergangsmäntel und -jacken.
Ich: Soll ich die Lederjacke anziehen?
Er: Ja sicher
Ich: Oder den Trenchcoat?
Ich präsentiere beide Jacken abwechselnd. Seine Miene verändert sich gar nicht, die Zähne sind seit geraumer Zeit zusammengebissen. Langsam merke ich, dass ich am Watschenbaum rüttle.
Er: Ich sage dir zu allem Ja, ist das klar?
Ich: Ok, entscheide jetzt bitte: Lederjacke oder Trenchcoat?
Er: Den Trenchcoat, den hast du nämlich schon an.
Ich: Nein, ich mag lieber die Lederjacke.
Er: WARUM FRAGST DU MICH DENN WENN DU ERST RECHT DEN NIMMST DEN DU WILLST???
Ich: Ich dachte, du wählst eh die Lederjacke aus…

Wir stehen im Lift und ich will die Jacke zumachen. Merke, dass das Outfit mit geschlossener Jacke wirklich schrecklich aussieht: “Ich hätte doch den Trenchcoat nehmen sollen…”

Ostereier im Armani-Outfit

Gehört wohl zu den Dingen, auf die die Welt (nicht) gewartet hat. Manchmal frage ich mich, ob sich wirklich alles verkaufen lässt, sobald ein Logo drauf ist…

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Männer, Frauen und die Schuhfrage

Männer wollen High Heels an uns Frauen sehen. Sie sollen möglichst hoch, möglichst sexy, möglichst auch im Bett gut aussehen. Wirklich? Ich habe auf Twitter gefragt und folgende Kategorien kamen dabei heraus:

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1. Es gibt Männer - nicht dass ich aus Erfahrung spreche – die sehen die Frau an und starren auf die Schuhe, sind wie gefesselt davon (wollen wohl auch daran gefesselt werden). Man sieht in ihren Augen das Kopfkino ablaufen und die geliebten Schuhe werden zu verhassten Konkurrentinnen, deren Absatz abgeleckt und aus ihnen Champagner getrunken wird. “Es prickelt so schön in die Bauchnabeeel” bleibt eine unausgelebte Fantasie. Also, nicht dass ich wüsste wovon ich spreche.

2. Oder die Kategorie mir-ist-alles-egal-hauptsache-sie-heult-mir-nicht-die-ohren-voll-Mann. Na gut, Jesus-Schlappen müssen es bei dieser Gattung Mann auch nicht unbedingt sein, aber ob der Schuh nun einen Keil-Absatz oder einen Blockabsatz hat, Schnürung oder Cut-Outs, Lackeinsätze oder Ziernähte hat – vollkommen egal. Nur bitte nicht nerven! Schuhbanause pfff.., aber diese Nervfreie-Zone sollte ihnen doch ein bisschen etwas wert sein, finde ich? Ich habe gehört, dass Manolo Blahnik Schuhe, eine der bequemsten Schuhe sein sollen…

3. Ein Schuh ist ein Schuh ist ein Schuh - im Winter warm, im Sommer luftig. Der natürliche Feind jeder Schuhfanatikerin – der Typ Mann, der die Sucht der Frau absolut nicht toleriert, ja sogar als krankhaft verkennt! Ich gebe zu, ich kenne da wen in meinem näheren Umfeld, der so tickt. Für den sind bei 3 Paar Schuhe, 2 Paar zuviel, der die Schuhe in einen seiner alten Bundesheer-Seesäcke stopfen würde, weil kein Platz mehr für seine handgeschnitzten Weidenpfeifen im Regal ist und der deshalb leider leider leider, eines Tages eines unnatürlichen Todes sterben wird.

