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Singledasein

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Kratz mich, beiß mich, gib mir Tiernamen!

Und bitte genau in dieser Reihenfolge. Wer nämlich meint, mich als erstes Mausi zu nennen und sich dann noch Leidenschaft von mir erwartet, sollte besser in den Streichelzoo gehen – da geht es wilder zu. Es gibt wohl kaum etwas das mich mehr abtörnt, als wenn ein Mann mich zu einem niedlichen Kätzchen, kleinem Spatz oder gar zu einem klammernden Äffchen macht. Und das noch bevor ich in der Phase bin, in der er mich auch Baby nennen dürfte. In dieser Phase sitzt die rosarote Brille nämlich felsenfest auf meiner Nase. Aber davor, also wenn ich noch in der Abcheck-Phase bin, in der ich die Symmetrie der Augenposition abschätze, das Lispeln und das nervöse Lippen ablecken auf die Minus-Seite schreibe und die Wahl der Vorspeise mit seinen Qualitäten als Liebhaber vergleiche, sollte man mir bitte keine Tiernamen geben. Kratzen ja, beißen ja, aber nicht das – irgendwo habe auch ich Grenzen mein Lieber.

Warum auch immer, aber ich dürfte es provozieren dass Mann mir besonders fantasievolle Namen gibt. Schnucki und Schnuffi sind nur zwei der kuriosesten. Hach liebe ich es wenn man mich Engel, Prinzessin, Hübsche oder Süsse nennt. Einfach die Wahrheit sagen, was ist daran bitte so schwer??? Also nicht falsch verstehen, ich lasse mir gerne Kosenamen geben, angeblich sind Beziehungen in denen Kosenamen vergeben werden stabiler. Also bitte, ja, her damit! Aber ich bin doch kein Spatz, oder? Ich bin nicht klein und piepse. In keiner Lebenslage, wirklich nicht. Ein Äffchen bin ich schon gar nicht, klammern wurde mir noch nie vorgeworfen. Ok, wenn man besonders lieb zu mir ist, könnte es sein, dass ich schnurre und eine Pussy… äh.. egal, Kätzchen finde ich trotzdem nicht so toll. Wenn dann schon eine ausgewachsene Katze, eine mit Krallen nämlich, um wieder zum kratzen zurückzukommen. Als Maus will ich mich auch nicht bezeichnen lassen. Bin ich grau? Verstecke ich mich in einem Loch? Habe ich einen Schwanz? Und ja ich weiß, meine Vorderzähne sind etwas größer, aber das berechtigt nicht mich als Hasezähnchen zu bezeichnen. Zicklein erklärt sich ja wohl von selbst, dass das nicht so der Reißer ist, oder zicke ich etwa herum? Zicke ich? HÄ? Na! Sprich dich aus! Pffffff….

Aber ab dem Zeitpunkt, ab dem ich mit Herzerln in den Augen auf rosaroten Wolken gen 7. Himmel schwebe, sieht das alles natürlich gaaaaanz anders aus. Anstatt bei einem anderen Reißaus zu nehmen, seufze ich verliebt, wenn mein Angebeter mich seine Tigerlilly nennt. In trauter Zweisamkeit natürlich, ansonsten spürt er meine Krallen.

My Life, Singledasein

Wenn Männer Blumen schenken

Dann haben sie ein schlechtes Gewissen. Sagt man ja. Ich habe zugegebenermaßen schon oft Blumen geschenkt bekommen, weil ich gleich zu Beginn so ganz nebenbei erwähne, dass ich es liebe wenn ich Blumen geschenkt bekomme. Bitte tote, keine Lebenden, die sterben über kurz oder lang nämlich eh auch. Und diese Männer hatten ganz bestimmt kein schlechtes Gewissen. Nein. Sicherlich nicht!

