szmtag Fanfarella

Mai 14th, 2012

Dürfen Blondinen Pink tragen?

Unschuldig weiß oder verrucht schwarz? Sonnig gelb oder erfrisched grün? Viele Farben haben irgendwie eine Bedeutung für uns. Auch pink. Da denken die einen an Barbie, die anderen an Zuckerwatte, vielleicht auch Paris Hilton. Meistens ist es aber etwas ziemlich Süßes oder Tussiges.

Ich bin gerne blond. Ab und an überlege ich mir natürlich doch mal, die Farbe zu ändern, aber unterm Strich ist mir klar, dass ich gerne Blondine bin. Dass ich mit meiner Haarfarbe die ein oder andere Farbe bei Kleidern lieber meiden sollte – daran dachte ich noch nicht. Aber dafür eine Bekannte:

„Finde ich toll, dass du soviel rosa und pink trägst, obwohl du blond bist.“ Ich war etwas überrascht ob dieser Aussage. Seit wann passt denn blond und rosa nicht zusammen? „Nein ich meinte, weil ja Blondinen mit rosa recht bald billig oder tussig aussehen.“ „Ähm, danke… ?“ „Bei dir sieht es natürlich nicht so aus! Das ist ja auch das Tolle!“

Warum habe ich bloß das Gefühl, dass das nicht so ernst gemeint war und es nur ein Versuch war, aus dem Fettnäpfchen rauszukommen? Ich gebe zu, ich trage gerne rosa und pink. Aber ich hatte nie das Gefühl damit billig auszusehen. Was ist denn an meinem Blümchenkleid billig? Und wie eine Barbie sehe ich wahrlich nicht aus. Auch nicht wenn ich meine rosa Bluse mit meinem pinken Cardigan trage. Liegt vielleicht auch daran, dass ich keine Barbiemaße habe und meine rosarote Brille ungern absetze. Und ich hoffe doch, dass es auch daran liegt, dass ich sprechen kann. Zusammenhängende Sätze in der Regel und nicht aus Plastik bin.

Es ist mir klar, dass man als erwachsene Frau vielleicht nicht im Rosa-Barbie-Allover-Look auftreten sollte, wenn man ernst genommen werden möchte. Wobei, warum eigentlich auch nicht? Ich sage zwar auch immer, dass Kleider Leute machen, doch ernst nehmen sollte man eine Person doch immer. Egal was sie trägt.

Damit dieser Text aber nicht mit einer seriösen Moralpredigt endet, muss ich euch noch etwas gestehen: Neben rosafarbenen Kleidchen, Blüschen und Röckchen habe ich eine Vorliebe für rosafarbenen Nagellack und Lippenstift entdeckt. Und ich schwöre, der sieht super aus – so lange er knallpink ist. Sogar an einer Blondine. Solariumbräune, Dauerwelle und überlange Gelnägel würde ich dann aber vermeiden. Das könnte dann wirklich zuviel des Guten sein.

Diese und mehrere Kolumnen von mir findet ihr unter “Hello Monday” auf Styleranking!

Bild via

Mai 9th, 2012

H&M for Water: Keine Reue beim Shoppen?

H&M for Water soll wohl keine Reue beim Shoppen aufkommen lassen, denn immerhin tut man ja was Gutes: Die Kollektion ist großteils aus Bio-Baumwolle und nachhaltigen Materialien hergestellt und außerdem wird vom Verkaufserlös 25 Prozent an Wateraid gespendet. Als ob da jemand sein Konto ausgleichen möchte.

Über die Muster können wir gerne diskutieren – die sind jetzt nicht so unbedingt meins und irgenddwie erinnert mich alles so ein bisschen an Dirty Dancing reloaded in Hawaii. Einzig die Kette hat es mir angetan, aber sonst… naja… Vielleicht ja etwas für die Daheimgebliebenen, ich selbst wäre ja lieber in Hawaii, als Hawaiiprints  zu tragen.

Hier eine Auswahl der Kollektion, die ab 31. Mai erhältlich ist:

Mai 8th, 2012

Und plötzlich finde ich Apricot ganz toll

Heute hatte ich meine neue “Omajacke” von Rene Derhy an, die ich in den Galleries Lafayette in Berlin gekauft hatte. Gestrickte Kastenjacken haben bei mir einfach immer etwas Omahaftes an sich. Doch diese gefiel mir danke dem ganzen Blingbling an den Säumen und den eingearbeiteten Silberfäden auf den ersten Blick und das, obwohl ich Apricot nicht so prickelnd finde normal.