4. Einen habe ich noch ausgekundschaftet, der, der das Weibchen an seiner Seite liebt. Wenn sie mal auf ihren hohen Hacken stolpert, auffängt, der sie beim unsicheren Treppensteigen hält und die Füsse massiert, nach einer Sightseeingtour. Der ihr Komplimente macht, wie schön man in den Schuhen ist und wie toll die Beine aussehen, der stolz auf sein Mädchen ist – und das Mädchen genießt, so lange sie keine Ballerinas trägt. Dann ist nämlich aus die Maus mit Komplimenten. Flache Schuhe: no way! “Dann trag sie doch selber du Idiot!”… also, ähm.. würd ich eventuell sagen – rein theoretisch mein ich, hmmm…

Und was sagen wir Frauen? Weniger ist mehr! Pah, natürlich nicht, je mehr umso besser! Frauen haben ein ganz besonderes Verhältnis zu ihren Schuhe. Sie sammeln sie, sie fotografieren und sortieren sie, sie bewundern sie und wollen sie einfach nur besitzen. Sie sind Schätze, die man ansehen und nur so zum Spass auch in der Wohnung anzieht, weil sie es eben wert sind, sie sind das einzige Teil, das immer passt – egal wieviel die Waage anzeigt. Männer schütteln da den Kopf, denn im Supermarkt kauft man die Diskontmilch, weil Milch Milch ist, überlegt zweimal ob man die leicht verderblichen Erdbeeren auch wirklich braucht und zählt jeden Cent Preisunterschied beim Kilopreis des Brotes – Frau will ja mit Köpfchen einkaufen.

Im Schuhgeschäft sind all diese klugen Gedanken über den Schuhschrank geworfen: Man kauft das 12. Paar schwarze High Heels, weil keines der Paare, die Frau bereits ihr Schätzchen nennen kann, einen schlanken, nicht mit Leder überzogenen, 7,37 cm hohen Absatz hat und keines der Paare diese spezielle Plateauhöhe, Fesselriemchen und Wildledereinsätze hat! Da muss man doch zuschlagen! Wir bitten also um etwas Nachsicht meine Herren, wir sind auch nur Menschen mit Bedürfnissen, die gestillt werden wollen…

Foto via stock.xchng

Wetten dass… sie fliegen kann?

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Fotos ZDF/Carmen Sauerbrei

Am liebsten hätte ich Michele Hunziger gestern mit dem Schrupfonator aus “Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft” in Barbiepuppengröße verkleinert, an den Beinchen gepackt, sie ordentlich frisiert und erkundschaftet, was dieses rosarote “Vokuhila-Kleid” (via derwesten) so drauf hat. Immerhin können viele Barbiekleider mehr, als der erste Schein trügt. Ob man die Schleppe abmontieren und als Feen-Flügel am Rücken montieren kann, wie bei der Fairy-Tastic Barbie? Den Minirock auf Knielänge stretchen und die Megaschleife am Po, zum Haarreif transformieren kann? Vielleicht verbirgt sich unter dem Tüll auch ein Bolero und eine Strassreihe am Kleid, kann als Halskette getragen werden?

Die Bauchtasche – ein neuer Trend?

Flüssigkleber jeglicher Marken heißen bei mir immer Uhu, Klebeband heißt immer Tixo und Bauchtaschen heißen Eastpak. Das nennt man tolles Marketing schätze ich. Eastpaks werden meiner Meinung nach von Leuten getragen, die für Zigarette und Bierdose die Hände frei brauchen oder wo sie eben diese Dinge reinstecken können, damit sie zu irgendwelchem Lärm einen epileptischen Tanz-Anfall aufführen können. Als Ausnahmen anerkenne ich nur Sportler. Sorry, bitte verklagt mich nicht!

Dolce & Gabbana brachte bereits vor einigen Jahren flache Bauchtaschen heraus,  in denen Geld und Handy beim Städtetrip halbwegs gutaussehend und platzsparend verstaut werden können. Diese Modelle landeten aber sehr schnell auf den türkischen Bazaren und in Folge bei oben genannter Endverbrauchergruppe. Also waren sie dann genauso wenig tragbar, wie Ed Hardy-Klamotten heute.