Wenn Männer Blumen schenken, dann muss man sie loben. Ich habe noch keinen Mann erlebt, der mir nach Überreichung des Straußes nicht erklärt hat, wie wahnsinnig viel Zeit er dafür aufgewendet hat, den richtigen auszuwählen und was die Floristin für Ratschläge gegeben hat und ob ich eh bemerkt habe, dass da auch Lilien drin sein – DEINE Lieblingsblumen, ich habe mir das gemerkt – Ja toller Mann bist du, toller Mann. Komme mir dann vor, als würde ich meinen Hund loben, der brav seinen Haufen in die Wiese und nicht am Gehweg gemacht hat. Besonders peinlich finde ich es, wenn mein Herzensritter, der zuvor viel zu generöses Trinkgeld gegeben hat, beim Blumenverkäufer im Restaurant um 50 Cent feilscht. Bin ich ihm die 50 Cent nicht wert, oder will er mir beweisen, dass er ein so ein toller Verhandler ist, dass er dem armen Blumenverkaufer die 50 Cent streitig macht? Gut, dann schleppe ich eben den ganzen restlichen Abend diese Rose mit mir rum und wehe ich vergesse sie im vollgestopften Club! Aber eh lieb, danke, aber nur wenn man eh schon am Weg nach Hause ist. Und dann wird sie natürlich getrocknet. Also wenns die erste ist. Werden Blumen geliefert, dann haben das bei mir meist Menschen mitbekommen, bei denen ich das eigentlich nicht wollte. Meine Mutter zum Beispiel. Sie dachte ich sei Single. Oder Arbeitskollegen, die auch dachten dass ich Single sei. Oder die Nachbarin, die wusste um wem es sich handelt und sich nicht mehr auskannte. Denn gelieferte Blumen sind bei mir meist sehnsüchtige, reumütige, nachträgliche, mitleidige Grüße gewesen. Warum soviel Aufwand betreiben, wenn eh alles ok ist? Und Aufwand dürfte das sein, denn noch bei jedem konnte ich beim Danksagungsanruf mir anhören, wie schwierig es war, das zu organisieren, dass ich auch ja erreichbar sei, dass die Blumen auch wirklich ankommen, dass es auch wirklich die richtigen Blumen sind. Einmal bekam ich den Blumenstrauß einen Tag zu spät. Er meinte, der Lieferservice hätte einen Fehler gemacht. Ich meine, er hatte den richtigen Tag meines Geburtstages vergessen.

Aber Blumen sind nicht gleich Blumen. Ich habe gemalte Blumen als Aquarell zum Jubiläum bekommen (das Bild habe ich immer noch!), getrocknet als Deko um das eigentliche Geschenk (hab ich auch noch), in Clubs und Restaurants vom Blumenverkäufer, geliefert mit Briefchen und geheimnisvollen Einladungen, in rot und in gelb, Rosen, Lilien und sogar Nelken (Tankstellenstrauß) bekam ich überreicht. Selbstgepflückte von der Wiese, gekaufte vom Edelfloristen und von der Tankstelle, große Sträuße und einzelne Blumen, lebende im Topf und Bambusstiele im Wasser. Gefreut habe ich mich immer und werd ich mich auch zukünftig, auch wenn der ein oder andere vielleicht doch ein schlechtes Gewissen hatte.

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Mein Traummann Georg aus Wien

Die österreichischen LeserInnen kennen es bestimmt, das legendäre Herzblatt-Video mit Georg aus Wien. Obwohl ichs schon auswendig kenne, sehe ich es mir trotzdem immer und immer und immer wieder an, schüttel mich vor Lachen und frage mich, was Georg aus Wien wohl heute macht? Hach muss es schön gewesen sein, zu dieser Zeit studiert zu haben… :)

Edit: Ein Freund spielte mir den Link zur Facebook-Gruppe “Was ist aus Georg aus Wien geworden” zu. Mit aktuellen Fotos!

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SMS Flirt

Letztens via SMS:

Er: “Ich wär so gern ein Macbook pro, dann würdest du dich auch so auf mich freuen.”

Ich: “Oh süß :) aber du solltest dich mit nichts vergleichen, das nur mit Batterie funktioniert.”

Er: “Aber dann könntest du auch mal den Stecker ziehen. Angenehm, oder?”

