Archive for the ‘Singledasein’ Category

Ich bin zu schön

Ich weiß jetzt warum ich Single bin. Ich bin einfach zu schön. Ja, ihr habt richtig gelesen und nein, ich bin nicht auf Drogen. Aber meine Mama hat mir das gesagt und was die Mama sagt, das stimmt. Die Singles unter uns wissen wovon ich spreche, eure Mamas haben euch das doch auch schon mal gesagt, oder? Männer seien dann eingeschüchtert, trauen sich nicht, glauben man sei doch eh schon vergeben. Ja das kenne ich natürlich auch alles. Wobei, nein. Es gibt so eine paar ganz spezielle Kategorien Mann, die ich magisch anziehe. Und ich denke nicht nur ich.

Da wären jene Männer, deren beste Freunde die Namen Jack Daniels und Stolichnaya tragen. Just zu der Nachtzeit, zu der brave Mädchen eigentlich eh schon längst in der Horizontalen liegen, und ich nur noch darauf warte, dass sich meine BFF für einen ihrer bemühten Kavaliere entscheidet, tanzen sie an. Die Männer mit blutunterlaufenen Augen und in Begleitung ihrer beiden Kumpels im feuchten Atem, schwafeln sie was von Logistikbranche und “ach ich habe heute so einen tollen Abschluß gemacht, das musste ich feiern.” Aja, zieht das eigentlich bei irgendwem? Da lobe ich mir jene, die wankend eine Frau nach der anderen abtorkeln und gleich klarstellen, was sie wollen: “Trinken?” “Wie bitte?” “Trinken?” “Danke, ich habe noch” “Nein!!! FICKEN???” “Äh, nein… hab ich auch schon (irgendwann in ferner Vergangenheit)”

Männer denken ja oft (ja das tun sie tatsächlich), dass es so toll ist als Frau, denn man wird ja ständig angesprochen und das wertet dann das Selbstbewusstsein doch so unglaublich auf. Falsch! Wenn man total aufgehübscht, mit der Überzeugung noch nie so gut ausgesehen zu haben und mit stolz geschwellter Brust und starken bestimmten Schrittes über die Straße schreitet und dann ein Mann dich von der Seite anstupst, der definitiv mindestens eine Liga unter einem spielt (ja es gibt Ligen und ihr braucht das alle nicht zu bezweifeln, wir haben alle schon mal darüber gesprochen!) dann schwindet das Selbstbewusstsein in Null komma nix. Als ob sie es absichtlich machen und meinen wundervollen selbstbewussten Powerwoman-Tag zunichte machen wollen. Habe doch eh oft genug Grapefruittage hmpf

Seit neuestem hat sich bei mir übrigens eine weiter Kategorie Mann hinzugesellt. Die Der-könnte-mein-kleiner-Bruder-sein-Kategorie. Ich schwanke dann zwischen geschmeichelt sein und dem Gefühl, dass das doch eh nur eine Wette ist, ob er mich ins Bett bekommt hin und her. Für den Moment ist es mir dann total egal, kichere wie ein Teenager, gebe Tipps für die Studieneingangsphase und finde es voll ok, dass er noch bei Mama wohnt. Als hätten sie eh nix zu verlieren gehen sie in die Vollen, benehmen sich wie ganz Große und machen einem zweifelhafte Komplimente wie “Für dein Alter siehst du echt toll aus.” Dann ist das schmeichelhafte Gefühl schnell weg, winde mich aus seinen weichen Händen und frage mich, ob er oder ich ihm noch was gelernt hätte.

Also ganz ehrlich, von ganz normalen, interessanten, intelligenten, humorvollen, charismatischen, manierlichen, attraktiven, selbstbewussten, erfolgreichen, tierlieben, treuen, hilfsbereiten, einfühlsamen, liebevollen, leidenschaftlichen, bestimmten, lockeren, spontanen, abenteuerlustigen, verlässlichen, ehrgeizigen, gepflegten, gut gekleideten, führsorglichen, romantischen, stolzen, unternehmungslustigen, kommunikativen, respektvollen, verständnisvollen und geselligen Männern werde ich so verdammt selten angesprochen. Verstehe echt nicht warum, wahrscheinlich hat meine Mama recht.

