Archive for the ‘Hello Monday!’ Category

Hello Monday! Bügeln oder lieber shoppen?

Jeden Tag in der Früh das gleiche Theater. Was ziehe ich an? Ich stehe vor dem Kleiderschrank und denke mir jedes Mal aufs Neue, dass ich gar nichts zum Anziehen habe. Wo sind denn all die Teile hin, die ich ständig kaufe, einmal anziehe und dann sind sie weg? Ich meine, bei jedem Großeinkauf denke ich mir dann „Ok Julia, jetzt brauchst du wirklich eine zeitlang nichts Neues mehr zu kaufen, jetzt hast du wirklich genug und alles was du mehr oder weniger brauchst“, und dann steh ich wieder einmal mit Fragezeichen in den Augen vor einem Schrank, der sich scheinbar kaum verändert hat.

Die Wahrheit ist, dass ich eigentlich deutlich mehr Kleidung besitze, als in meinem Kleiderschrank hängt oder liegt. Es ist in der Regel der etwas hübschere Teil meiner Gaderobe, der mit Abwesenheit glänzt. Der Grund: Er liegt zusammengeknüllt in vier (!) großen Schubladen, hineingestopft bis zum Bersten. Darunter Blusen, Kleider, Röcke, Stoffhosen, Tuniken zusammen mit allem anderen, das gebügelt gehört. Ihr wisst schon, dieses heiße Eisen, wovon man besser die Finger lässt und daran halte ich mich auch sehr strikt.

Und auch wenn es jetzt etwas dekadent klingt, ist mir letztens etwas passiert, auf das ich nicht stolz bin. Anstelle das Bügeleisen zu schwingen und meine Hausfrauqualitäten durch ein faltenfreies Kleid zu beweisen, habe ich mir auf dem Weg nach Hause lieber ein neues Kleid gekauft. Aus Zeitknappheit natürlich – das wäre zeitlich sowas von knapp geworden, wenn ich es gebügelt hätte. Ehrlich!

Die Lösung wäre eigentlich, dass ich mich entweder endlich für einen ganzen Nachmittag hinstelle und meine Aversion gegen das Bügeleisen mittels einer Schocktherapie behebe und alles bügel, oder ich übergebe diese Tätigkeit an jemanden, der das besser und schneller kann als ich – und ich spreche nicht von meinem Freund. Doch dann wäre immer noch das räumliche Problem. Denn wenn ich plötzlich vier Schubladen gebügelte Wäsche aufhängen müsste, dann würde sich das wohl nicht ausgehen im Kleiderschrank. Das hatte ich bei meinem letzten Umzug und der Planung des Kleiderschranks natürlich nicht eingeplant. Denn ich bin bereits mit den vier Schubladen Wäsche umgezogen.

Das Gute an meinen Bergen Bügelwäsche ist, dass wenn ich keine Kohle zum Shoppen habe, ich eigentlich nur diese vier Schubladen leeren müsste. Denn eines ist dann sicher: Ich finde garantiert ein Oberteil, Kleid oder einen Rock, den ich seit gefühlten fünf Jahren nicht mehr gesehen und deren Existenz ich bereits vergessen habe. Ist also so, als würde ich quasi etwas vollkommen Neues anziehen. Dann müsste ich es aber immer noch bügeln…

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Hello Monday! Back to Straßenköterbraun?


Seit ca. fünf Jahren bin ich eine Blondine. Alle paar Wochen pilgere ich zu meiner Friseurin des alleinigen Vertrauens, lasse Kohle im Wert von 15 Cocktails liegen und lasse mich drei Stunden lang haartechnisch grundsanieren. Danach habe ich nicht nur die Haare schön, sondern bin ich voll im Bilde über das Sexleben meiner Friseurin und meine Friseurin voll im Bilde über meinen nicht existenten Fortschritt meiner Diplomarbeit. Was bedeutet, dass ich doch noch den Studentenrabatt bekomme.

Das war nicht immer so. Davor war ich nämlich orange. Dank Experimentierversuchen mit dem Blondierungsspray, der für mich unerklärlicherweise immer noch vollkommen frei zugänglich und ohne Waffenscheinpflicht erhältlich ist. Damit können Freundschaften zerstört werden, wenn man diesen Spray einer Freundin empfielt! Und davor war ich brünett. Oder auch Straßenköterbraun, wie ich es immer genannt habe. Dieses Braun, das nicht wirklich braun ist, weil auch bisschen blond dazuwischen ist, aber auch ein bisschen aschiges braun und rostiges rot. Als hätte jemand da oben alle Haarfarbresten zusammengeschüttet und mir vermacht. Dankeschön, wo kann ich es retournieren?