Ich: “Ach, Energiesparmodus würde ausreichen :D”

Falls “ER” das nun liest, bitte nicht böse sein, erinnere dich – du wolltest doch unbedingt auf meinem Blog vorkommen ;)

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Mehr Single geht nicht

Heute ist Tag des Kusses. Und wer wurde ausgerechnet heute nicht geküsst? Moi! Also dachte ich mir, organisiere ich mir doch mal wieder eines dieser Single-Events. Speeddating war ja ganz witzig und hdrr steckte mir letztens den Link zu Single Stitching zu. Ein Event von den Gebrüder Stitch, wo sich Single-Weibchen und Single-Männchen treffen, um gemeinsam die Nähmaschine rattern zu lassen. Bin mir anfangs nicht ganz eins, ob ich einen Mann an meiner Seite respektieren kann, der eine Nähnadel korrekt verwenden kann und nicht nur um Blasen an den Füßen aufzustechen. Die Bezeichnung Stecher bekommt eine ganz neue Bedeutung. Aber bin neugierig, also frage ich dort an und mir wird gesagt, dass ich der einzige Single bin, der gerne nähen wollte. Hm. Mehr Single geht wohl nicht, denke ich mir. Potenzierter Single sozusagen. Als Trostpflaster wurde mir aber ein Kollege angepriesen, der Single ist, kaum beißt, aber eine strenge Hand benötige. Ok, kann er haben… Das nenne ich Kundenservice!

PS: Es gibt bei den Gebrüder Stitch aber nach wie vor reguläre Nähkurse!

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Wenn ein Single auf einen Anruf wartet

Ein nettes Date gehabt. Ein bisschen geschmust, Herzerl in den Augen und Schmetterlinge im Bauch. Er dreht mir den Rücken zu, geht nach Hause. Ich gehe ins Haus und Bühne frei für das immer wiederkehrende Theater, wenn ein Single auf einen Anruf oder eine SMS wartet:

Der Lift wird ausgelassen, da hab ich keinen Empfang, also die 3 Stockwerke nach oben, ein bisschen Sport schadet eh nicht. Ok, nach 5 Minuten muss er sich noch nicht gemeldet haben. Stecke mein Handy ans Ladekabel und starre es an. Wo ist es, das blaue blinkende Licht? Eigentlich sollte er ja jetzt schon schreiben, wie schön der Abend war. Eine Stunde vergeht. Immer noch leuchtet nur das gelbe Ladelicht, und das blaue SMS-Licht wartet noch auf seinen großen Auftritt. Muss wohl eine Frau erfunden haben. Na gut, dann nicht, geh ich eben duschen. Und lasse das Handy draußen liegen, dann muss er warten, pah. Außerdem, man bekommt doch immer SMS wenn man das Handy grad nicht bei sich hat, oder? Ok, scheiß auf dieses ganze er-schreibt-wenn-man-es-am-wenigsten-erwartet, ich nehm das Handy doch mit ins Bad. Zieh mich aus, zerre den Pullover über meinen Kopf, er bleibt bei den Ohren hängen. Verdammt, war das ein Piepen? Hat mein Handy gepiept? Ich habs nicht gehört, verdammt Pullover, runter mit dir! Stiiiiirb!!!! Ich zerre ihn über meine Augen, die Kontaktlinse vom linken Auge verrutscht, die Nasenspitze schmerzt, der Pullover hängt noch halb am Kopf. Mit dem rechten Auge suche ich das blaue Licht. Nein, doch nicht. Arsch.