Ich kann mich noch erinnern, als ich mein von den Eltern in Apricot gestrichenes Kinderzimmer, in einer Nacht und Nebelaktion, ratzfatz dunkelrot ausmalte. So sehr störte mich diese Farbe. Zugegeben, dunkelrot war im Nachhinein auch nicht das Optimum…

Jacke: René Derhy, Rest: H&M

Mai 7th, 2012

Mein neues Kleines Schwarze

Schon ewig und immer wollte ich ein COS Kleid haben, doch leider gibt es bei uns (noch) keinen Store und online bestellen – ich weiß nicht, etwas teurere Sackkleider will ich dann doch lieber anprobieren. Mein letzter Berlin-Besuch wurde daher gnadenlos dafür verwendet, den COS Store kleinsäuberlichst zu durchstöbern und dabei herausgekommen ist unter anderem dieses schwarze Kleid, mit einem aufklaffenden Oberteil, das darunter etwas durchsichtig ist. Ausnahmsweise habe ich die gerade Linie unterbrochen und einen Taillengürtel dazu getragen. Das nächste Mal wird es aber ohne Gürtel ausgeführt.

Das zweite COS Kleid werde ich euch auch bald zeigen – meine Follower auf Instagram kennen es aber schon ;)

Kleid: COS, Gürtel: H&M, Ohrschmuck: Forever21, Uhr: Michael Kors, Tasche: Flohmarkt, Schuhe: Buffalo

Mai 7th, 2012

Was Frauen schauen – oder auch nicht!

Ich liebe ja von Klischees triefende Texte und bis zur Unkenntlichkeit mit Ironie versetzte Wortbilder, aber manchmal kommt dann doch zwischen all meinen pinkfarbenen fluffigen Klein-Mädchenfantasien die Oberschullehrerin durch, die sich über so Kleinigkeiten wie rosafarbene Notebooks, Glitzerhandys und DVD-Aufklebern mit der Aufschrift „Was Frauen schauen“ ziemlich auslassen kann.

Letzteres ist mir gestern Abend leicht aufgestoßen. Selbst gepopptes Popcorn, Coke Zero und eine DVD, die von sich behauptet, dass ich die gerne schauen würde. Der Cover ist schon leicht schnulzig: Ethan Hawk als Supersoftie in der Abenddämmerung. So wirklich macht mich das nicht an. Aber der Film findet in Wien statt! Joaaa, das könnt schon besser werden. Das morbide Wien als Schauplatz einer tragischen Liebesgeschichte. Keine Ahnung ob Frauen das gerne sehen, aber für mich würde das schon passen.

Der Film beginnt in einem Zug. Die Österreicher sprechen offenbar alle derbstes Wienerisch laut Hollywood. Ok, gibt’s bisschen etwas zum Schmunzeln. Aber dann kommt ein Trauerspiel an Pseudo-Romantik. 15 Minuten wird im Zugrestaurant gesprochen, über Themen, bei denen man einem Fremden höflichkeitshalber zuhört und währenddessen überlegt, ob man lieber jetzt aufs Klo gehen sollte, oder erst bei der Ankunft. Dann supertiefgründige Gespräche über die ersten sexuellen Gefühle und was man denn so hasst und was einen so glücklich macht und was einem Pippi in die Augen treibt – diesmal in der Straßenbahn. In immer der gleichen Kameraeinstellung. Höhepunkt: Der schüchterne Kuss in einer menschenleeren Gondel des Riesenrads. Deshalb ist der Film also erst ab 6 Jahren freigegeben. Ich frage gelangweilt, ob denn da noch jemand Sex haben wird, oder ob jemand stirbt oder ob vielleicht jemand sein Konto überzieht. Irgendetwas eben, das den Film vom cinematografischen Herzstillstand bewahrt. Nö, is nicht.

Ich halte diese Ödesse nicht mehr aus und betreibe Schadensbegrenzung an meinem Konto von vergeudeten Minuten meines Lebens, indem ich mit dem Film Schluß mache. Ich fasse es nicht. DAS ist es also, das laut irgendwem Frauen gerne schauen. Das kann nur ein Mann entschieden haben, der als Baby von seiner Mami nicht gestillt wurde und einen abgrundtiefen Hass auf Frauen hat.

Zum Glück spielte es an dem Abend noch einen Vampirfilm. Auch mit Ethan Hawk, aber diesmal nicht als Supersoftie. Es gibt Blut, Intrigen, Geheimnisse, glühende Augen und statt mit Zug und Straßenbahn fahren die mit lichtgeschützten Autos, deren geplatze Reifen sich auf Knopfdruck von selbst wieder aufpumpen. DAS wollen Frauen sehen – naja, ich zumindestens.

Diese und mehrere Kolumnen von mir findet ihr unter “Hello Monday” auf Styleranking!

Mai 5th, 2012

Outfit: Marc loves me

Bis gestern war ich in Berlin und war beim Media Morning von Designer for Tomorrow mit Marc Jacobs. Natürlich musste ich da mein Marc loves me Shirt anziehen – auch wenns manch andere als peinlich empfinden würden :D

Blazer, Hose, Schuhe: H&M, Shirt: Alexandra Kiesel for DfT, Kette: Flohmarkt