Mit Handtaschen ist es so wie mit Männern

Bei Fashionpuppe bin ich gestern auf den Post “Die Handtaschenproblematik” gestoßen und wurde bei diesen Sätzen von der Muse geküsst:

“Und ich stelle mal die gewagte These auf, dass es die Eine und perfekte Tasche gar nicht für alle gibt. Die Auswahl und Vielfalt machts und gerade das ist es, was Frau antreibt Handtaschen zu kaufen. Oder ist es mit Handtaschen etwa so, wie mit Männern? Für die eine Frau ist diese Handtasche perfekt, die andere kann damit nichts anfangen…”

Aber wie ist es denn so mit den Männern, äh.. ich meine mit den Handtaschen?

  • Also ich besitze sie gerne. Es geht doch immer ums besitzen, oder? Man sieht sie, will sie, hat sie und manchmal merkt man dann plötzlich, dass sie gar nicht zu einem passt. Aber egal, man besitzt sie. Und wenn ich sie nicht geschenkt bekomme, dann kaufe ich sie mir. Letzteres trifft häufiger zu, geht einfacher und man bekommt was man wirklich will. Mensch, reich müsste man sein…
  • Es gibt Frauen, die Taschen sammeln. Sie können nicht genug davon bekommen. Eine nach der anderen. Na gut, manchmal auch mehrere gleichzeitig. Maßlosigkeit regiert. Zu jedem Anlaß muss eine her, immer passend, immer genau abgestimmt auf die Laune und Vorlieben. Keine Ahnung, fühle mich gar nicht angesprochen…
  • Und sie fotografieren und archivieren sie, stecken sie in Schutzhüllen oder drapieren sie in offenen Regalen, damit man sie immer ansehen kann, wenn man will. Bei Zeiten werden sie dann ausgeführt, und es fühlt sich dann an, als wäre es das erste Mal. Sind sie doch viel zu schade, um sie einfach wo verstauben zu lassen und sie der Vergangenheit zu überlassen. Mach ich natürlich nicht. Nein, also ich meine,… nicht in einem offenen Regal.
  • Rucksäcke sind praktisch, aber klammern, Clutches sind wunderschön und richtige Eyecatcher, aber gehen einem schnell verloren, die Klassiker sind teuer oder schwer zu finden, Modetaschen sind nur für eine Saison tragbar und danach will man sie nur noch loswerden, Kunstledertaschen sind Schwindler und Reisetaschen gehören einem nie alleine. Na toll, und welche soll man sich nun bitte zulegen? Wahrscheinlich alle, eine passt immer…
  • Jetzt geht’s den inneren Werten an den Henkel. In Handtaschen ist Geld drinnen! Flugtickets nach Paris, wenn man Glück hat. Ein Schlüssel zu einer Wohung. Mit einem Bett drinnen und einem Nachttischchen daneben mit ganz viel Spielzeug in der Lade. Manchmal mehr, manchmal weniger davon. Ich hoffe doch mehr, ich war noch nie in Paris und Spiele fand ich immer schon toll.
  • Und was macht man eigentlich mit Handtaschen? Ich benutze Handtaschen! Oh ja, wie ich es liebe sie zu benutzen! Immer dann, wenn ich sie will und sie können sich gar nicht wehren – das liegt nicht in ihrer Natur. Wenn ich mal so richtig im Öl bin, kanns passieren, dass es auch mal schmutzig wird, da kanns passieren, dass Wachs auf sie tropft oder Champagner über sie geschüttet wird. Am nächsten Tag, wenn ich mit einem Kater aufwache, sehe ich sie mir an, ärgere mich wie sie bei Tageslicht nun aussieht, aber ich erinnere ich mich auch, wieviel Spass ich hatte. Welche scheißteure, tolle Tasche muss ich mir bitte kaufen, die ich mal endlich wieder so richtig versauen kann????

Ok, es steht nun außer Frage, dass die These vorübergehend verifiziert ist.

Da sind ja keine Männer!

Ich: “Ich geh ja jetzt ins Fitnesscenter. Also demnächst. Und warum nicht das Nützliche mit dem Schönen verbinden? Werde mir jetzt ein richtig sexy Sportoutfit besorgen, die Haare in Lara Croft Manier stylen, wasserfeste Schminke kaufen und auschecken wann die meisten Leute dort sind. Meine Kopfhörer lasse ich zu Hause und stehe somit für Gespräche zu Verfügung, während ich auf dieses geile Schenkel-spreiz-Gerät oder Bück-dich-du-Luder-Knackarsch-Instrument warte. Weil man muss dorthin wo die Männer sind, und die sind nicht im Bauch-Bein-Po-Gymnastik oder Bollywood-Tanzkurs sondern im Folterkammerbereich. Und da will ich auch hin!”