Ich steige in die Dusche, Ganzkörperrenovierunsprogramm wird gestartet. Und dann, natürlich genau dann, wenn die Haarkur einwirkt und man seine Kamasutra inspirierte Rasierposition eingenommen hat, piepst das Handy! Aaaaaaaahhhhhh, zum Glück habe ich die Duschwände offen gelassen! Wasser stopp, Handtuch her, den Zeigefinger abgetrocknet, Tastensperre lösen, SMS antouchen… “Lieber 3Kunde, ihre aktuelle Rechnung ist online abrufbar…” Unterdrücke den Wunsch, das Handy gegen die Wand zu schleudern. Dann hätt ich ja gar keines mehr. Fertig geduscht geht es dem Süßen an den Kragen. Ersatzbefriedigung. Verdammt nichts mehr da. Was gebe ich jetzt für einen Becher Häagen Dasz? Muss aber darauf verzichten, weil im Supermarkt kein Empfang. Das geht gaaaaaaar nicht. Aber wenn ich ganz schnell bin? In den 5 Minuten wird er sich bestimmt nicht melden. Also schnell die Treppen hintergelaufen, ab in den Supermarkt. Empfang futsch. Herzrasen taraaa. Ewig lange Schlange bei der Kasse. Erbettle mir den Vorlass bis ganz nach vorne zur Kassa. Eisbecher gekauft, Treppen nach oben laufen, Handy anstecken. Handy läutet! Jaaaaaaaa!!! Neeeeeein!!! Es ist die beste Freundin. Versuche nicht allzu enttäuscht zu klingen. Sie fragt, warum ich nicht auf ihre SMS antworte. SMS? Ich soll eine SMS von ihr bekommen haben? Ich hab keine SMS bekommen! Und wenn er…? Nein hat er nicht, sagt meine Freundin, und wenn doch, dann meldet er sich auch ein zweites Mal. So wie sie eben. Ich muss jetzt aufhören, vielleicht ruft er an und wenn er merkt, dass ich telefoniere, dann legt er auf. Tschüss. Eis her. Eis leer. Ich geh schlafen. Handy wird auf Vibration geschalten, auf harten Untergrund gelegt, gekippt, mit dem Display in Bettrichtung. Wenn ich eine SMS bekomme, leuchtet es auf und ich werde bestimmt vom Licht und der Vibration geweckt. Ich schließe die Augen. Ich öffne ein Auge. Immer noch kein blaues Licht. Augen schließen. Schlafen. Gelse weckt mich. Scheiß auf die Gelse, kein blaues Licht. Schlafen. Die dumme Sonne scheint, tolles Wetter und alle sind fröhlich. Ja, ihr habt euren Anruf bekommen! Ganz bestimmt. ALLE bekommen einen Anruf, nur ich nicht. Ich singe “Kein Schwein ruft mich aaaaaan, keine Sau interesssiiiiiert sich für miiiiiich,….” Egal, ich bin Superwoman! Ich bin die beste, ich bin die tollste, ich bin die geilste, ich bin die lustigste und die klügste Frau soundso. Hach, wenn ich am Klo sitze kommen mir wirklich immer die besten Gedanken. Und da, es läutet! Mittlerweile habe ich IHM einen eigenen Rufton zugewiesen. Und das ist ER! Und ich bin am Klo! Nein! Keine Zeit zum Hose hochziehen und spülen, ich bete dass die Jalousien im Wohnzimmer heruntergelassen sind und stolpere unten ohne Richtung Handy. Endlich, ja, er ist es –  der grüne Button “Rufannahme” ist eh viel cooler als das doofe blaue SMS-Licht.