Vor fünf Jahren also, nach drei Jahren Singledasein, habe ich entschlossen gemäß dem Leitspruch „Blondes have more fun“, unter die Blondinen zu gehen. Und was soll ich euch sagen, ich hatte tatsächlich mehr Fun! Als würde mir die Farbe mehr Strahlen verleihen und Selbstsicherheit, erfuhr ich einen persönlichen Aufwind in Sachen zwischenmenschlicher Annährungen, wenn ihr versteht was ich meine. Nebenerscheinungen wie spontane free Drinks, erhöhte Hilfsbereitschaft auf Seiten der Männer und einfacheres Anhalten von Taxis ließ ich über mich ergehen.

Mittlerweile ist mein verändertes Selbstbewusstsein ein fest verwurzelter Teil meines Ichs geworden und die zwischenmenschlichen Annäherungen sind auf einen einzigen Mann konzentriert. Getränkeeinladungen, Hilfestellungen und Anwinken von Taxen, das übernimmt großteils auch nur noch ein Mann. Also eigentlich brauch ich gar nicht mehr blond zu sein. Ich würde mir dadurch Geld sparen, Zeit sparen und könnte ein intensiveres Verhältnis zu meinem Cocktail-Barkeeper des Vertrauens aufbauen. Oder ist das der Anfang vom Ende? Der Abschied von meinem normalen BMI und der Beginn von Twinsets und Bundfaltenhosen? Vom sexy Single zum langweiligen Hausdrachen?

Na dann vielleicht doch lieber wieder zu meiner Friseurin. Ihre Sexgeschichten würden mir eh fehlen.

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Hello Monday! Biete Finderlohn für Weihnachtsstimmung

Alle Jahre wieder Weihnachtswahnsinn und ich strebe alle Jahre wieder die Position der Oberwahnsinnigen an. Bereits im August, wenn die ersten Schokonikoläuse und Lebkuchen in den Supermärkten „KAUF MICH! JETZT!“ brüllen, komme ich in Weihnachtsstimmung, beginne Dekoideen zu sammeln, Keksrezepte aus meiner X-Mas-Schachtel zu holen, stelle in Gedanken Outfits für die Feier bei meinen Eltern, bei meiner Oma und mit meinem Freund zusammen und überlege, wann ich das Weihnachtsdinner mit meinen Mädels ansetze, damit ja ich es bin, die es ausrichtet und niemand anderes mir den Termin streitig macht. Weihnachten gehört mir. MIR! Ein Fest der Freude und Liebe soll es natürlich auch sein. Jajajaja….

Gestern hat für mich dann Weihnachten begonnen. Obwohl ich im Oktober bereits die ersten Weihnachtslieder bei sommerlichen 35 Grad in Las Vegas hörte und die Werbung seit einem Monat mit X-Mas-Angeboten um sich wirft. Endich. Der erste Adventsonntag, das erste Kerzerl wird am Adventskranz entzündet. Ganz großes Kino in meiner Kindheit: Familie versammelte sich um den selbstgebunden Kranz, ich holte meine Gitarre und gemeinsam sangen wir „Wir sagen euch an, den lieben Advent“. Die gute alte Zeit, in der ich noch ans Christkinderl glaubte, jeden Tag ganz aufgeregt ein Fensterchen im Adventskalender öffnete und einen Brief ans Christkind schreibt, mit all meinen geheimen und weniger geheimen Wünschen. Und dann fand ich meine Briefe ans Christkind in der Schmuckschatulle meiner Mama. Aber das war egal, ich WOLLTE ja daran glauben.

Dieses Jahr ist irgendwie alles anders. Die einzige Weihnachtsdeko in der Wohnung habe ich geschenkt bekommen, einen Adventskranz besitze ich noch nicht und wenn, dann werde ich ihn zum ersten Mal nicht selbst binden, sondern kaufen. Keine Lämpchen vor den Fenstern, kein Adventskalender, der nur darauf wartet gefüllt zu werden und selbst meinen Brief ans Christkind, der seit Jahren via Mail an meine Freundinnen verschickt wird, wartet noch darauf geschrieben zu werden. Die Keksrezepte sind Opfer meiner Realitätsnähe geworden und wanderten bereits wieder retour in die Kiste und das Weihnachtsdinner mit meinen Mädels wird an einem Freitag stattfinden und nicht wie üblich ganz relaxed an einem Samstag.