Freundin: “Na never! Ich habe mich jetzt in einem Frauenfitnesscenter angemeldet.”

Ich: “Versteh ich nicht. Da sind ja keine Männer!”

Freundin: “Also Männer kennenlernen im Fitnesscenter ist das letzte, das ich möchte! Wenn mein stinkender Achselschweiß am Boden tropft, beim Laufen mir die Titten ins Gesicht schlagen und der Schweiß ein sichtbares Rinsal zwischen meinen Arschbacken auf der Hose abzeichnet, soll mich ja kein Mann so sehen! Ich gehe ins Fitnesscenter um wirklich wieder wie 17 auszusehen!”

Ich: “Versteh ich immer noch nicht. DA SIND JA KEINE MÄNNER! Wo bleibt da die Motivation?”

Freundin: “Außerdem, ich war einmal in einem Bauch-Bein-Po-Kurs und da war sehr wohl ein Mann!”

Ich: “Ja, weil der die gleiche Strategie hatte wie ich. Dorthin gehen wo Frauen sind!”

Kratz mich, beiß mich, gib mir Tiernamen!

Und bitte genau in dieser Reihenfolge. Wer nämlich meint, mich als erstes Mausi zu nennen und sich dann noch Leidenschaft von mir erwartet, sollte besser in den Streichelzoo gehen – da geht es wilder zu. Es gibt wohl kaum etwas das mich mehr abtörnt, als wenn ein Mann mich zu einem niedlichen Kätzchen, kleinem Spatz oder gar zu einem klammernden Äffchen macht. Und das noch bevor ich in der Phase bin, in der er mich auch Baby nennen dürfte. In dieser Phase sitzt die rosarote Brille nämlich felsenfest auf meiner Nase. Aber davor, also wenn ich noch in der Abcheck-Phase bin, in der ich die Symmetrie der Augenposition abschätze, das Lispeln und das nervöse Lippen ablecken auf die Minus-Seite schreibe und die Wahl der Vorspeise mit seinen Qualitäten als Liebhaber vergleiche, sollte man mir bitte keine Tiernamen geben. Kratzen ja, beißen ja, aber nicht das – irgendwo habe auch ich Grenzen mein Lieber.

Warum auch immer, aber ich dürfte es provozieren dass Mann mir besonders fantasievolle Namen gibt. Schnucki und Schnuffi sind nur zwei der kuriosesten. Hach liebe ich es wenn man mich Engel, Prinzessin, Hübsche oder Süsse nennt. Einfach die Wahrheit sagen, was ist daran bitte so schwer??? Also nicht falsch verstehen, ich lasse mir gerne Kosenamen geben, angeblich sind Beziehungen in denen Kosenamen vergeben werden stabiler. Also bitte, ja, her damit! Aber ich bin doch kein Spatz, oder? Ich bin nicht klein und piepse. In keiner Lebenslage, wirklich nicht. Ein Äffchen bin ich schon gar nicht, klammern wurde mir noch nie vorgeworfen. Ok, wenn man besonders lieb zu mir ist, könnte es sein, dass ich schnurre und eine Pussy… äh.. egal, Kätzchen finde ich trotzdem nicht so toll. Wenn dann schon eine ausgewachsene Katze, eine mit Krallen nämlich, um wieder zum kratzen zurückzukommen. Als Maus will ich mich auch nicht bezeichnen lassen. Bin ich grau? Verstecke ich mich in einem Loch? Habe ich einen Schwanz? Und ja ich weiß, meine Vorderzähne sind etwas größer, aber das berechtigt nicht mich als Hasezähnchen zu bezeichnen. Zicklein erklärt sich ja wohl von selbst, dass das nicht so der Reißer ist, oder zicke ich etwa herum? Zicke ich? HÄ? Na! Sprich dich aus! Pffffff….

Aber ab dem Zeitpunkt, ab dem ich mit Herzerln in den Augen auf rosaroten Wolken gen 7. Himmel schwebe, sieht das alles natürlich gaaaaanz anders aus. Anstatt bei einem anderen Reißaus zu nehmen, seufze ich verliebt, wenn mein Angebeter mich seine Tigerlilly nennt. In trauter Zweisamkeit natürlich, ansonsten spürt er meine Krallen.