Louis Vuitton und Marc Jacobs starten einen neuen Versuch und probieren es mit diesen Modellen hier. Werden sich diese Taschen eurer Meinung nach durchsetzen und für DAS Trendrevival im Sommer sorgen? Bei mir sind sie Eastpaks, egal welcher All-Over-Logo-Print drauf zu sehen ist und somit gar nicht mein Geschmack.

Fotos via www.style.com

Warum ich mich bei Germanys next Topmodel nicht bewerben kann

DSC08056klklDie Grundvoraussetzung einen Fuß vor den anderen zu setzen erfülle ich, ich kann auch ganz hysterisch zu weinen anfangen, wenn mich jemand als falsch bezeichnet und beim Zickenterror wäre ich ganz vorne mit dabei, versündige mich und keife die Tussi, “die mich von Beginn an kopiert” mit “du dickes Mädchen” an. Ich bin ein Multitasking-Naturtalent – kann gehen, atmen und die Augen offen halten, ich stürze mich vom Bungeeturm in die Tiefe und tauche unter Wasser ohne mit den Wimpern zu zucken, ich mutiere zum Männertraum und pose halbnackt in den Straßen von New York, lasse mich mit kaltem Wasser berieseln und hoffe eine Lungenentzündung zu bekommen – um dann nur umso mehr Gas zu geben, ich mache ordinäre Posen im Doppeldeckerbus an den Stangen, lasse meine Nippel bunt bemalen und mich mit Schokosauce übergießen, kuschle mit einer Würgeschlange und laufe auf Luftmatratzen übers Wasser, damit auch wirklich alle was zu Lachen haben. Beim Umstyling dürfen sie meine Haare gerne raspelkurz abschneiden, rot färben und mich als T-Shirt verkleidet zum Kik-Shooting schicken. Meine Mappe werde ich natürlich nie vergessen, dafür brav die der anderen verstecken. Ich verspreche, heiliges Indianer-Ehrenwort, ich werde bei der Entscheidungsansprach von Heidi nicht brüllen “NA MACH SCHON UND RÜCK RAUS MIT DER SPRACHE!” Wenn es der Quote hilft, dann würde ich mich opfern und mit dem männlichen Model am Strand herummachen, mit meinem imaginären Freund Schluss machen, meine Bikinifigur und Cellulite am Sunset Boulvard allen Schaulustigen präsentieren, mit Heidis Louboutin Schuhen den Laufsteg auf und ab staksen, den Vogerltanz aufführen und mit Q knutschen. Und zu allerletzt: Ich hab einfach das Zeug dazu, wie ihr euch am Foto selbst überzeugen könnt!

Sehen wir also den Tatsachen ins Augen – ich bin die perfekte GNTM-Kandidatin! Aber, da war doch was, warum ich mich nicht bewerben kann, was mir leider TOTAL gegen den Strich geht und weswegen ich mich bevormundet, entmachtet, gedemütigt und ungerechtfertigt behandelt fühle:

Die Schweine, die sammeln da die Handys ein!

Was macht ein Singlefrau zum Valentinstag?

- Sie isst eine Packung Schaumküsse

- Sie trifft sich mit ihren weiblichen Freunden und zieht über die Nutzlosigkeit des Valentinstages her

- Sie trifft sich mit ihren männlichen Freunden und erklärt ihnen, wie wichtig der Valentinstag ist

- Sie sieht sich Sex and the City an – wer braucht schon einen Freund?

- Sie aktualisiert ihr Online-Dating-Profil und beantwortet alle ausständigen Anschriften – sie will doch einen Freund haben

- Sie wartet auf eine Valentinstags-SMS, die NICHT von einer Freundin ist

- Sie nutzt alle Valentinstags-Angebote in den Online-Shops, kauft sich irgendwelche sexy Fummel und das 142. Paar Schuhe ohne sich rechtfertigen zu müssen

- Sie freut sich über das Blumenstöckerl, das ihr eine Freundin am Vortag geschenkt hat :) Danke Michi!