Im Grunde genommen war ich im Sommer mehr in Weihnachtsstimmung als jetzt. Dabei liebe ich doch Weihnachten! Was ist da bloß passiert? Muss ich erst Norwegerpulli, Fellpantoffel und lange Unterhosen tragen, mir den Bauch mit Vanillekipferl vollschlagen und „Last Christmas“ in Endlosschleife hören, damit ich realisiere, dass jetzt der richtige Zeitpunkt wäre und nicht im Sommer? Verdammt noch mal, wo ist die Weihnachtsstimmung geblieben? Vielleicht finde ich sie ja am Grunde eines Glühweins…

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What’s in my bag – aber echt jetzt!

Ihr kennt ja diese Blogposts, die eigentlich nur dazu dienen, einen über einen ideenlosen Tag hinwegzutragen. Da bloggt man dann über irgendein Vogue-Editorial, macht ein Foto von seinem Fensterausblick und vergewaltigt es mit 27 Filtern. Oder man zeigt, was man so in seiner Tasche mit sich rumschleppt. Letzteres finde ich gar nicht mal so uninteressant und ich frage mich jedes Mal aufs Neue, ob man vom Tascheninhalt auf die Person schließen kann und ob hier nicht doch ein bisschen geschummelt wird.

Wenn ich euch zeigen würde, was so in meiner Tasche kreucht und fleucht, wäre das genauso stilvoll wie Bud Spencer beim Wasserballett. Dann doch lieber den Kühlschrankinhalt. Der macht zumindest glücklich, nach der Anzahl der Schokopuddings zu schließen. Oder mein Kleiderschrank, der ziemlich ordentlich ist und daher so gar nicht zu mir passt. Auch gut wäre der Inhalt meines ehemaligen Autos gewesen, der wohl ausgereicht hätte meinen fahrbaren Untersatz als legitimen Wohnort anzumelden. Aber was in meiner Tasche ist, hat wenig Gemeinsamkeiten mit dem meiner BloggerkollegInnen.

Also sehen wir uns mal den Inhalt aus meiner Tasche an – ganz frisch von heute morgen

Und, Gemeinsamkeiten von Bud Spencer und Wasserballett gefunden? Denn DAS ist die Realität! Vollkommen unverblümt und kopfüber aus der Tasche gekippt. Nein, ich trage keinen halben Kosmetiksalon mit mir rum, nichtmal obligatorische Taschentücher oder einen Lippenbalsam findet man bei mir. Parfüm oder Deo bleiben ebenfalls immer daheim liegen. Und ich schwöre, ich rieche trotzdem nicht wie ein Klo. Einzig ein Lipgloss, welches ich aus meiner Studienzeit noch bei mir rumtrage und einen Lippenstift, den eine Freundin bei mir mal hat liegen lassen und seither immer noch bei mir liegt, waren überraschenderweise in der Tasche. Ich habe auch kein Buch bei mir, welches ich aus meinem mit Weltliteratur reich bestückten Bücherregal herausgefischt habe, nicht mal ein Notizbuch war in meiner Tasche.

Eine Menge Münzen, die nicht gezwungenermaßen alle Euros sind, kugeln soundso immer in allen Taschen bei mir herum. Das überrascht mich wenig. Souvenierchips von Las Vegas warten noch auf neue Besitzer, die mir über den Weg laufen und fragen könnten, ob ich ihnen denn was von USA mitgenommen hätte („Aber klar doch, schau, ein Las Vegas Chip!“). Und jetzt wisst ihr auch welche Pille ich nehme und dass ich immer Parkemed bei mir rumtrage. Augentropfen, Handcreme oder Desinfektionstücher und anderes nützliches Zeugs gibt’s bei mir nicht. Ich improvisiere – frage also meine Freundinnen danach wenn notwendig. Leine, kleine Kauknochen und Sackerl fürs Gackerl müssen dabei sein, der ganze Dreck darin eigentlich nicht.