Wenn Männer Blumen schenken

Dann haben sie ein schlechtes Gewissen. Sagt man ja. Ich habe zugegebenermaßen schon oft Blumen geschenkt bekommen, weil ich gleich zu Beginn so ganz nebenbei erwähne, dass ich es liebe wenn ich Blumen geschenkt bekomme. Bitte tote, keine Lebenden, die sterben über kurz oder lang nämlich eh auch. Und diese Männer hatten ganz bestimmt kein schlechtes Gewissen. Nein. Sicherlich nicht!

Wenn Männer Blumen schenken, dann muss man sie loben. Ich habe noch keinen Mann erlebt, der mir nach Überreichung des Straußes nicht erklärt hat, wie wahnsinnig viel Zeit er dafür aufgewendet hat, den richtigen auszuwählen und was die Floristin für Ratschläge gegeben hat und ob ich eh bemerkt habe, dass da auch Lilien drin sein – DEINE Lieblingsblumen, ich habe mir das gemerkt – Ja toller Mann bist du, toller Mann. Komme mir dann vor, als würde ich meinen Hund loben, der brav seinen Haufen in die Wiese und nicht am Gehweg gemacht hat. Besonders peinlich finde ich es, wenn mein Herzensritter, der zuvor viel zu generöses Trinkgeld gegeben hat, beim Blumenverkäufer im Restaurant um 50 Cent feilscht. Bin ich ihm die 50 Cent nicht wert, oder will er mir beweisen, dass er ein so ein toller Verhandler ist, dass er dem armen Blumenverkaufer die 50 Cent streitig macht? Gut, dann schleppe ich eben den ganzen restlichen Abend diese Rose mit mir rum und wehe ich vergesse sie im vollgestopften Club! Aber eh lieb, danke, aber nur wenn man eh schon am Weg nach Hause ist. Und dann wird sie natürlich getrocknet. Also wenns die erste ist. Werden Blumen geliefert, dann haben das bei mir meist Menschen mitbekommen, bei denen ich das eigentlich nicht wollte. Meine Mutter zum Beispiel. Sie dachte ich sei Single. Oder Arbeitskollegen, die auch dachten dass ich Single sei. Oder die Nachbarin, die wusste um wem es sich handelt und sich nicht mehr auskannte. Denn gelieferte Blumen sind bei mir meist sehnsüchtige, reumütige, nachträgliche, mitleidige Grüße gewesen. Warum soviel Aufwand betreiben, wenn eh alles ok ist? Und Aufwand dürfte das sein, denn noch bei jedem konnte ich beim Danksagungsanruf mir anhören, wie schwierig es war, das zu organisieren, dass ich auch ja erreichbar sei, dass die Blumen auch wirklich ankommen, dass es auch wirklich die richtigen Blumen sind. Einmal bekam ich den Blumenstrauß einen Tag zu spät. Er meinte, der Lieferservice hätte einen Fehler gemacht. Ich meine, er hatte den richtigen Tag meines Geburtstages vergessen.

Aber Blumen sind nicht gleich Blumen. Ich habe gemalte Blumen als Aquarell zum Jubiläum bekommen (das Bild habe ich immer noch!), getrocknet als Deko um das eigentliche Geschenk (hab ich auch noch), in Clubs und Restaurants vom Blumenverkäufer, geliefert mit Briefchen und geheimnisvollen Einladungen, in rot und in gelb, Rosen, Lilien und sogar Nelken (Tankstellenstrauß) bekam ich überreicht. Selbstgepflückte von der Wiese, gekaufte vom Edelfloristen und von der Tankstelle, große Sträuße und einzelne Blumen, lebende im Topf und Bambusstiele im Wasser. Gefreut habe ich mich immer und werd ich mich auch zukünftig, auch wenn der ein oder andere vielleicht doch ein schlechtes Gewissen hatte.

Mein Traummann Georg aus Wien

Die österreichischen LeserInnen kennen es bestimmt, das legendäre Herzblatt-Video mit Georg aus Wien. Obwohl ichs schon auswendig kenne, sehe ich es mir trotzdem immer und immer und immer wieder an, schüttel mich vor Lachen und frage mich, was Georg aus Wien wohl heute macht? Hach muss es schön gewesen sein, zu dieser Zeit studiert zu haben… :)

Edit: Ein Freund spielte mir den Link zur Facebook-Gruppe “Was ist aus Georg aus Wien geworden” zu. Mit aktuellen Fotos!