Ich kam, sah und höre Hochzeitsglocken

Kennt ihr die Szene aus Bridget Jones, in der sie ihren vermeintlichen Traummann gerade kennengelernt hat und bereits den Hochzeitsmarsch in Gedanken summt? So oder so ähnlich ist es bei mir auch.

Anstatt der Online-Singlebörse, besuche ich dann die Online-Immobilienbörse und suche 4-Zimmer-Dachterrassenwohnungen im Grünen. Anstatt ein viel zu kurzes, viel zu knappes und viel zu auffälliges Kleid fürs nächste Wochenende im Online-Shop zu suchen, blättere ich mich durch Vera Wang und Elie Saab. Anstatt ein gutes Restaurant für unser nächstes Date zu suchen, lade ich mir die Info-Event-Sheets von Palais und Schlössern runter. Was da wohl in meiner Erziehung schief gelaufen sein mag?

Aber dieser Prinzessinnen-Traum hält in der Regel nicht lange an und das ist auch gut so. Denn Glück besteht bekanntlich nicht aus einer schönen Terrassenwohnung, einer Traumrobe und einer pompösen Feier in einem Schloss.

Foto: Style.com

Märchenprinz war gestern, ich will einen Vampir!

trueblood

Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit, da träumten Mädchen von ihrem Märchenprinzen in edler Rüstung, der sie vor Hexen, Zombies oder Drachen rettete, sie auf seinem edlen Schimmel setzte und sie auf sein Schloß einlud, um ihre Hand bat und eine pompöse Traumhochzeit mit viel Kuchen und heißer Schokolade feierte.

Heute träumen Mädchen von einem blutrünstigen Vampir mit unterkühlter Ausstrahlung, stählerner und kalter Haut, mit überirdischen Kräften und einem animalischen Verlangen. Des Nachts lockt er die Mädchen aus ihrem Kinderzimmer, darf sich an ihnen nähren und dann aus Liebe töteten, um aus ihnen ebenfalls ein dunkles Wesen der Nacht zu machen, das fortan mordend und seinen Instinkten unterworfen, auf ewige Zeit durch die Welt wandelt.

Da stimmt doch was nicht, oder bin ich so altmodisch? Also was ist daran so faszinierend? Frauen sind in Twilight, True Blood & Co den Vampiren meist vollkommen unterwürfig, körperlich unterlegen und emotional abhängig. Ist der Leistungsdruck der auf uns Frauen liegt dermaßen hoch geworden, dass wir uns in eine Zeit zurückwünschen, in der wir uns leiten ließen, das Heimchen waren, bevormundet wurden und uns stets am Mann orientierten? Oder liegt es schlicht und einfach daran, dass diese Liebe verboten ist, im Widerspruch mit der Natur steht, die sich gegen alle Widrigkeiten und alle Widerstände wehrt und das Unmöglich möglich macht – die Liebe zwischen Mensch und Vampir, zwischen dem frommen Lamm dem bösen Wolf?

Wahrscheinlich ist es von beidem ein bisschen etwas. Mir fällt auf, dass meine Generation konservativer orientiert ist, als die meiner Eltern, die die Revoluzzer-Zeit durchlebt haben (die nächste wird angeblich wieder eine Revoluzzer-Generation). Es ist chic geworden als Frau wieder kochen zu können, eine Großfamilie zu managen und dem Mann die Hemden zu bügeln. Gleichzeitig will sie aber auch in der Berufswelt ihre Frau stehen, finanziell unabhängig sein. Beides zusammen ergibt einen riesen Druck, und die Angst zu scheitern. Da flüchtet man sich vielleicht gerne in eine Phantasiewelt, in der man all diese Verantwortung abgibt, auch wenn man sie sich real nicht wünschen würde.

Btw, auch ich bin dem Hype um Twilight, True Blood und Vampires Diary verfallen, verschlang jede Folge und warte bereits gespannt auf die Fortsetzungen.