Sehe ich mir dann den Inhalt von Bloggertaschen wie von meiner lieben Kollegin Sarah an, komme ich leicht ins Grübeln: Bin ich einfach total unorganisiert, liebe ich das Chaos, zolle ich meiner Tasche zuwenig Respekt, indem ich jeden erdenklichen Müll reinwerfe? Oder verheimlichen uns ein paar Taschen eine dunkle, unordentliche und besonders dreckige Seite von sich? Ich tippe auf letzteres. Ich will kein Mini-Messie sein wenn man sagt: „Zeige mir deinen Tascheninhalt und ich sage dir, wer du bist.“

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Glitzerkacke und Halloween

Heute ist der 31. Oktober. Und was bedeutet das? Meine Mama hat Geburtstag. Dass meine Mutter ausgerechnet an Halloween geboren wurde habe ich in meinen Jugendtagen immer als ein Zeichen Satans gesehen. Insbesondere dann, wenn sie wutentbrannt mit ihren feuerroten Haaren vor mir tobte, und sie für mich ein bisschen Ähnlichkeit mit einer Frau hatte, die in einem Knusperhäuschen ganz tief im Wald wohnt und dort kleine Kinder grillt. Und das alles nur weil ich mal wieder zu spät heim gekommen bin oder mein Zimmer einem Messie-Auffanglager glich. Wie weit meinen Bruder und mich wohl unsere Brotkrümel bringen werden?

Heute seh ich das natürlich viel entspannter, immerhin sind wir verwandt und wer weiß was in mir schlummert. Soll keine Drohung sein. Also backe ich brav einen Geburtstagskuchen, schenke etwas Selbstgebasteltes und etwas mit wirklichem Wert und freue mich der ganzen Schlampenkostüme in Wien entkommen zu sein. Halloween ist für mich also nichts von Bedeutung, wenn man den Geburtstag meiner Mutter absieht, irgendein Zeitpunkt, der zwischen lauen Sommernächten mit frozen Cocktails und dem ersten Christkindlmarktbesuch mit dampfenden Beeren-Turbopunsch und extra Schuß liegt. Reichlich unspektakulär im Vergleich somit. Ehrlich gesagt bin ich bereits in Weihnachtsstimmung und gar nicht offen für dieses ganze Spuk- Dingsbum. Kann bitte endlich all die orangefarbene Dekokacke aus den Geschäften weichen, damit endlich all die Glitzerkacke für Weihnachten genügend Platz hat?

Da gibt’s nur ein Problem: Ich geh unheimlich gerne auf Partys! Und sobald jemand eine Party schmeißt, steh ich schon auf der Matte und heute werde ich auf der Matte stehen! Da ich nun auf die Schnelle kein Faschingskostüm auf gruselig ändern kann (oder mag), werde ich wohl eine auf Fashionbloggerin machen, zieh Killer-Plateauheels an, hole meinen Filzhut heraus, um den Hals hänge ich mir einen Klotz von Spiegelreflexkamera und irgendein Pseudo-Vintagekleidchen muss daran glauben. In der einen Hand dann eine super-oversized-Bag und in der anderen selbst gebackenen Cupcakes. Als besonderes Mitbringsel könnte ich die abgehackten Bloggerhände meiner Dislike-Blogs mitbringen. Alles habe ich daheim, nur die Kamera muss ich noch klauen. Ja, auch die Glitzerkacke-Liebende hat eine dunkle Seite.

Mamas Geburtstag wird nämlich erst am 1. gefeiert, zu Allerheiligen. Bin mir noch nicht sicher ob das ein besseres Datum wäre, geboren zu werden. Wahrscheinlich nicht, denn zu Allerheiligen sind die Partys nicht ganz so lustig und am nächsten Tag kann man nicht ausschlafen.

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Hello Monday! Mission Hochzeitsoutfit

Ich weiß eh, ich schau ein bisserl zwider drein :D

Und wieder heiratet wer. Wieder ein Tag voll von Kitsch und Romantik und Essen, Pärchenspielen, Singletischen, Kinderanimation und vor allem Hoffnungen und Wünschen. Ja, ich liebe Hochzeiten und am vergangenen Wochenende heiratete mein Stiefbruder bei strahlendem Sonnenschein direkt an der Alten Donau. Hach wie schön! Denn Hochzeiten sind das letzte Märchen für viele von uns Erwachsene, das Happy End, der real gewordene persönliche Liebesfilm in dem man selbst die Hauptrolle spielt.

Für die Gäste bedeutet es in der Regel lediglich zwei Dinge: Ein Kuvert mit möglichst viel Geld und den besten Wünschen füllen und ein passendes Outfit zu wählen. Ersteres ist mit einem Gang zum Bankomaten und einer Glückwunschkarte schnell erledigt und nur schwer zu verhauen. Bei letzterem tun sich einige schon etwas schwerer habe ich bei vielen vergangenen Hochzeiten bemerkt. Denn während die Braut ihren Prinzessinnentraum lebt und der Bräutigam Prinz Charming Konkurrenz macht, kreuzen immer wieder ein paar schwarze Schafe auf, die bei ihrer Outfitwahl total ins Klo gegriffen haben. Dabei muss man wirklich nicht über einen übervoll gefüllten Kleiderschrank verfügen, um die richtige Wahl zu treffen.