“Ja hallooo? Ach, du bist es…”

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Singeldaseins(über)lebenskonzepte

Wer Single ist durchlebt verschiedene Phasen um sein Dasein zu legitimieren. Denn sind wir uns ehrlich, Single zu sein ist kein Lebenskonzept, jedenfalls kein gesellschaftlich erwünschtes. Immer wieder kommen Onkel, Tanten, Omas und andere die sich davon bemüßigt fühlen auf einen zu und fragen, warum man denn immer noch Single sei (Frage die die Welt nicht braucht) und woran das denn läge (2. Frage, die die Welt nicht braucht) und dass GANZ BESTIMMT ganz bald der oder die Richtige kommen wird. Ich nicke brav, kotze in Gedanken den trockenen Marmorgugelhupf über das Spitzendeckchen vor mir und frage mich, wann denn der Blockier-Button fürs Reallife erfunden wird.

Also braucht es Überlebenskonzepte, die in unbestimmter Reihenfolge, gerne auch wiederholend, manchmal konstant, selten nie, oftmals aber regelmäßig auftreten:

  • Die Kindergartenphase: Treu nach dem Motto “Igitt, Buben, wähhhh, bloß weg von hier!” hat man schlicht und einfach die Schnauze voll vom anderen Geschlecht. Auch der stark verbreiteten Leidenschaft zu Vögel(n) kann man nichts abgewinnen. Meist tritt diese Phase nach einem One Night Stand auf, der eigentlich keiner hätte bleiben sollen. (Verdammt, zumindest ein Two-Night-Stand hätts sein können)
  • Die Super(wo)manphase: Ich bin so toll, ich bin so schön, ich bin so geil, ich bin so klug, ich bin so witzig, ich bin der absolute Hammer im Bett und der Hero meines Blocks und außerdem hab ich grad richtig viel Kohle am Konto und den Kater von letzter Nacht lass ich erst gar nicht aufkommen. Der Muskelkater von letzter Nacht ist aber herzlich willkommen, denn hier bin ich und ich nehme mir was ich will und ich will die Laken vollschwitzen und sie dann nicht wechseln, will eine Sehnenzerrung bekommen und meine Lachfalten ausbauen! Und wer mich nicht will, der ist ja soooooo dumm und verpasst das Abenteuer seines Lebens, pah, Idiot! Next one please..
  • Die Weltallphase: Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das beschissenste Jahr des Lebens. Dies sind die Abenteuer eines einsamen, traurigen, unglücklichen Singles, der ganz alleine seit viel zu langer Zeit unterwegs ist um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Liebe. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt der Single in Galaxien vor, die nie zuvor von ihm gesehen wurde… Und das macht ihn depressiv, sucht das nächstbeste schwarze Loch, stürzt sich rein, gemeinsam mit seinen besten Frenden Fräulein Schokolade, Herr von Vodka, Mister Pizza und Busenfreundin Aspirin. Niemand will mich, niemand braucht mich, keiner liebt mich und kein Schwein will meine Liebe haben. Was soll ich noch da? Scotty, beam me down..
  • Die Apocalypsephase: Aber jetzt, jetzt will ich eine Beziehung! Um jeden Preis! Egal wer, arrangierte Ehen funktionieren ja auch, irgendwie halt – in Bollywoodfilmen zumindest, warum keine freiwillige Zwangsbeziehung eingehen, weil ich grad unbedingt eine will. Meine Oma sagte ja auch schon, dass die Liebe mit der Zeit kommt. Plötzlich sitzt man dann mit dem absoluten Anti-Typen, in seiner Anti-Wohnung, geht in Anti-Lokale, lacht über Anti-Witze und hat Anti-Sex. Dann macht man per SMS Schluß.
  • Die Grapefruitphase: In der ist man einfach nur noch verbittert. Man ist zornig, wütend und würde am liebsten vor jedem verliebten Pärchen einen Haufen machen. Oder sie zumindest anspucken. Ja selbst wenn eine Frau in Gesellschaft eines Mannes unterwegs ist, und wenn es nur der Mitbewohner ist, wird das mit Argusaugen bemerkt. Warum die, warum nicht ich? Bin ich so ein schlechter Mensch, dass ich mich nicht über Barthaare im Waschbecken ärgern, über die Sauftouren beschweren und Angst haben darf, dass er fremdgeht? Das ist so unfair!
  • Die Verleugnungsphase: Nein, ich suche gar nicht (naja,….). Ich lasse mich finden (BIN DAAAAAHAAAA!!!). Die Liebe wird kommen, wenn man sie am wenisten erwartet (Jetzt? Wie spät ist es?). Ich bin sehr zufrieden mit meiner Situation (heeeeeeeuuuuuuuuuuuul) und bin über meine emotionale Unabhängigkeit sehr froh (Oje ich lüge so schlecht…). Ich meine, wenn ich mir die Beziehungen meiner Freunde ansehe, möchte ich wirklich nicht tauschen (Na aber sicher doch! Mit einer ganz besonders… dumdidum). Die streiten sich ständig (Hallo, das ist Leidenschaft!) und der Sex ist bei denen auch nicht so prickelnd (Na und, die haben wenigstens Sex!).

Aber diese Phasen sind ja nur Phasen, soll heißen sie gehen zu Ende. Irgendwann. Wenn der oder die Richtige kommt. Und die kommen ja ganz bestimmt. Habe ich mir sagen lassen. Bis dahin kann das Singledasein aber auch was richtig tolles sein, denn eigentlich ist das nämlich eh nicht ganz so schlimm. Hier könnt ihr lesen, was ich damit meine :)

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Warum Single sein eh nicht so schlecht ist

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Wenn man will, kann man sich ja jeden Umstand schön reden. Und ich will. Das Singledasein kann somit auch als eine Art Weiterbildungsprogramm oder Selbstfindungsphase interpretiert werden – wenn ich mir ganz viel Mühe gebe. Abseits der altbekannten Vorteile, dass ich mit den 235 sich mir anbietenden potenten, attraktiven, intelligenten und erfolgreichen Männern Sex haben kann und dass ich niemandem Rechenschaft schulde, weshalb ich mir schon zum 47. Mal Dirty Dancing ansehe, bin ich auf die wahren 10 Punkte gekommen, die das Singledasein nicht ganz so schlecht dastehen lassen:

1. Ich habe gelernt vakuumverschlossene und auf jede andere erdenkliche Art nicht öffenbare Gläser, auf unorthodoxe Weise zu öffnen. Das Endergebnis zählt

