Letzte Woche erzählte ich auf Styleranking von meiner kindlichen Überzeugung davon, dass ich in Wahrheit eine Prinzessin bin. Heute darf ich euch berichten, dass am Wochenende ein bisschen Prinzessin sein durfte. Zumindestens fühlte ich mich so. Ich zwängte mich nämlich in mein neues Ballkleid, behängte mich mit Schmuck und schreitete statt einfach nur zu gehen.
Doch der Weg zum Glamourauftritt für Möchte-gern-Prinzessinnen ist steinig, mit kalorienarmer Kost und Fitnessprogramm gepflastert. Denn wer ein Ballkleid kauft, das bereits vor ein paar Wochen recht eng sitzt, sollte nicht denken, dass es mit gepflegter Winterspeck-Kost später weniger eng sitzt – eher im Gegenteil. Also ging ich erstmal Essen einkaufen. So beginnt doch jede Diät, oder? Ich verordnete mir striktes Fast Food Verbot, trank Unmengen an Grünen Tee, nahm die Treppen anstelle des Lifts und hüpfte vor der Xbox Kinect im imaginären Schlauchboot die Wasserfälle herunter.
Ganz so radikal war meine Diät somit nicht. Indem man mal ein paar Tage lang Pizza, Burger & Co durch Suppe, Salat und gedämpftes Gemüse ersetzt, braucht man nicht auf weltbewegende Veränderungen auf der Waage zu hoffen. Also tat ich das unvermeidliche. Ich brachte das Kleid zum Schneider, um es weiter nähen zu lassen. Dieser sah sich das Kleid an, schüttelte den Kopf und reichte es mir mit einem mitleidigen Blick wieder zurück: „Das wird nicht klappen, sorry.“ „Das heißt also Nulldiät???“ „Naja,…“
Ok. Also Nulldiät ist nicht so mein Ding. War es noch nie. Dann muss eben die Geheimwaffe her. Mein Weg führte mich zu Dessous am Graben, dem Geschäft einer Freundin, das diese Waffen lagernd hat und mir eine aushändigen würde. Die Rede ist von einer Spanx. Mein persönlicher Bridget Jones Moment stand also kurz vor mir, als ich ein Höschen in Miniaturformat vor meinen Augen hielt und man mich überzeugte, dass da tatsächlich beide meiner Pobacken reinpassen würden. Und das Beste: In Folge passten beide meiner Pobacken auch in mein Ballkleid! Auf diese Idee hätte ich echt schon eher kommen sollen. Noch besser wäre es natürlich gewesen, das Kleid gleich passend zu kaufen. Denn dann hätte ich mir all das gesunde Futter sparen können, mit meinen Arbeitskollen zum fettigen Beislwirt in der Mittagspause gehen können und ein paar Mal öfters mit meinem Freund im Lift schmusen können. Aber was tut man nicht alles für eine bestimmte Kleidergröße…
Diese und mehrere Kolumnen von mir findet ihr unter “Hello Monday” auf Styleranking!
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Februar 27th, 2012
Fanfarella 
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