Ich habe ein Outfit, das ich bis jetzt zu den meisten Hochzeiten getragen habe. Ein fliederfarbenes Seidenkleid mit Blumen. Ein Allrounder. Passt übrigens auch gut zu Taufen. Und Schwiegereltern in spe kennenlernen. Bei einer Schlosshochzeit kommen Lackpumps, Vintage-Tasche und Kurzblazer zum Einsatz. Bei einer ungezwungenen Freilufthochzeit werden Ballerinas, Cardigan und Bowlerbag kombiniert. Was man braucht, ist also lediglich ein Kleid. Bin kein Fan von Hosenanzügen auf Hochzeiten, sorry.

Also als erstes die Einladung genau studieren. Bei einer kirchlichen Trauung könnt ihr das knallenge rote Minikleid, mit dem ihr den Trauzeugen rumkriegen wollt, gleich wieder zurückhängen. Einzig bei der Hochzeit von Pam Anderson oder Hugh Hefner wäre dieser Fummel angebracht. Handelt es sich um eine rustikale Feier, ist das große Abendkleid oder die Philip Treacy Hutkreation fehl am Platz, oder wollt ihr etwa die Braut übertrumpfen? Apropos: Dass die Farbe weiß für alle Gäste ein Tabu ist, muss ich wohl nicht erwähnen. Es sei denn, die Braut wünscht es sich – scheint nämlich ein neuer Trend zu sein wenn ich mir die Hochzeiten von Kate Middleton und Kim Kardashian ansehe. Ach und in eurem Ich-geh-mal-schnell-Eier-kaufen-Outfit dürft ihr gerne in der Küche aushelfen, aber nicht an der Tafel teilnehmen. Die Eheleute haben so viel Geld und Zeit dafür aufgewendet, ihren schönsten Tag des Lebens zu planen, da kann man sich zumindest eine halbe Stunde Zeit fürs eigene Styling nehmen.

Und jetzt zu den Männern:…

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Sonntag, der Arschlochfreund vom Montag

Montage beginnen eigentlich nicht wenn man in der Früh aufsteht und sich in die Arbeitskluft wirft. Montage beginnen eigentlich schon am Sonntag. Spätestens am Abend, wenn man sich Gedanken darüber macht, wann man denn in der Früh aufstehen muss und ob man die von der Cocktailbar nach Zigarettenrauch riechenden Haare waschen sollte. Sollte man, tu ich aber nicht. Quasi Wochenende in die Arbeitswoche holen. Gute Ausrede für Faulheit.

Für mich beginnt der Montag am Sonntagabend, mit dem letzten Spaziergang. Mit Freund und Hund, entlang des Donaukanals, stockdunkle Nacht, schwarzes Wasser, die ratternde U-Bahn auf der einen, die wenigen dahinrasenden Autos auf der anderen Straßenseite. Und am Spazierweg nur ein paar Verrückte, die ihrem Schweinhund mit Laufschuhen in den Arsch treten. Dann wird Revue passiert und Pläne für die nächste Woche geschmiedet: Wann gehen wir neue Hemden für ihn kaufen, wann ein Kleid für mich, fahren wir an unserem Couple-Day zum Flughafen um ein bisschen Urlaubsluft zu schnuppern, wann gehen wir in den Sexshop und brauchen wir noch Rohrreiniger?

Im Grunde genommen sind doch Sonntage die Arschloch-Freunde von Montagen. So wie der letzte Urlaubstag, den man mit gepackten Koffern verbringt und man in Gedanken bereits im Stau steckt. Oder wie der Lieblingsnagellack, der seit vier Jahren nicht mehr produziert wird und immer weniger und weniger wird. Oder wie der sauteure Fisch, den man unbedingt heute zubereiten muss, obwohl man aber viel lieber eine Tiefkühlpizza in den Ofen schieben würde. Sie sind der unvermeidliche Aufstieg zum 10 Meter Brett, bis es bergab geht.

Man sieht, Montage sind nicht unbedingt meine Lieblingswochentage, auch wenn sie meistens am schnellsten vergehen, weil am meisten zutun. Also ging ich so durch die dunkle Nacht und überlege mir, wie ich diesen bereits angebrochenen Montag am erfüllensten gestalte. Ziel Nummer eins: Haare waschen. Die Erinnerung an das schöne Wochenende sollte nach Blumen riechen und nicht nach Zigaretten. Ziel Nummer zwei: Wieder ein bisschen vom Lieblingsnagellack verbrauchen. Montage können das gut gebrauchen, sich etwas zu gönnen. Ziel Nummer drei: Adresse vom naheliegensten Sexshop raussuchen.