2. Wenn ich mich mal 1 Woche lang nicht rasiert habe, kommt keiner und spielt das Rasenmäherspiel auf meiner Mumu

3. Weggehen ist wirklich weggehen und man sieht immer grandios aus. Immer bereit für Mr. Right, zumindest für “Mr. Right NOW (via Dress2Xpress)”

4. Die Macht ist mein! Also die Fernbedienung meine ich und somit die Gilmore Girls, Greys Anatomy, Private Practice, Sex and the City, Vampires Diary,…

5. Ich träume noch von meinem Traummann und bin noch nicht am Boden der Realität angekommen

6. Nachdem ich gekocht habe, gibt es für mindestens 2 Tage noch etwas zu essen. Keiner da der mir alles wegfuttert

7. Es gibt nur Gründe und keine Ausreden für das 27. Paar schwarze Schuhe

8. Ich darf mit anderen Männern reden. Und lachen. Und mit ihnen befreundet sein

9. Man hat so viel mehr Zeit, wenn man nicht damit beschäftigt ist seine E-Mails, SMS, Sprachnachrichten, Kreditkartenabrechnung, Hosentaschen, Jackentaschen, den Internetverlauf,  Kilometerstand und Hemdkrägen zu kontrollieren

10. Ich alleine bin für meine Laune verantwortlich und nicht er

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Verdammt, ich bin nicht ZU anspruchsvoll!

“Du bist einfach zu anspruchsvoll!”
“Blödsinn, bin ich gar nicht. Also nicht so wie du jetzt meinst. Ich will doch nur dass es funkt.”
“Nein, du willst ein Feuerwerk und das sofort, das Herzerl in den Himmel zeichnet und nach Rosen duftet!”
“Und was ist daran so falsch?”

Ich meine, ich rege mich eh nicht mehr auf, wenn man mir die Autotür aufsperrt, sie mir aber dann nicht öffnet. Idiot. Es macht mir auch nichts aus, meinen Teil der Rechnung zu bezahlen. Geizhals. Oder ich nicht von zu Hause abholt werde, sondern mit der Straßenbahn zum Date fahren muss. Trampel. Wenn es regnet und ich nicht vor der Türe abgesetzt werde, sondern vom Kilometer entfernten Parkplatz mit meinen neuen High Heels laufen muss, dann beschwere ich mich auch nicht. Dummkopf. Ich höre mir mittlerweile die Auflistung der fahrbaren Besitztümer und glorreichen beruflichen Leistungen höchst beeindruckt an. Angeber. Auch bei Geschichten über die ach so gemeine Ex, der man nie den Finger in den Po stecken durfte, reagiere ich artig bestürzt. Trottel. Und wenn mich ein Mann fragt, ob ich denn ein Glas Wasser hätte, dann schrei ich ihn auch nicht mehr an, dass er gefälligst zur Wasserleitung gehen soll und bringe ihm stattdessen brav das seltene Gut Wasser. Macho. Ich sehe darüber hinweg, wenn mir zum x-ten Mal ein Käsefondue-Essen vorgeschlagen wird, obwohl ich schon x-mal gesagt habe, dass ich Käse nicht mag. Ignorant. Bei der DVD-Auswahl kann er ruhig auf seinen Crash-Bum-Peng-Film bestehen. Egoist. Und wenn die 24. SMS bekomme, anstatt dass er anruft, dann ziehe ich auch keine voreiligen Schlüsse mehr. Lulli. Eine Mickey Mouse Stimme stelle ich mir auch nicht mehr stöhnend beim Sex vor. Wuaaaahhh. Und wer mir so rein beiläufig ungefragt die übergroße Schuhgröße verrät, dem spiele ich dann gekonnt Bewunderung vor. Dampfplauderer. Ich habe auch kein Problem damit, dass sein Gürtel nicht zu den Schuhen passt und er einfärbige Kurzarmhemden trägt. Wobei, nein, irgendwo muss schon eine Grenze sein…

Aber dafür möchte ich, dass es funkt, so richtig, mit Herzerl im Himmel und Schmetterlinge im Bauch. Anspruchslos bin ich wahrlich nicht, das weiß ich und ist auch gut so, aber sagt nie wieder, ich sei ZU anspruchsvoll!!!