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Hello Monday! Overdressed oder Outfit-Fail?

Eigentlich habe ich kein Problem damit, overdressed zu sein. Also so lange ich nicht ein Ballkleid beim Kinobesuch trage. Keine Lust auf Nachosauce auf meinem Perlen bestickten Kleid. Aber es gibt einen Unterschied zwischen overdressed und gänzlich unpassend gekleidet.

Dieser Outfit-Fail ist mir am Wochenende bei einem Event im Vestibül des Wiener Burgtheaters passiert. Man möge meinen, dass man in Räumlichkeiten des Burgtheaters mit Heels und einem Kleidchen schwer gänzlich unpassend gekleidet sein kann – aber da wurde ich eines besseren belehrt. Denn das Vestibül war vollgestopft mit jungen Leuten, die wohl gerade von der Vorlesung an der Uni gekommen wären, wenn nicht gerade Ferien sind. Getränke gab es in Plastikbechern, Platz war Mangelware und sobald man nicht in Bewegung war, wurde man von allen Seiten angerempelt und die Leute stiegen auf meine hübschen Schuhe.

Ich bin einfach aus dem Alter draußen, in dem ich es prickelnd finde, einen Becher Bier übern Kopf geschüttet zu bekommen, aber von der Musik, die mit dem angekündigten Soul und Funk leider gar nichts zutun hatte, wurde ich unfreiwillig in die 90er Jahre meiner Jugend katapultiert. Geremixed mit Electro Beats, die mich sentimental an die Originalversion von 20 Fingers „Short short Man“ träumen lässt: Schulskikurs, geschwänzter Religionsunterricht und das erste Mal mit einem Jungen tanzen.

Während ich mir also in meinen 12 Zentimeter-Heels die Beine in den Bauch stehe und mich nicht traue irgendwo meine Vintage-Tasche meiner Oma zu stellen, aus Angst sie würde in einer Alkoholpfütze landen, erntete ich verschiedenste Blicke. Da gab es den amüsierten Blick, der es köstlich fand mich so dermaßen deplatziert zu sehen und der es mir auch ansah, dass ich mich deplatziert fühlte. Er ging meist mit einem Hinweis an dessen besten Freund und Freundin einher: „Schau dir mal die an, ob die sich verirrt hat?“ Nein nicht verirrt, nur nicht wissend, dass es keinerlei Dresscode gibt.

Dann gab es noch den abschätzigen Blick, der mich als oberflächliche, materialistische Tussi abstempelt, die es wagt in seine Sphären vorzudringen. „Gott was für eine Tussi, sollte die nicht in einer dieser Mainstream-Diskos auf ihren Heels wackeln?“ Ja, ich stimme dir zu. Total. Solltest du nicht einen Job suchen?

Oder der Blick, den man eigentlich einem Alien zuwerfen würde. Gefolgt von einer Totalmusterung von Kopf wie Frisur, bist Fuß wie Schuhe. Dann nochmals Schuhe, dann Kleid, dann nochmals Schuhe, dann Beine und dann Schuhe. „Wie geht das bitte? In solchen Schuhen gehen?“ Ja wenn ich gewusst hätte, dass mir hier ständig auf die Füße gestiegen wird und es keine Barhocker zum präsentieren der Schuhe gibt, dann hätte ich wohl auch meine Sneakers angezogen. Wobei, die sind gold, das ginge auch nicht. Aber dann hätte ich mir eben welche gekauft, basta.

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Hello Monday! Omas Outfit-Tipps

Wenn Omas versuchen den Enkelkindern Modetipps zu geben, dann wird es meistens sowas wie „adrett“ oder „peppig“. Aber nicht so, dass man als schulpflichtiges Kind ohne Prügel und anonymen Leidensblog die Schule verlässt. So ein Kind, das blauäugig den hippen Tipps der Oma hörig ist, beobachtete ich letztens in der Straßenbahn.

„Geh Patrick, magst nicht das Kapperl nach hinten schieben? Das tragen die jungen Leute heute so.“ Und der kleine Patrick tut es, dreht das Kapperl um und macht „Kevin allein zu Hause“ Konkurrenz – 90s forever! Und schon habe ich einen Flashback in meine Vergangenheit. Ich war 15 Jahre alt und eine absolute Outsiderin in meiner Klasse. Ganze vier Freundinnen kamen zu meinem damaligen Geburtstag – war sowas wie der schräge Vogel, der einfach nicht cool sein wollte. Damals trug man Latzhosen, mit offenem Latz und XXL-Fruit of the Loom Pullovern, dazu dicke Vans und die Haare ganz weit ins Gesicht fallend, so dass man gerade noch an den ersten Mentholzigaretten ziehen konnte. Ich trug die Latzhose natürlich geschlossen, schön straff gezogen – Oma meinte, dass das sonst schlampig aussieht. Darunter trug ich ein weißes Sport-T-Shirt. Und damit das ganze nicht so sackartig aussieht, hat mir Oma noch einen schwarzen Taillengürtel über die Latzhose gebunden. Es sah schlimmer aus, als ihr es euch jetzt vorstellt. Mir wars vollkommen egal. Ich hatte mein Augenmerk auf meinen Haaren, die ich fein säuberlich in zwei Zöpfe flocht und meinen schief geschnittenen Pony auf die Seite föhnte. Oma meinte, dass ich so eine schöne hohe Stirn habe, die müsse man zeigen. Und so ging ich mit meinen Freundinnen zu McDonalds.

Tja, also wenn es darum geht, dass Omas den Jugendlichen sagen, was gerade superhip ist, so sollte man darauf besser nicht hören. Aber wenn es um Tipps für stilvolle Outfits geht, da haben sie sehr wohl etwas zu melden! Die wichtigste Regel meiner Oma ist, dass die Handtasche immer zu den Schuhen passen muss. Eine Regel die mal mehr, mal weniger Trend ist. Diese Regel ist daran schuld, dass ich nicht so viele Schuhe habe, wie ich es gerne hätte. Aber auch die Must-Haves meiner Oma sind Klassiker, wie wir sie alle kennen: Kleines Schwarze, Perlenkette, schwarze Pumps und Chanel Nr. 5.

Je älter man ist, umso mehr Erfahrung hat man, deshalb finde ich die Stylingtipps der 79jährigen Joyce wirklich topp, die ich auf Advanced Style gefunden habe! Das Blog fragte sie danach und am Ende hat sie für uns zehn Punkte genannt, damit wir richtig stilvoll sind. Unter anderem, dass Handschuhe das i-Tüpfelchen eines Outfits sein können, schöner Schmuck jedes Outfit aufwertet – selbst wenn der nicht echt ist, oder dass man ruhig zeigen darf, was man hat. Hier das Video der Dame, für die offensichtlich auch Besuche beim Beauty-Doc zum guten Stil gehören:

Heute frage ich mich, ab welchem Punkt ich aufgehört habe auf die hippen Stylingtipps meiner Oma zu hören. Ich habe nämlich keine Ahnung, vielleicht werde ich ja mittlerweile selbst so hipp wie meine Oma. Eine Vorliebe für Taillengürtel besitze ich jedenfalls nach wie vor.

Ich schreibe übrigens jeden Montag eine Hello Monday! Kolumne auf Styleranking. Wer mehr davon lesen will, bitte hier klicken :)

Hello Monday! Der Unaussprechliche

Ab 30 hat man normalerweise mehr Budget für Schuhe, als mit 20. Noch ein Vorteil am älter werden

Woran merkt man, wenn man erwachsen ist? Wenn teurer Wein für einem mehr als 4 Euro die Flasche kostet. Oder wenn man von Gleichaltrigen gesiezt wird. Oder wenn man zum Geburtstag 30 Kerzen auf der Torte auspustet.

Der 30er war bisher immer ein Grenzgeburtstag, der bei mir in Gedanken mit dem Start von Botoxparties und knielangen Röcken einherging, aber je näher ich diesem Tag komme, umso weniger Schrecken birgt er für mich. Ja, ich überlege sogar mich an die in 5 Jahren (na gut, es sind 2) auf mich wartende Feier zu erinnern und nicht wie geplant ins Nirvana zu betrinken.

Eigentlich ist es ab dem 30er gar nicht mal so übel. Mit 30 ist man nachweislich am attraktivsten. Weil man nämlich weiß, was einem steht und was nicht. Im besten Fall greift man dann nicht mehr zum Haartod Nr. 1, dem Blondierungsspray (ja, auch ich habe daraus gelernt) und tut seinen – nennen wir sie kräftigen – Oberschenkeln nicht mehr die unvorteilhaften Stoffhosen an, die sich beim Sitzen ausbeulen und einen noch ähm kräfter aussehen lassen. Zu grünen Augen verwenden wir keine blauen Lidschatten mehr, und mein gelblicheTeint beisst sich einfach mit den blauen Rottönen. Keilabsätze mit Größe 40 sehen einfach nicht mehr sexy aus und auch der Kurzhaarschnitt mit einem runden Riesenschädl geht nunmal auch nicht. Und ja, auch das habe ich ausprobiert. Es braucht seine Zeit, bis man realisiert, dass für manche Styles, mögen sie noch so überzeugend von Kate Moss & Co propagiert werden, der eigene Körper einfach nicht gemacht ist.

Aber das sind ja alles nur Äußerlichkeiten! Gehen wir an die wirklich inhaltlichen Themen ran, beispielsweise an den Inhalt der Geldbörse. Wirklich spitze ist nämlich, dass man in der Regel mit 30 mehr verdient, als mit 20! Vorausgesetzt man war mit 20 keine knackige Gogo-Tänzerin in Nobelclubs und findet mit 30 nur noch in abgefrackten Großraumdiskos ein Engagement…

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Hello Monday! Der ganz normale Hochzeitskleiderwahn

In meiner nahen und fernen Umgebung ist ein Fieber ausgebrochen. Alle heiraten sie plötzlich. Und auf einmal spricht man ständig über Hochzeiten, Polterabende und darf man in schwarz zu einer Trauung gehen. Und tut man das im Beisein des männlichen Anhangs, bekommen diese ganz schnell, ganz schön Muffensausen.

Aber ruhig Blut Männer, nur weil wir darüber reden, heißt das nicht, dass wir jetzt sofort heiraten wollen. Also per se wollen wir schon heiraten, nicht alle natürlich, aber viele wollen es. Und nicht zwingendermaßen euch. Wirklich nicht. Auch wenn ihr euch gerade so schön anbieten würdet, weil ihr eben grad da seid und es grad sehr schön mit euch ist. Aber keine Panik, wir haben IMMER schon über Brautkleider, Gesteckvarianten und Platzkärtchendesign gesprochen. Wirklich! Nur jetzt verwirklichen sich diese ganzen „Also wenn ich einmal heiraten sollte, dann wünsche ich mir“-Tagträumereien sukzessive für unsere Freundinnen. Also für meine. Wir sind ja schon (längst) im heiratswilligen äh -fähigen Alter.

Und wir haben uns wirklich IMMER schon im Internet Brautkleider angesehen, die Newsletter von DEN amerikanischen Weddingplannern abonniert und haben regelmäßig die Wedding Collections von Vera Wang und Elie Saab bestaunt. Ihr müsst wirklich keine Angst haben, dass wir gerade bei euch im Hafen der Ehe den Anker fallen lassen wollen…

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Hello Monday! Mein Kampf gegen die Adiletten

Ich bin momentan auf Kurzurlaub in Kroatien und habe meinen Koffer mit der gewohnten viel zu großen Vielfalt an Schuhen und Klamotten gefüllt. Zweieinhalb Tage in Sonne, und dafür vier Kleider, zwei Hosen, drei Oberteile, zwei Strandkleider und fünf Paar Schuhe sind doch nicht zuviel, oder?

Meine Begleitung sieht das etwas anders. Jemand der in 20 Minuten zwei Hosen, drei Shirts und zwei Hemden kaufen kann, bei dem sieht eine gepackte Reisetasche folglich anders aus. Pragmatisch würde ich sagen. So wie sein Schuhwerk für den Strand, das sind nämlich die unter allen nur ansatzweise modisch interessierten Personen verpöhnten Adiletten!

„Unter allen verfügbaren Sandalen und Flipflops für den Strand, suchst du dir ausgerechnet Adiletten aus?“ Er versteht nicht recht auf was ich raus will. Was soll denn schon so schlimm daran sein? Immerhin sind sie aus Gummi und erfüllen ihren Zweck, den Kies unter den Füßen nicht zu spüren. Schweife daraufhin aus und baue das katastrophalste und abstoßendste Adiletten-Trägerbild auf: Bierbäuchige, alte, behaarte, derbe und leicht dümmliche Männer mit Halbglatze, die den gesamten Tag im Schatten eines Gastgartens einer Kneipe auf Mallorca verbringen. Mit Bier in der einen Hand und einer Zigartte in der anderen, am Handgelenk baumelt eine goldene Gliederkette, der Blick starr auf den Strand gerichtet, auf all die Schönheiten von denen er sich nachts einen… öhm, ja.

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